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The Legend of Arcreus

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Re: The Legend of Arcreus

Beitrag von Pokemonfan 1. am Di 29 Sep 2009, 17:28

Arcaine sprang über einen großen Felsbrocken, wich einem weiteren geschickt aus und sprintete weiter. Die Wolkendecke kam immer näher. Nun erkannte sie, dass nicht die Wolkendecke dort oben umherwirbelte – es waren Wolkenwesen die dicht unter ihr umherwuselten. Hinter ihr und auch vor ihr waren sie. Vielleicht waren sie ja so etwas wie die Beschützer Celebis? Und hatten die Wesen sie deshalb angegriffen – weil sie zu ihm wollte? War das möglich? Sie sprang über einen Felsspalt. Ihre Verfolger waren ihr dicht auf den Fersen. Arcaine wog ihre Chancen ab. Wenn sie umkehrte würde sie sich mit ihren Wolkenfreunden dort hinten rumschlagen müssen. Selbst wenn sie die Kreaturen hinter sich ließ – bergab war schwieriger als bergauf. Und sie hatte keine Lust rückwärts eine Felswand herunterzukrabbeln. Aber vor ihr waren Hunderte dieser Wesen. Aber vielleicht auch Celebi. Und Arki. Beim Gedanken an ihn zog sich ihr Herz zusammen. Nachdem die anderen Geschwister von ihr gestorben waren war Arki schon fast ein Vater für sie gewesen. Er hatte ihr das, was er wusste beigebracht und alles was er an Essen gefunden hatte mit ihr geteilt. Arcaine riss sich aus der Vergangenheit los. Später hätte sie genug Zeit darüber nachzudenken. Ein lautes Jaulen von Wind verriet ihr, dass sie oben gesichtet worden war. Noch schneller rannte sie weiter. Alle, die alleine von vorne angestürmt kamen wehrte sie mit Flammenwurf ab. Aber bald würden sie in Scharen kommen, das wusste Arcaine. Sie sprang auf einen Felsbrocken, stieß sich ab und segelte über ein Dutzend dieser Gestalten hinweg. Dann lief sie mit unvermindeter Schnelligkeit weiter. Es wurde wieder zunehmend steiler. Dann kam das, was sich Arcaine im Geist schon ausgemalt hatte: ein ganzes Heer aus Wolkenwesen stürmte ihr entgegen. Die Wolkenmasse der Wesen hatte einen spitzen, nach vorne gerichteten Kegel gebildet. Sie würden sie aufspießen, wenn sie nichts unternahm. Aber was konnte sie schon tun? Umkehren, aber die Wolkenwesen würden sie schnell erreicht haben – sie waren verdammt wendig. Hinter Arcaines Stirn arbeitete es fieberhaft. Immer näher... Dort – ein hoher Felsbrocken. Arcaine hatte eine Idee – riskant, aber nicht unmöglich. Sie sprang auf ihn hinauf und feuerte einen Flammenwurf auf die Frontlinie des Heeres. Aber nun hörte sich nicht auf und bearbeitete die ganze erste Reihe der Wolkenkegel mit Flammen. Jaulend wollten sie zurück – aber dort war die nächste Reihe des Heeres. Ein paar Grasbüschel hatten Feuer gefangen und panisch wollten die Wesen die getroffen worden waren zurück zum Gipfel des Berges. Aber so schnell kamen sie durch ihre Kollegen nicht durch. Das ganze Heer stoppte, niemand wusste was los war und es entstand ein heiloses Durcheinander. Unwillkürlich musste Arcaine lächeln. Vielleicht waren Pokémon und Wolkengeister gar nicht so verschieden wie sie dachte. Nun hatte Arcaine leichtes Spiel. Sie lief ein Stück zurück den Berg hinunter und rannte dann so lange weiter auf der Höhe, bis sie die Wolkenwesen nicht mehr sah. Danach setzte sie ihren Weg nach oben fort. Manchmal hörte sie ein undeutliches Jaulen von Wind, aber niemand war ihr gefolgt. Nun ragte die Wolkendecke nur noch wenige Meter über ihr auf. Zwischen Berg und Wolken war an einer Stelle ein Zwischenraum, sodass sie einfach nach oben durchkommen konnte. Plötzlich fiel irgendetwas aus diesem Loch. Es war etwa genauso groß wie sie, hatte Fell... Es schlug hart auf dem Boden auf und kullerte den Hang hinunter. Es überschlug sich, unternahm aber nichts dagegen. Arcaine sprintete ein Stück weiter. Die Kreatur kam immer weiter auf sie zu. Noch ein Trick der Wolkengeister? Arcaine spannte alle Muskeln an. Sie wollte wissen, was da auf sie zukam. Der Aufprall riss sie fast zu Boden. Sie hatte Fell im Ohr – das Wesen lag halb auf ihr drauf. Es keuchte merkwürdig dumpf und unregelmäßig. Arcaine befreite sich. Vor ihr lag ihr Bruder, gefesselt und geknebelt. Er hatte kaum noch Mähne, Brustfell und Schwanzhaare, aber er lebte. „Arki...“, flüsterte Arkani und zog den Knebel mit den Zähnen aus Arkanis Maul. „Ar...caine“, war das einzige, was Arkani hervorbrachte.

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Re: The Legend of Arcreus

Beitrag von Pokemonfan 1. am Di 29 Sep 2009, 17:29

Nun ja, jetzt geht es endlich weiter...ist sogar ziemlich viel geworden (heute rollten die Wörter von der Tastatur xD)


Arcaine zerbiss Arkanis Fesseln und legte ihn behutsam auf ein kleines Plateau. „Was ist passiert, Arki...?“ „War fast da...“, murmelte Arkani. „Dann... haben sie mich gekriegt und... da runter gestoßen...“ Mitleidig leckte Arcaine Arkani das Gesicht. „Ohne dich wäre ich bestimmt gestorben... beim Sturz.“ „Wer weiß.“ Arcaine erkannte erst jetzt, wie zerschunden ihr Bruder in Wirklichkeit war. Sein ganzer Körper war mit Schürfwunden übersät und er besaß – wie sie schon bemerkt hatte – kaum noch langes Fell. Schließlich hatte Arkani sich gefasst. Er spürte keinen Schmerz mehr, nur noch Entschlossenheit. Und Freude. Arcaine war da. Zusammen mit ihr würde er es schaffen Celebi zu finden! Falls es ihn noch gab. Vorsichtig richtete er sich auf. Anscheinend war nichts gebrochen. Glück gehabt. Liebevoll betrachtete er seine Schwester. Auch sie hatte einiges durchgemacht. Sie war über und über mit Schlamm besudelt und ihre Pfoten waren zerschunden. Vermutlich vom Aufstieg hierher. Aber sie war da. „Bald werden die Wolkengeister wiederkommen“, bemerkte Arcaine. Sie hatte die Ohren gespitzt. „Ja. Lass uns weitergehen. Zu zweit können wir die Wolkengeister besiegen!“, sagte Arkani. Arcaine lächelte. „Du kennst dich auch schon prächtig mit ihnen aus.“ Gemeinsam erklommen sie weiter den Berg. Kurz vor dem Loch zum oberen Teil des Berges sah Arcaine sie. Kleine, weiße Punkte tauchten unter ihnen auf. „Lauf!“ Seite an Seite liefen sie weiter den Hang hinauf. Arkani konnte sich kaum etwas schöneres vorstellen, als gemeinsam mit seiner Schwester etwas zu unternehmen. Gut, er rannte nun mit ihr vor Wolkenwesen weg, aber trotzdem. Nun waren sie von Wolken umgeben, dass einzige was greifbar schien, war der felsige Boden unter ihnen. Arkani hatte das Gefühl, dass die Wolkenwände weiter zusammenrückten, um sie zu zerquetschen, aber es war Einbildung, wie er feststellte. Endlich kamen sie wieder ins Freie. Langgestreckte Wolkenmasse war zu allen Seiten. Während es bei Arkani nur böse Erinnerungen weckte, war Arcaine total fasziniert. „Wir müssen weiter!“, erinnerte Arkani sie ungeduldig. Arcaine wandte den Blick ab und nickte. Schnell liefen sie weiter. Überall waren gesunde Laubbäume und stellenweise konnte man sogar gefrorenes Licht, das durch die Blätter fiel erkennen. Leichte Nebelschwaden hingen über dem Boden, die so leicht waren, dass man sie sogar im gefrorenen Zustand passieren konnte ohne sie zu zerstören. Alles war so schön und ruhig, obwohl alles grau und unveränderbar schien. Nirgendwo entdeckten sie auch nur ein Wolkenwesen – waren sie alle vorher Arcaine entgegen gestürmt? Aber konnten sie so dumm sein? „Es ist nicht möglich...“, murmelte Arkani. Sie waren mittlerweile in einen Mischwald mit großen Farnen gekommen. „Was ist nicht möglich?“ „Es waren noch viele der Wolkenwesen oben, als sie mich hinunter geschmissen haben...und das war nachdem das Heer abgezogen ist um dich zu empfangen.“ „Stimmt“, meinte Arcaine nachdenklich. „Irgendwo müssen sie sein.“ Die beiden durchbrachen ein Farndickicht und kamen auf eine kleine Lichtung. Wildgras wuchs hier und erstarrte Smettbo waren in der Luft. Ein versteinertes Ibitak saß in einem Baum. „Sie werden bald wieder leben...“, wisperte Arcaine. Alles war so ruhig. So entspannt. Und doch – etwas war da, etwas gefährliches... In den Baumkronen. Ein weißes Blitzen. Plötzlich geriet der Wald um sie herum in Bewegung. Alles ging ganz schnell. Wolkenwesen sprangen aus den Bäumen, landeten leichtfüßig auf dem Boden. Arkani wirbelte herum. Sie waren umzingelt. „Wir waren zu unvorsichtig“, meinte Arcaine mit zusammengebissenen Zähnen. „Aber sie hassen Feuer“, sagte Arkani, ohne die Wesen aus den Augen zu lassen. Diese waren reglos verharrt – vielleicht warteten sie auf etwas. „Vielleicht wollen sie uns gar nicht angreifen“, überlegte Arcaine. „Glaub ich nicht“, war Arkanis einziger Kommentar dazu. Zu den Wolkenwesen sagte er: „Wieso dürfen wir nicht zu Celebi?“ Keine Reaktion. „Genauso gut könntest du versuchen mit einem Baum zu reden“, grummelte Arcaine. Versuchsweise ging Arkani auf den Rand der Lichtung zu. Noch immer rührte sich keines der fremden Wesen. „Celebi, wer ist er? Kennt ihr ihn? Ist er euer Freund?“ Seine Fragen blieben unbeantwortet in der Luft hängen. „Das kommt mir alles verdammt komisch vor“, sagte Arcaine. Ihre Ohren zuckten nervös. Plötzlich tauchten weitere Wolkenwesen in den Bäumen ringsum auf. „Wir müssen nun weiter“, meinte Arkani. „Bevor noch mehr kommen und sie plötzlich einen Angriff starten.“ Ihm war unwohl dabei, aber was blieb ihnen übrig? „Okay“, sagte Arcaine. „Wie gehen wir vor?“ In dem Moment setzte sich alles in Bewegung. Dornenbesetzte Wolkenbälle schossen von der Seite und von schräg oben auf sie zu. „Mach einfach!“, brüllte Arkani, bevor er mit einem Flammenwurf einige Gegner noch in der Luft abfing. Das ließ sich Arcaine nicht zweimal sagen. Mit Flammenwurf mähte sie eine ganze Gruppe der Wesen nieder. Aber für jeden Gegner den sie in die Flucht schlugen schienen zwei neue nachzurücken. Ohne Zweifel war das ganze Heer in den Wolkenwald zurückgekehrt. Kleine Flämmchen züngelten gierig an den langen Grashalmen. Arkani blutete das der Schulter, nahm es aber gar nicht wahr. Arcaine hatte eine lange Wunde an der Seite, kämpfte aber weiter. Ein Baum ging in Flammen auf. Knisternd leckten die Flammen an dem Holz. Rücken an Rücken fechteten die Geschwister einen aussichtslosen Kampf. Arcaine machte sich keine Sorgen um sich – aber was war mit Arkani? Wenn ihr nichts einfiel würde er sterben. Arkani hatte den selben Gedanken. ‚Nur der Lebende hat Kraft.‘ Aber wenn es so weiterging, würde er nicht mehr leben – nicht mehr lange. Der einst so friedliche Wald war innerhalb kürzester Zeit zu einem Schlachtfeld geworden. Verzweiflung umpackte Arcaines Herz wie eine eisige Faust. Sie musste ihren Bruder retten – nur wie? Die ganze Lage war so aussichtslos, so verzweifelt! Was waren ihre Attacken? Flammenwurf, klar... Arki beherrschte auch Turbotempo, was ihnen aber in dieser Situation überhaupt nichts brachte. Feuersturm war zu gefährlich, dazu musste man zu lange Kraft sammeln. Biss und Knirscher konnten sie auch vergessen... Sie spie einen Flammenwurf auf eine dreiste Gruppe Wolkenwesen, die sich unbemerkt an Arki anschleichen wollten. Kreischend stoben sie davon. Attacken... Am besten Feuerattacken... Feuerhieb? Konnten sie nicht, genauso Feuerfeger. Lohekanonade war auch unmöglich. Feuerzahn war zu direkt... Hitzekoller würde sie gleich schachmatt setzten... Aber es musste doch eine Möglichkeit geben! Obwohl die ärgste Müdigkeit aufgesaugt wurde ging Arkanis Atem rasselnd. „Arcaine... versprich mir, wenn ich es nicht schaffe... sag Arceus, ich habe mein bestes versucht...“ „Du wirst es schaffen!“, widersprach Arcaine. Doch ein kurzer Blick auf die Umgebung strafte ihre Worte Lügen. Überall waren die Wolkengeister, quetschten langsam aber sicher allen Lebensmut aus den beiden Geschwistern. Plötzlich preschten von allen Seiten Wolkengeister auf Arkani zu. Er konnte nur wenige von ihnen abwehren. „ARKI!“ Sie musste etwas tun, ansonsten würde Arki sterben.

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Re: The Legend of Arcreus

Beitrag von Pokemonfan 1. am Di 29 Sep 2009, 17:30

Immer näher. Unaufhaltsam. Arkani schloss die Augen. Er hatte sein bestes gegeben. Auch Arcaine würde nichts mehr machen können. Arcaine. Er würde sie zurücklassen müssen. Undeutlich nahm er das Knistern des Feuers um ihn herum wahr und Arcaines schnell gehenden Atem. Die Verspannung in seinen Muskeln löste sich. Schon oft hatte er mit dem Tod gekämpft, aber er war noch nie so nahe wie jetzt. Es gab keinen Ausweg. Währenddessen überschlugen sich Arcaines Gedanken. Arki hatte sie einmal gerettet, indem er sie mit einem Flammenwurf weggeschleudert hatte, aber hier war diese Taktik mehr als ungeeignet. Mit einem geschwungenen Flammenwurf verschaffte sich Arcaine ein paar Sekunden Zeit. Die Wolkenwesen hatten Arki fast erreicht. Sie schienen zäher als die anderen zu sein, was die Sache zusätzlich erschwerte. Diese Wesen waren im angreifen nicht zu schlagen, aber im Verteidigen waren sie Nieten. Dafür waren sie unbesiegbar. Schützen... Nur noch wenige Meter trennten ihren Bruder von der Wolkenarmee. Arcaine wirbelte herum und stellte sich neben Arkani. Mit einem mächtigen Flammenwurf gewann sie eine Sekunde. Vielleicht eine entscheidende Sekunde. Diese musste reichen. Sie hatte nur einen Versuch. Wenn es nicht klappte, war ihr Bruder verloren. Sie konzentrierte sich. Die Glut in ihrer Brust wurde greifbar. Und sie war anders. Arcaine spie Flammen, welche in atemberaubender Geschwindigkeit um Arkani und sie herumwirbelten. Sie hörte erst auf, als ihr Bruder sagte: „Danke.“ Dann fügte er hinzu: „Es gehört schon etwas dazu, einen Feuerwirbel um sich selbst du speien.“ Die Flammenwand um sie herum war zwar nicht massiv, reichte aber vollkommen aus, um sich Wolkengeister vom Leib zu halten. Arcaine lächelte schwach. „Im Notfall geht alles. Was mich viel mehr interessiert ist, wie wir hier wieder rauskommen, ohne das sich alle auf uns stürzen.“ „Ach, das geht schon irgendwie“, meinte Arkani, schloss die Augen und atmete tief aus und ein. Als er die Augen öffnete lag ein entschlossener Ausdruck in ihnen. Wie aus weiter Ferne hörte man wütende, säuselnde Stimmen. „Die regen sich jetzt wunderbar auf.“ Die Geschwister mussten lachen. Auf einmal erschien ihnen alles viel lockerer. „Gut“, sagte Arkani dann. „Ich habe eine Idee, wie wir weiterkommen.“ Das hatte Arcaine schon beinahe erwartet. Arkani erklärte ihr seinen Plan ausführlich und als er geendet hatte nickte sie. „Es wird bestimmt klappen.“ „Gut, dann mach dich bereit“, sagte ihr Bruder. „Ich bin bereit“, meinte Arcaine. Locker stand sie Richtung bergabwärts. „Feuer!“, befahl Arkani. Arcaine spie Flammen und wirbelte im Kreis. Der Feuerwall um sie herum brach in sich zusammen, als das andersartige Feuer es durchbrach. Ein vielstimmiges Kreischen erfüllte die Luft – mit so etwas hatten die Wolkengeister nicht gerechnet. Diesen Moment allgemeinen Aufruhrs nutzte Arkani um sich eine Schneise weiter bergauf zu schlagen. Mit einem kräftigen Flammenwurf schaffte er es bei dem Chaos das herrschte problemlos. „Komm!“, rief Arkani seiner Schwester zu. Diese hörte auf herumzuwirbeln und stolperte zu ihrem Bruder. Ihr war schwindelig. Alles drehte sich. „Schnell!“, trieb Arkani sie an. „Beiß einfach in meinen Schwanz und schließ die Augen!“ Der Schmerz des Bisses treibte ihm fast die Tränen in die Augen. Er rannte los, seine Schwester dicht hinter ihm. Kaum hatten sie sich einige hundert Meter von der Lichtung entfernt, sammelten sich die Wesen wieder und ordneten ihr Chaos. Arcaine öffnete die Augen. Jetzt drehte sich nichts mehr. Verlegen stellte sie fest, dass sie noch immer Arkis Schwanz im Maul hatte. Schnell ließ sie los. „Danke. Den Schwindel danach hatte wohl keiner von uns bedacht.“ „War sowieso meine Schuld“, sagte er. „Das war mein Plan gewesen.“ „Es war ein guter Plan“, bemerkte Arcaine. „Aber nun sollten wir uns lieber um etwas anderes kümmern. Die Wolkenviecher kommen wieder.“ Sie holten auf. Und nun waren sie wirklich wütend. „Wir haben den Gipfel fast erreicht“, murmelte Arkani. Was würde sie erwarten. Celebi – eine versteinerte Statue? Oder gar nichts? Arcaine schien seine Gedanken erraten zu haben denn sie sagte: „Alles wird gut, Arki. Mach dir keine Sorgen.“ Sie sprinteten den Berg hinauf, sprangen über Wurzeln und Gräben. Die Bäume rauschten nur so an ihnen vorbei. Mit einem großen Sprung über ein kleines Tälchen gewannen sie wieder etwas Vorsprung. Wenn Gestrüpp im Weg war machten die Geschwister mit Flammenwurf kurzen Prozess. Arkani riskierte einen Blick nach hinten. „Wir haben nicht viel Zeit.“ „Hatten wir das jemals?“, fragte Arcaine. Trotz der Umstände musste Arkani lächeln. „Nein, eigentlich nicht.“ Plötzlich lichtete sich das Blätterdach und gab einen alten mit Efeu überwucherten Steinbau frei. Sie hatten den Gipfel erreicht. Das Gebäude, falls man es als solches bezeichnen konnte, war eine Art Tempel. Tiefe Risse zogen sich über das Gestein. Das Ziel ihrer Reise. Vor ihnen. Der Nordstern war genau zwischen zwei säulenähnlichen Steinspitzen. Der Eingang war dunkel und wirkte irgendwie unheimlich. Hinter ihnen kamen die Wolkengeister. Gewissheit. Endlich würde Arkani Gewissheit haben. Ob sich die Reise gelohnt hatte. Ob alles gut werden würde. Arcaine nickte ihm aufmunternd zu. Sie erklommen die zerfurchten Steinstufen. Der Eingang zum Tempel wirkte wie ein Schlund, der alles in sich aufsaugte. Würde Celebi da sein? Er sah Arcaine an und sie erwiderte seinen Blick. In ihren Augen spiegelte sich seine eigene Entschlossenheit wider. Es gab kein Zurück. Die Wolkenwesen würden in wenigen Sekunden dasein. Seite an Seite betraten er und Arcaine den Steintempel und von außen sah es so aus, als würden sie ohne Wiederkehr in der Finsternis verschwinden.

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Re: The Legend of Arcreus

Beitrag von Pokemonfan 1. am Di 29 Sep 2009, 17:30

Ich glaube das ist nun das bislang längste Kapi...nja, enjoy it! xD


Einen Moment konnte Arkani nichts erkennen. Dann entdeckte er durch einen Riss im Dach eine Fackel. Vorsichtig entzündete er sie. Sie verbreitete nur schwaches Licht, aber man konnte den ganzen, kleinen Raum sehen. In der Mitte war ein Gewirr aus etwas, das Wurzeln ähnlich sah. Bei näherem Hinsehen erkannte Arkani, dass es eher Tentakeln waren. „Was ist das?“, wisperte Arcaine. Sie hatten Celebi nicht gesehen. Ihre einzige Hoffnung waren diese merkwürdigen Tentakeln. „Die Wolkenwesen sind gleich da“, sagte Arcaine dann. „Ich werde sie zurückhalten. Befass du dich mit...dem da.“ Arkani nickte nur, sein Maul war wie ausgetrocknet. Seine Schwester war nun nur noch ein dunkler Schemen am Eingang. Der schwache Fackelschein ließ alles merkwürdig scharf und unwirklich wirken. Arkani nahm all seinen Mut zusammen und versuchte, mit der Pfote die Tentakeln wegzureißen. Zwei Stück wurden losgerissen und flogen auf den Boden. Sie kringelten sich kurz und blieben dann reglos liegen. Plötzlich hörte Arkani leisen Gesang. Es waren keine Worte – es waren auf und abebbende Stimmen. Irgendwie klang es traurig. Arkani musste sich überwinden, um nicht die widerlichen Tentakel anzugucken. Ein Streifen Licht fiel auf dem Stück, wo er die Tentakel rausgerissen hatte. Plötzlich schossen aus dem Boden zwei neue Stränge und schlossen die Lücke, die Arkani gerissen hatte. Plötzlich füllte gleißende Helligkeit den Raum. Arcaine hielt die ersten Wolkenwesen fern. Entschlossen wandte sich Arkani wieder dem eigenartigen Kokon zu. Er hatte nicht viel sehen können bei der Helligkeit. Vielleicht war Celebi dort gefangen. Allein. 3000 Jahre. Bewegungsunfähig. Dachte nichts mehr. Hoffe nicht mehr. Starb nicht. Durch die Wolkenwesen niemals befreit. Konnte noch nicht einmal vergessen. Arkani bebte innerlich als er kräftig zuschlug. Diesmal entstand eine relativ große Lücke. Arkani blinzelte und kniff die Augen zusammen um besser sehen zu können. Der Umriss eines Pokémon zeichnete sich schwach ab. Es hatte die Augen geschlossen. Verschlossen vor der grausamen Welt. „Celebi!“, rief Arkani. Arcaine wandte sich um. Sie sah freudig und besorgt zugleich aus. „Kämpf weiter!“, sagte Arkani. „Es ist noch nicht gewonnen. Ich weiß nicht, ob er lebt.“ Wieder schossen neue Tentakeln hervor. Erneut schlug Arkani sie weg. Er griff mit der Pfote nach Celebi. Plötzlich löste sich ein anderer Tentakel und drosch auf Arkani ein. Mit einem Schrei stolperte Arkani weg. Die Stellen, wo ihn die Tentakel getroffen hatte schmerzte höllisch. Als hätten ihn tausend kleine Nadeln gestochen. Er kam nicht an Celebi heran. Als er das nächste Mal zu dem Kokon guckte waren wieder neue Tentakeln nachgewachsen. Was sollte er machen? Arcaine kämpfte darum, dass er Zeit hatte. Aber selbst in vielen Stunden würde er Celebi nicht befreien können. Es war unmöglich. Vielleicht sollte er Feuer speien, auch wenn Celebi verletzt werden könnte. Arkani sah keine andere Möglichkeit. Arkani spie einen Flammenwurf gegen die lebendige Wand. Das Feuer prallte einfach ab. „Arcaine?“ „Ja?“ „Ich glaube, es ist vorbei. Wir können Celebi nicht befreien.“ Arcaine schüttelte leicht den Kopf. Dann spie sie einen Flammenwurf nach draußen. Nein, es konnte nicht einfach vorbei sein. Dafür hatte er zuviel gekämpft, war zu oft dem Tod entronnen. „Arki“, sagte Arcaine und blickte ihn an. Der Schein der Fackel spiegelte sich in ihren Augen. „Denk nach. Welche Möglichkeiten gibt es noch? Woher kommen diese Tentakeln? Hat der Tempel noch mehr Räume?“ Sie wandte sich wieder dem Kampf zu. Sie hatte Recht. Arkani dachte nach. Die Tentakeln kamen aus dem Boden, ja... Arkani sah sich im Raum um. Ganz hinten in der Ecke, wo der Schein der Fackel kaum hinreichte, war ein dunkles Loch im Boden. Vielleicht konnte er das Tentakelwesen selbst zerstören. Es war absurd! Aber hatte er eine bessere Idee? „Okay, Arcaine...ich werde jetzt mal den gesamten Tempel erkunden. Vielleicht finde ich was.“ „Gut“, sagte seine Schwester. Arkani wollte ihr nicht sagen, was er vorhatte. Außerdem war es eigentlich keine Lüge gewesen. Vielleicht gab es ja gar kein Tentakelwesen. Arkani war sich nicht sicher, ob er überhaupt wollte das es so ein Monster gab. Langsam näherte er sich dem Loch im Boden. Dann machte er kehrt und nahm die Fackel aus der Halterung. Nun trug er sie zwischen den Zähnen und ging neben das Loch. Anscheinend gab es keine Treppe, sondern es war einfach nur eine Öffnung im Boden. Er nahm allen Mut zusammen und sprang runter. Er landete auf Steinboden, das Loch war nicht weit über ihm. Arkani sah sich aufmerksam um. Nichts außergewöhnliches war zu sehen. Wieder war in der Mitte ein Tentakelstrang, aber ansonsten war dieser Raum genauso wie der andere auch. wieder war hinten in der Ecke ein Loch. Nach kurzen Zögern ging Arkani hin. Es kam in eine neue Etage. Wieder bot sich kein anderes Bild. Zog sich der Tempel durch den ganzen Berg? Arkani schauderte. Alles war hier so unheimlich. Die Fackel flackerte. Wind? Jetzt spürte Arkani ihn auch. Es war eine Art Sog zum nächsten Loch hin. Vorsichtig näherte er sich der Öffnung. Nun spürte er den Sog schon stärker. Arkani legte die Fackel auf den Boden – ihr Licht reichte nicht auf den Boden des nächsten Raumes. Arkani spie eine kleine Flamme nach unten. Im nächsten Moment wünschte sich Arkani, er hätte es nicht gemacht.

Er sah viele, sich windende Tentakeln. Irgendwie wirkten sie alle wie ein Ganzes und doch irgendwie nicht. Es konnte es nicht beschreiben. Anscheinend war diese Pflanze oder was es auch war nicht lichtempfindlich denn sie reagierte nicht. Arkani schluckte, dann nahm er die Fackel und sprang hinunter. Leichtfüßig landete er auf dem Steinboden. Vielleicht sollte man mit diesem Wesen sprechen? „Bitte lass Celebi frei!“ Keine Reaktion. Also blind und taub. Arkani hatte keine Ahnung, was er machen sollte. Arcaine kämpfte draußen gegen die Wolkengeister und er sprach mit einer Tentakelpflanze! Irgendwie war er wütend – wütend auf dieses Teil. Die Tentakeln in der Mitte machten eine merkwürdige Bewegung, die einen Art Sog erzeugte. War das der Atem der Pflanze? Was sollte er jetzt machen? Kämpfen? Hilflosigkeit. Wie oft hatte Arkani sie schon erlebt. Irgendetwas machen. Ohne groß darüber nachzudenken ließ Arkani die Fackel fallen und spie einen Flammenwurf auf die Tentakeln, die ihm am nächsten waren. Anders als bei denen oben zogen sie sich zurück. Arkani. Woher kam das? Es war nicht die selbe Gedankenstimme wie auf den Wolken. Er hatte diese Stimme trotzdem schonmal gehört...aber woher? Diese Stimme war...nicht von einem Pokémon. Keinem richtigen Wesen und doch lebte es. Arkani wusste es einfach. Dein Feuer hat keine Chance. Arkani atmete geräuschvoll aus. Ich weiß, dachte er zurück. Glaube nicht, dass ich böse bin. Auch ich bin ein Sklave der Wolkenwesen. Arkani neigte den Kopf, ohne dabei unaufmerksam zu werden. Und wieso wehrst du dich dann nicht? Die Tentakeln zogen sich ein Stück zurück. Ich kann es nicht. Ich kann nicht aus dem Tempel. Arkani begriff, dass er durch dieses Gespräch vielleicht etwas erreichen konnte. Durch ihre Willenskraft unterdrücken sie mich – ich kann mich nicht mehr befreien. Sie haben es zu meiner Aufgabe gemacht, meinen eigenen Herrn gefangenzuhalten. Irgendwie klang diese Gedankenstimme unglaublich traurig. Plötzlich wusste Arkani, wo er sie schonmal gehört hatte. Als er die Tentakeln weggeschlagen hatte – das melodische Singen. Dieses Singen oben bei deinem Herrn – das bist doch du, oder? Es dauerte eine Weile, bis er eine Antwort bekam. Ja. Ich versuche so sein Leid zu mildern. Es lässt ihm in einen Schlaf fallen. Langsam aber beständig baute sich Arkani einen Plan auf. Vielleicht konnte es klappen. Wird Celebi fit sein, wenn er aufwacht? Eine Zeit lang schwieg die Stimme in seinem Kopf. Ich denke schon. Was hast du vor? Arkanis Gedanken schwirrten wie ein Schwarm aufgeregter Bibor. Er versuchte seine Gedanken zu ordnen und begann, dem Wesen einigermaßen verständlich seinen Plan zu schildern. Versuche es. Ich weiß, dass es schwierig sein wird, aber es ist schaffbar. Arkani nickte. „Jetzt muss ich aber zu meiner Schwester.“ Ich verstehe gesprochene Sprache nicht, Feuerhund. Ungeduldig wiederholte Arkani es in Gedanken. Dann nickte er der Pflanze überflüssigerweise zu und kletterte ins nächsthöhere Stockwerk. Die Fackel hatte er wieder zwischen den Zähnen. Als er oben ankam wurde der Raum in helles Licht getauscht. Arcaine kämpfte noch immer – wie auch anders? Arkani steckte umständlich die Fackel in die Halterung. Seine Schwester war erschöpft, vielleicht konnte die gefrorene Zeit in der Nähe von Celebi nicht viel anrichten. „Ich übernehme“, sagte er kurz und erleichtert setzte sich seine Schwester hin. Ein Blick nach draußen genügte, um zu sehen, dass ihnen nicht viel Zeit blieb. Er übernahm die Stellung Arcaines. Die Wolkenwesen waren schon verdammt nah gekommen. Zum Glück waren die Wände des Tempels glatt und steil, und auch die langgezogenen Risse gaben nicht viel Halt. Wacker verteidigte er die Treppe, die zum Tempel führte. Mit einem kräftigen Flammenwurf drängte er die meisten zurück. Anscheinend hatten sie eine neue Vorgehensweise, denn sie griffen immer in Gruppen bis zu zehn Wesen an. Irgendwann sagte Arcaine: „Okay, ich bin wieder fit. Hast du was gefunden?“ „Ja...“ – er spie noch einen Flammenwurf – „diese Tentakelpflanze wird auch unterdrückt. Von den Wolkengeistern.“ „Was können wir machen?“, fragte Arcaine direkt. „Also...“, begann Arkani seinen Plan zu erklären. Arcaine runzelte die Stirn. „Es ist riskant.“ „Aber möglich“, erwiderte ihr Bruder. „Hast du eine bessere Idee?“ „Nein“, gab Arcaine zu. „Dann lass uns keine Zeit verlieren“, sagte Arkani ernst. Er hatte nicht die leiseste Ahnung, ob sein Plan aufgehen würde. Er spie noch einmal Feuer auf die Wolkenwesen, dann widmete er sich voll und ganz dem Tentakelkokon. Gemeinsam hiebten sie viele der Tentakeln weg. Celebi hing reglos schlafend in der Luft – aber man hörte keinen Gesang. Was war jetzt los? Es musste doch jetzt aufwachen! „Celebi!“, brüllte Arkani. „Wach auf!“ Ohne Celebi war es nicht möglich. Er musste aufwachen! Wieso tat er es nicht, die Stimme der Pflanze war doch weg! Egal, jetzt musste er einfach zum nächsten Schritt übergehen. Bevor die Wolkenwesen oben waren mussten sie es geschafft haben. Müssen. Arkani hatte in letzter Zeit gelernt, dieses Wort zu hassen. Er nickte Arcaine zu. Fröhlich prickelnd spürte er wieder die Glut in seiner Brust. Ihm taten alle Wesen leid, die dieses Gefühl des Feuers im Körper nie haben würden. Mit lodernden Feuerstrählen wollten sie Celebi herausschleudern. Plötzlich prallte das Feuer an einem Widerstand ab. Was ist das?, dachte Arkani erschrocken. Wenigstens wurde die Tentakelpflanze nicht gezwungen, mit den anderen Tentakeln zu peitschen. Plötzlich japste Arcaine auf. Arkani drehte sich ganz langsam um. Eine massige Gestalt stand am Eingang des Tempels. Nein, es war nicht eine Gestalt. Es waren nur viele, viele Wolkenwesen zusammen. „Zu spät“, murmelte er. „Zu spät...“

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Re: The Legend of Arcreus

Beitrag von Pokemonfan 1. am Di 29 Sep 2009, 17:31

Niemand bewegte sich, niemand sagte etwas. Es war, als wäre die Zeit erneut gefroren und alle wären versteinert. Aber Arkani wusste ganz genau, dass er sich bewegen konnte. Er tat es nur nicht. Dies hier war ein anderer Kampf. Vor Arcaine und ihm schwebte eine kleine, golden leuchtende Kugel, vor den Wolkenwesen eine Pechschwarze, die alles Licht zu verschlucken schien. Arkani wusste nicht, ob es Einbildung war oder nicht. Eigentlich war es auch egal. Eine Weile schwebten die Kugeln einfach nur auf der Stelle, dann verharrten sie völlig reglos. Eine Zeit lang wusste Arkani nicht genau, was die Kugeln waren, aber dann begriff er – es war ihr Wille. Vorher hatten sie körperlich gekämpft, jetzt sollte ihre Willenskraft den Sieger bestimmen. Arcaine löste sich langsam aus ihrer Starre. Ihr Schwanz zuckte unruhig, ihr Blick war härter geworden. Ihr Willensball wurde ein Stück größer und leuchtete intensiver. Noch hatte der Willenskampf nicht begonnen. Die schwarze Kugel der Wolkenwesen vibrierte, griff aber nicht an. Arkani schloss die Augen. Celebi. Hinter ihnen. Hilflos. Und die Pflanze, gefangen. Ihr Willensball wurde ein Stück größer. Arceus. Er wartete, machte sich Sorgen. Vielleicht wartete er vergebens. Auch Gengar und Dialga. Alle Pokémon, die im Krieg gestorben waren oder getötet wurden, als die Zeit erstarrte. So viele, die auf sie zählten. So viele Erwartungen. Arkani öffnete die Augen wieder. Erschrocken stellte er fest, das die Kugel der Wolkenwesen um einiges größer war als ihre Eigene. Gut, dachte Arkani bitter. Die Wolkenwesen sind auch mindestens ein paar Hundert. Der Gedanke heiterte ihn nicht gerade auf. Drohend und irgendwie endgültig schwebte die finstere Willenskugel gegenüber ihrer eigenen. Sie schien alles Licht zu absorbieren, wogegen Arcaines und Arkanis helles, warmes Licht spendete. Das bestärkte ihn in seiner Auffassung, dass die Wolkenwesen böse waren. Die schwarze Kugel wuchs noch ein Stück. Schließlich waren die Wolkenwesen viele Jahrhunderte alt, vielleicht hatten sie schonmal gegen Eindringlinge gekämpft und ihr Wille war eisern geworden. „Jetzt“, flüsterte Arcaine. Es war nur ein leises Wort, aber plötzlich veränderte sich die Stimmung im Raum schlagartig. Die goldene Willenskugel leuchtete stark auf und sauste durch Arcaines gedanklichen Befehl auf die schwarze Kugel zu. Nun gingen auch die Wolkenwesen zum Angriff über. Elegant wich ihr schwarzer Willensball aus und kam in einem Bogen zurück. Arkani lenkte die goldene Kugel aus der Flugbahn der Schwarzen und diese knallte mit einem unnatürlich schmatzenden Geräusch an die Wand. Die Wolkenwesen stöhnten auf. Obwohl man ‚Kopf‘ bei diesen Wesen nicht wirklich definieren konnte, tat er ihnen wohl verdammt weh. Träge hing ihre Kugel in der Luft. Ein Lächeln stahl sich auf Arcaines Züge. Vielleicht hatten sie auch mit einer kleineren Kugel eine Chance. Sie ließ sie auf die Gegnerische zusausen. Zornig wichen die Wolkenwesen aus und rammten die kleine Kugel energisch weg. Arkani biss die Zähne zusammen. Es war, als hätte er einen Schlag in den Bauch bekommen. Ihr Willensball torkelte durch den Raum. Sofort griffen die Wolkenwesen erneut an. Arkani wollte nach rechts, Arcaine nach links ausweichen. Unbeholfen blieb der kleine, goldene Ball auf der Stelle und wurde frontal getroffen und gegen die Wand geschleudert. Arkani japste auf. Ihm tat alles weh. „So geht es nicht weiter...“ „Ich weiche aus und du greifst an“, sagte Arcaine. „Okay?“ „Okay.“ Arkani steuerte die goldene Willenskugel auf die der Wolkenwesen zu, welche abwartend in der Luft hing. Sie war sogar noch größer geworden. In letzten Moment ließ sie sich fallen und wich so der Attacke aus. Das hatte Arkani erwartet. Er ließ ihren Ball sofort wenden und traf wortwörtlich ins Schwarze. Die Wolkenwesen stöhnten. Ihre schwarze Kugel wurde ein wenig kleiner. Arcaine nickte ihm anerkennend zu. Dieser Kampf erforderte Willen, ja, aber auch Strategie und Durchhaltevermögen. Sie hatten noch lange nicht gewonnen, aber jeder kleine Sieg war wertvoll. Der schwarze Willensball pulsierte, als könne er sich nicht entscheiden, ob er kleiner oder größer werden sollte. Aber eines mussten die Arkanigeschwister einsehen – der Wille der Wolkenwesen sie zu vertreiben, vorsichtig ausgedrückt, war eisern. Gerade als Arcaine einer Attacke auswich änderten auch die Wolkenwesen die Richtung und die goldene Kugel wurde an die Wand geschleudert. Arkani biss die Zähne zusammen. Seine Rippen schienen noch ganz zu sein, aber der Schmerz zog sich durch den ganzen Körper. Wieso war hier auch die gefrorene Zeit nicht so aktiv wie anderswo? Klar, Celebi war in der Nähe, aber trotzdem wäre es nun praktisch gewesen, keinen Schmerz zu verspüren. Grimmig startete Arkani zum Gegenangriff. Er verfehlte extra, wendete und traf den schwarzen Ball tückisch von hinten. Die Wolkenwesen hatten keine Zeit gehabt zu reagieren. Danke. Fragend schaute Arcaine zu Arkani. „Die Pflanze“, sagte er leise. Sie nickte. Ich stehe nicht länger unter dem Willen der Wolkengeister. Ihr habt ihren Willen abgelenkt und mich befreit. Nun werde ich euch helfen, sogut ich kann. Die goldene Kugel wurde ein beträchtliches Stück größer. Vielen Dank..., dachte Arcaine. Obwohl die schwarze Kugel der Wolkenwesen noch immer größer war, schienen diese beunruhigt. War es wegen ihrer verlorenen Kontrolle über die Tentakelpflanze oder dem Zuwachs der Kugel – sie waren etwas verunsichert. „Wiiiir siiiiind nooooooch niiiicht feeertiiiig“, zischte eines von ihnen. Arkani erwiderte nur einen kühlen, abweisenden, beinahe abschätzenden Blick. Eine Weile passierte nichts. Die Willensbälle pulsierten leicht, bewegten sich aber nicht. Dann flog die schwarze Kugel unvorbereitet einen weiten Bogen und zielte auf den goldenen Ball, der nahezu friedfertig in der Luft hing. Blitzschnell wich Arcaine aus und dann noch einmal, als der schwarze Ball kurz darauf zurückkam. Irgendwie schien die schwarze Kugel stärker zu sein als zuvor, obwohl sich die Größe kaum geändert hatte. Der Hass auf euch gibt ihnen Energie und auch Willenskraft, teilte die Tentakelpflanze ihnen mit. Arkani brummte etwas Unverständliches und beobachtete die Willenskugeln, die kreuz und quer durch den Raum flitzten. Ihre war wendiger, aber die der Wolkenwesen war größer und strahlte Entschlossenheit und vor allem Hass aus. Ihre hatte etwas Beruhigendes an sich und Hoffnung. Außerdem etwas, was Arkani nicht beschreiben konnte. Geborgenheit vielleicht... oder Friede. Er konnte es nicht in Worte fassen. Obwohl Arcaine sich bemühte, allen fiesen Attacken der Wolkenwesen auszuweichen wurden sie getroffen und auf den Boden geschleudert. Arkani biss die Zähne zusammen um nicht aufzuheulen. Diese Genugtuung wollte er den Wolkengeistern nicht noch geben. „‘tschuldigung“, murmelte Arcaine. „War nicht deine Schuld.“ Arkani wich einem gemeinen Stoß der schwarzen Kugel aus, den Arcaine von ihrem Standort aus niemals hätte sehen können. Früher oder später würden die Wolkengeister gewinnen. Ihre Kugel war mindestens ein Drittel größer als ihre eigene und sie hatten Erfahrung mit dieser Art des Kampfes. Die Wolkenwesen waren so viele und sie nur zu dritt... Celebi hing noch immer reglos in dem Strahl aus Licht. Aus dem Kampf wurde eine Hetzjagd. Die schwarze Kugel sauste hinter der goldenen her, machte jede Bewegung mit. Arcaine hatte alle Pfoten voll zu tun, auszuweichen und sich neue Manöver auszudenken. So würden sie es nie schaffen. Siegesgewiss flog der schwarze Willensball wieder auf ihre Kugel zu, welche einen Looping vollführte und dann vibrierend neben Celebi schwebte. Kam es Arkani nur so vor oder war sie tatsächlich kleiner geworden? „Strategie“, flüsterte Arkani. „Wir brauchen eine Strategie...“ Er blickte zu ihrer kleinen goldenen Kugel. Auf einmal erkannte er ganz feine Linien, die sich über den leuchtenden Ball zogen. Würde er zerbrechen?! Das hätte ihnen gerade noch gefehlt. Er schaute genauer hin und verfolgte sie mit seinem Blick, als sie wieder einer Attacke der Wolkenwesen auswich. Nein, diese Striche waren eher Unterteilungen... Das eine war Arcaines Wille, das andere war der Wille der Pflanze und das letzte Stück war sein Wille. Abermals starteten die Wolkenwesen zum Angriff. Arkani konzentrierte sich auf seinen Teil der goldenen Kugel und bewegte ihn nach rechts. Er löste sich aus der großen Kugel und nun schwebten dort zwei verschieden große Bälle. Arcaine deutete ein Nicken an. Sie war einverstanden. Sie flogen in verschiedene Richtungen, sodass die Kugel der Wolkenwesen unschlüssig in der Luft verharrte. Wem sollten sie nachjagen? Plötzlich kamen die beiden goldenen Bälle wieder und rammten die Schwarze heftig von beiden Seiten. Die Wolkengeister stöhnten auf und ließen ihre Kugel in wenig im Kreis fliegen, damit sie nicht wieder so frontal getroffen werden konnte. Dann schienen sie eine Idee zu haben. Ihr schwarzer Ball zersplitterte ein hunderte Einzelkugeln, welche alle zum Angriff übergingen. Ausweichen war unmöglich. Ohne Absprache starteten Arcaine und Arkani zum Gegenangriff. Der Aufprall auf die Wand aus schwarzen Kugeln drückte Arkani alle Luft aus der Lunge. Es fühlte sich an, als würden viele, kleine Fäuste wütend auf ihn einschlagen. Er hätte am liebsten aufgejault, um seinem Schmerz Luft zu machen, aber er brachte keinen Ton hinaus. Das hier war weitaus schlimmer als ein einzelner, kräftiger Schlag. Ohne Celebi hatten sie keine Chance mehr. Das mussten sie endgültig einsehen. Erschrocken stellte Arkani fest, dass er auf dem Boden lag. Sein Atem ging unregelmäßig. Alle Kraft schien aus ihm herausgeflossen. Arcaine war neben ihm. Sie schwankte leicht, konnte sich aber noch auf den Beinen halten. Die Wolkengeister würden ihn töten. Undeutlich nahm er wahr, dass sich die schwarzen Kugeln zu einem neuen Angriff formierten. ‚Nur der Lebende hat Kraft‘ – was hatte Arceus damit gemeint? Er musste nun sterben, jetzt gab es kein Entkommen mehr. Eine kalte Gleichgültigkeit senkte sich auf Arkani herab. Er hatte sein Bestes gegeben. Die schwarzen Kugeln setzten sich in Bewegung. Vielleicht hatte sich Arkani mit seinem Einfall sein eigenes Grab geschaufelt. „Nicht aufgeben“, wisperte Arcaine. „Nicht... sterben, ja?“ Arkanis Maul war wie ausgetrocknet, er konnte nicht antworten. Was hätte er auch antworten sollen? Was konnte er schon machen? Nichts. Oder doch? Eine letzte Handlung. Ein letztes Aufbäumen. Seine Kugel flog durch den Raum, torkelte dabei merkwürdig, wurde dann eins mit dem Licht, dass Celebi umgab. Kaum hatte die Kugel Celebi berührt, schlug er seine Augen auf.

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Re: The Legend of Arcreus

Beitrag von Pokemonfan 1. am Di 29 Sep 2009, 17:32

Der Raum explodierte förmlich in goldenem Licht. Arkani kniff die Augen zusammen, aber trotzdem stach die gleißende Helligkeit durch seine Lider. Er blinzelte. Langsam wurde das Licht schwächer. Undeutlich erkannte er eine Silhouette neben sich. Ein Wolkengeist?! Er wollte aufspringen, aber er hatte keine Kraft. Er sank mit geschlossenen Augen zurück auf den Boden. „Bleibe am besten still liegen.“ Die Stimme klang fremd, aber nicht bösartig. Sie hatte nichts von der säuselnden Stimme der Wolkengeister an sich. Irgendwo hinter ihm hörte er die Stimme seiner Schwester. „Celebi?“ Das Wesen nickte. Unter Anstrengung öffnete Arkani ein Auge. Jetzt konnte er ihn besser erkennen. Er sah mitgenommen aus, aber es schien ihm gut zu gehen. Einige Tentakel waren um ihn herum, berührten ihn zärtlich. Die Wolkenwesen. Was war mit ihnen? Arkani versuchte abermals auf die Pfoten zu kommen. „Wie Wolkengeister sind geflohen“, sagte Celebi beruhigend. Arcaine drückte ihn sanft zurück auf den Boden. „Streng dich nicht an.“ Widerwillig ließ Arkani locker. Obwohl er sich schwächer als eh und je fühlte, brachte er ein Wort heraus. „Arceus?“ Celebi lächelte warm. „Er hat mich über alles was er wusste informiert. Es geht ihm ganz gut..“ Arkani konnte nichts dagegen machen, er musste die Augen schließen. Er war noch nicht mal mehr in der Lage, tief einzuatmen. Vielleicht war es jetzt wirklich um ihn geschehen. „Arki?“, fragte eine Stimme. Sie schien aus weiter Ferne zu kommen. Er konnte nicht antworten. Sein Maul war trocken, sein Gehirn leer. „Steh auf!!“ Das musste Arcaine sein. Sie piekste ihn mit der Schnauze in die Flanke. Zuerst sollte er liegenbleiben und jetzt aufstehen? Noch einmal stieß sie ihn in die Flanke. Am liebsten hätte Arkani gebrüllt: „Ich kann nicht aufstehen!“ – aber er hatte noch nicht einmal Kraft dazu. Plötzlich wurde er von irgendetwas hochgehoben. Unbeholfen klappte er ein Auge halb auf. Was war denn jetzt los? Ehe er auch nur den Ansatz machen konnte, zu protestieren, lag er auf den Steinstufen vor dem Tempel. Arkani verstand gar nichts mehr. Warum hatten sie ihn aus dem Tempel geschmissen?! Kleine Steinchen pieksten in seine linke Seite, auf der er lag. War irgendetwas schiefgelaufen? Aber Celebi hatte doch gesagt, Arceus hätte ihn informiert! Und auch Arcaine...was war plötzlich mit ihr? Wütend kam Arkani auf die Beine und blickte zum Tempeleingang hoch. Arcaine stand im Eingang und lächelte schwach. Bevor Arkani losschimpfen konnte, schnitt Celebi ihm das Wort ab, der neben Arcaine aufgetaucht war. „Merkst du was?“ Arkani hielt inne. Er saß und hatte genug Kraft sich aufzuregen. „Danke.“ „Es war die einzige Möglichkeit, dich aus dem Tempel zu schaffen. Also hat unsere Tentakelpflanze nachgeholfen“, sagte Arcaine. Celebi nickte. „Im Tempel ist die Zeit sogar noch aktiver als in der normalen Form wie du sie kennst.“ „Gut, ich habe es verstanden. Was machen wir als nächstes?“ Bildete sich Arkani das ein, oder sah Celebi wirklich besorgt aus? „Zuerst müssen wir zum Kraterberg – zu Arceus“, meinte Celebi, ohne sich etwas anmerken zu lassen. „Und wie kommen wir dahin?“, wollte Arcaine wissen. „Zu Fuß können wir nicht zurück – wir können nicht über den Canyon fliegen, so wie du.“ Celebi grinste, aber trotzdem schien irgendetwas ihn zu belasten. „Das ist nicht nötig. Nebenbei kann ich auch ein wenig durch Raum reisen. Außerdem hilft mir Plana dabei, sodass ich es vermutlich bis ganz zum Kraterberg schaffe.“ Arkani begriff, dass mit ‚Plana‘ die Pflanze gemeint war. „Ist der Kraterberg nicht sehr weit weg?“ Celebi lachte. Es war ein hohes, aber nicht hysterisches lachen. „Ach was, die Welt ist größer als du dir vorstellen kannst. Dafür ist das nur einen Steinwurf entfernt.“ Arcaine nickte. „Gut. Ich denke wir brechen jetzt auf. Fühlst du dich gut genug, Arki?“ „Den Umständen entsprechend könnte es mir nicht besser gehen.“ Er grinste schwach. Celebi flog wieder in den Tempel. Die Geschwister folgten ihm. Jetzt, da Arkani einmal draußen gewesen war, machte ihm die Zeit nicht mehr viel aus. Die drei Pokémon bildeten einen Kreis um das Loch im Boden, wo Meter unter ihnen Plana war. Bereit? Alle nickten. Bereit! Eine Woge grün-flirrenden Lichtes brach über sie herein. Der Raum um sie herum verschwamm langsam. Dann war nur noch das grüne Licht da. Arkanis Herz hämmerte, aber er verspürte keine Angst. Alles würde doch noch gut werden. Obwohl er Arcaine nicht sah hörte er ihre Stimme. „Ist es bei Zeitreisen genauso?“ Kurz darauf antwortete Celebis Stimme: „Ja, nur, dass das Licht nicht grün, sondern blau ist. Aber das spielt eigentlich keine große Rolle.“ Sie schwiegen wieder, aber Arkani bildete sich ein, Celebi keuchen zu hören. Bestimmt war es nur noch etwas wirr im Kopf. Arkani sah sich um. Dort, wo sich das grüne Licht verlor, war undurchdringliche Dunkelheit. Arkani war das irgendwie nicht geheuer. „Wir sind in einer Art Zwischendimension“, erklärte Celebi. „Es gibt tausende von ihnen und sie sind sehr stark aneinander gebunden. Wir sind alle in verschiedenen, das ist der Grund, warum wir uns nicht sehen aber hören.“ „Aha...“ Plötzlich fiel Arkani auf den Boden. Er war am Fuße des Kraterberges. Der verbrannte Wald... dort hinten war seine Höhle. Arcaine war neben ihm. „Hier lebst du also“, murmelte sie. Arkani brummelte zustimmend und sah sich um. Celebi schwirrte verwirrt herum. „Wo ist Arceus?“ Eine steile Sorgenfalte hatte sich auf seiner Stirn gebildet. Arkani schüttelte langsam den Kopf. „Er muss hier sein. Er hat gesagt, er könne nicht weit weg vom Kraterberg.“ Gerade als eine neue Welle Verzweiflung nach ihm greifen wollte, hatte er eine Idee. Ohne den anderen ein Wort zu sagen rannte er los. Da war der Felsvorsprung... dort – seine Höhle! Er stürmte hinein. „Arkani!“ Im schwachen Licht zeichnete sich langsam eine Silhouette ab. „Arceus!“ „Ich habe mir Sorgen gemacht“, meinte Arceus. „Sind Celebi und deine Schwester auch da?“ Arkani nickte etwas verwirrt. „Woher weißt du von Arcaine?“ „Ich weiß so manches“, sagte Arceus geheimnisvoll und die beiden gingen noch draußen. Celebi lächelte. Aber irgendwie war es ein trauriges Lächeln. „Bist du bereit, Arceus?“, fragte Celebi. Arceus nickte. Arcaine sah besorgt aus. Sie wusste irgendetwas, was er nicht wusste. Hatte Celebi es ihr im Tempel gesagt? Oder als er in seiner Höhle war? Alle blickten ihn an. Es sollte irgendetwas trauriges geschehen, das spürte Arkani. „Ich kann es verkraften“, sagte er. Arcaine schüttelte stumm den Kopf. Celebi und Arceus sahen ihn beunruhigt an. „Ich habe soviel schreckliches erlebt“, sagte Arkani. „Ich werde euch schon nicht den Kopf abreißen, egal was los ist.“ Celebi öffnete den Mund, klappte ihn dann aber doch wieder zu. Er wandte sich hilfesuchend an Arceus. Dieser atmete tief durch. „Erinnerst du dich an das, was ich dir gesagt hatte? ‚Nur der Lebende hat Kraft‘?“ Arkani nickte. Arceus fuhr fort. „Ich dachte mir schon, dass es schwierig für Celebi werden dürfte, hierher zu kommen und den Zeittunnel aufzubauen...“ Er verstummte. Arcaine sah zu Boden, Celebi tat so, als würde er eingehend einen Baum betrachten. „Sprich weiter“, murmelte Arkani. Er hatte schon eine leise Ahnung, auf was das Ganze herauslief. „Celebi ist von der Reise erschöpfter als du denken magst. Er kann alleine unmöglich einen Zeittunnel aufbauen. Dazu braucht er nun Kraft von einem anderen – und derjenige wird dabei wahrscheinlich sein Leben aushauchen...“ „Ich kann das doch machen!“, platzte Arcaine heraus. Celebi sah sie traurig an. „Du hast keine Kraft.“ Als Arcaine widersprechen wollte fügte Celebi hinzu. „Das ist, weil du tot bist. Du kannst nichts dafür.“ Arkani setzte sich hin. Ihm war schwindelig. Arceus griff den Faden wieder auf. „Ich muss hinterher meine ganze Kraft darauf konzentrieren können, Vernunft in die Herzen der Pokémon zu senden. Und wie Celebi schon sagte: Arcaine hat keine Kraft.“ „Also fällt die Wahl auf mich.“ Arkani versuchte ruhig zu klingen, aber seine Gedanken und Gefühle waren alles andere als ruhig. Tot, tot, tot – was hieß das eigentlich? Ins Land der Toten kommen. Seine Mutter und seine anderen Geschwister wiedersehen. Aber er musste Arcaine verlassen. Er merkte, wie alle Blicke auf ihm lagen. „Ich mache es“, sagte Arkani. „Ich habe sowieso keine Wahl, wenn man es genau nimmt.“ Immer dem Tod entkommen. Jetzt war er hier. „Du kannst auch ablehnen“, sagte Arceus langsam. „Biete mir keine Wahl an, wenn du weißt, dass es keine gibt, Arceus“, murmelte Arkani. Aber es war irgendwie ein anderer Tod... „Denn Leben kann Tod sein und Tod erschafft Leben“, zitierte Arcaine leise. Arkani wusste nicht, wo er den Satz schonmal gehört hatte, stupste sie aber in die Flanke und sagte: „Du hast Recht.“ Arceus und Celebi wirkten etwas erleichtert. „Sollen wir jetzt beginnen?“, fragte Celebi. Arkani schüttelte den Kopf. „Ich hole kurz noch was.“ Er lief zu seiner Höhle. Ganz hinten in der Ecke. Da lag er. Es war ein kleiner Anhänger, den er von seiner Mutter geerbt hatte. Es war eine geflochtene Grasschnur mit einem kleinen, roten Stein daran. Sie hatte ihm erzählt, er wäre schon seit Generationen im Besitz ihrer Familie. Familie. Das Wort war ihm fremd geworden. Er nahm das Band vorsichtig mit den Zähnen und ging zurück zu den anderen. „Mutters Stein“, sagte Arcaine ehrfuchtsvoll. „Du hast ihn damals wohl mitgenommen...“ Arkani nickte und hängte das Band um Arcaines Hals. „Damit du dich an mich erinnerst. Das geht doch, oder Arceus?“ Er nickte. „Wir werden in dem Moment ankommen, wo die Heere sich versammeln. Sobald wir die Gegenwartswelt betreten haben, wird Arcaine aus der Totenwelt spurlos verschwinden, du wirst am Kraterberg verschwinden wirst. Genauso ich aus meiner Höhle. Um Darkrai mache dir keine Sorgen – seine Erinnerung an dich wird erhalten bleiben. Der Anhänger wird dann auch verschwinden und nur bei Arcaine sein.“ „Gut...“, meinte Arkani. „Dann weiß ich jetzt Bescheid. Celebi – wir können anfangen, wenn du soweit bist.“ Celebi nickte. „Leg dich am besten hin. Es wäre nicht gut, wenn du umkippst und frühzeitig das Bewusstsein verlierst. Dann kannst du nämlich nicht mehr kämpfen.“ „Gegen wen?“ Niemand antwortete. Sogar Arceus schwieg. Schließlich sagte Celebi. „Den Tod.“ Gehorsam legte Arkani sich hin. Er würde immerhin für eine gute Sache sterben. Das war eigentlich nicht gerade tröstlich, aber besser als nichts. Außerdem war Arcaine bei ihm. Er sah seine Höhle. Alles würde gut werden. Celebi schloss die Augen, konzentrierte sich. Blaues, leuchtendes Licht schoss aus seinem Körper und bildete eine flache Scheibe in der Luft. Arkani schloss die Augen. Noch spürte er nichts. Dann – ein leichtes Ziehen. Es wurde langsam stärker. Arkani öffnete die Augen wieder. Kleine blaue Perlen tanzten von seinem Körper zu der blauen Scheibe. Arkanis Herz hämmerte. Sein Körper wollte aufspringen und davonrennen, doch das ließ Arkani nicht zu. Er musste das hier durchziehen. Erinnerungen an seine Jugend flammten in Arkani auf. Wie er sich an seine Mutter kuschelte. Seinen Bruder mit einer langen Feder ärgerte. Er das Stollrak tötete, das ihm seine Schwester genommen hatte. Dann, wie er sich entwickelt hatte. Alleine in der Höhle lebte. Alles verdrängt hatte. Dann die flatternden Banner der Kriegsheere. Dialgas und Palkias Unterstützung. Es schien so weit entfernt. Arkani merkte als erstes, wie seine Pfoten taub wurden. Er kehrte wieder in die Wirklichkeit zurück. Die blaue Scheibe war erheblich größer geworden und auch die blauen Perlen, die sich von Arkanis Körper lösten hatten an Größe gewonnen. „Wie geht es dir?“, fragte Arcaine ihn. Ihre Stimme klang noch ziemlich klar in seinen Ohren. „Ganz gut.“ Das stimmte nicht ganz, eigentlich fühlte er sich ziemlich niedergeschmettert, aber er wollte sie nicht beunruhigen. Celebi ächzte. Arkani war nicht der einzige, der sich anstrengen musste. Er biss die Zähne zusammen und versuchte, soviel Kraft wie möglich zu spenden. Noch hatte der eigentliche Kampf nicht begonnen. „Arkani?“ Es war Arceus. „Ich habe noch eine Bitte an dich. Bitte erzähle diese Geschichte jedem, der sie hören will. Niemand wird sich an den Krieg erinnern außer wir und Darkrai. Es wäre gut, wenn alle diese Geschichte wüssten.“ Arkani nickte schwach. „Mach ich.“ „Jetzt kommt der entscheidene Moment“, keuchte Celebi. Jetzt müssen wir in die Zwischenzeitdimensionen stoßen... bist du bereit, Arkani?“ „Wenn du es auch bist.“ Er versuchte sich auf alles gefasst zu machen. Arcaine schmiegte sich an seine Seite. Es war tröstlich, sie in der Nähe zu wissen. Der kleine Anhänger schwebte vor seinen Augen. Plötzlich erfasste ihn ein kräftiger Sog. Er klappte das Maul auf und wieder zu. Es war nichts körperliches – es war, als würde etwas nach ihm greifen und Energie aus ihm herausziehen. Celebi stöhnte, ließ aber nicht locker. Arkani hatte alle Muskeln angespannt. Schwarze Pünktchen tanzten vor seinen Augen. Nicht... in Ohnmacht fallen... Nicht... sterben. Arkanis Anspannung löste sich langsam. Er hatte einfach nicht mehr die Kraft, weiterhin so verkrampft zu sein. Noch immer baumelte der Anhänger vor seinem Gesicht. Angestrengt blickte Arkani ihn an, einfach, damit er sich wachhalten konnte. Niemand sagte etwas, nur ab und zu keuchte Celebi. „Du schaffst es“, flüsterte Arcaine. Arkani war sich nicht sicher, aber er glaubte instinktiv, dass sie weinte. Der Anhänger schwankte leicht hin und her. „Habe...es...gleich...geschafft“, keuchte Celebi heiser. Er war in einer Traube aus blauem Licht. Arkani hatte kaum Kraft zu atmen. Es war, als wäre nach und nach alles erstarrt. Seine Pfoten, seine Beine. Auch seine Hüfte war taub. Nur Brustkorb und Kopf konnte er noch leicht bewegen. Arkani starrte ins Leere. Vielleicht war das hier noch schlimmer als Schmerz. Sein Atem ging flach. Und die Starre hatte fast sein Herz erreicht. Wenn es erstarrte war er tot, das wusste Arkani. Celebi stieß einen heiseren Schrei aus. Arkani versuchte, wieder irgendetwas zu betrachten. Er musste sich an etwas festhalten! Vor ihm war noch immer der bebende, kleine Stein an der Schnur. Arkani blinzelte und konzentrierte sich auf das rote Etwas vor seiner Nase. „Fast...“, flüsterte Arceus. Undeutlich nahm Arkani wahr, wie Celebi die Augen zusammenkniff. Er konnte nicht mehr. Arkani gab nicht mehr viel her und er war einfach nur noch erschöpft. „Ce...le...bi“, brachte Arkani heraus. „Ni...cht...“ Er brach ab. Auch er konnte nicht mehr. Eisern krallte er sich nur noch an allem fest, was ihn am Leben hielt. Der Stein, Arcaine, seine Mutter, die Gefahren die er gemeistert hatte. „Nicht aufgeben“, wisperte Arcaine an seiner Stelle. Celebi öffnete die Augen wieder. Er sah neu entschlossen aus. Ohne zu antworten breitete er die Arme aus. Der letzte Kraftakt. „Biiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii!“ Arkani kämpfte. Kälte und Leere wollten in sein Herz eindringen. Gengar. Dialga. Darkrai. Arceus. Celebi. Arcaine. Palkia. Alle zählten jetzt auf ihn. Die Pokémon die im Krieg gestorben waren. Er dachte unwillkürlich daran, wie einer seiner Brüder, Arkle, mal spaßeshalber alle möglichen Wörter für ‚sterben‘ gesagt hatte. Ins Gras beißen, abnibbeln, grippieren, sterben, tot sein, verröcheln, verhungern, verdursten, zerquetscht werden... Diese Gedanken waren nicht gerade aufheiternd, aber sie halfen ihm durchzuhalten. Mit aller Kraft kniff er die Augen zusammen. Nicht aufgeben. Sein Herz pochte nicht mehr regelmäßig. Er atmete flach und unregelmäßig. Dann durchbrach die Kälte seine Barrikade. Sein Herz verstummte. Sein Atem versiegte. „Celebi hat es geschafft!“ Arceus‘ Worte erreichten Arkani gerade noch. Und mit einem schwachen Lächeln auf den Lippen gab er sich dem Tod.

ENDE
Epilog:
Dank dem Mut und der Entschlossenheit der Arkanigeschwister wurde der Krieg im Keim erstickt und überall kehrte wieder Ruhe ein. Die Zukunftswelt war nicht länger ein grauer, trostloser Ort sondern glich wieder der Gegenwart. Alles war wieder gut. Nur eine Sache war ein Rätsel. Nachdem der Krieg abgewendet war, hatte niemand Darkrai gesehen, noch nicht einmal Arceus wusste, wo er war. Die Geschichte von Arkani und seiner Schwester verbreitete sich schnell, wurde ausgeschmückt und viele hielten sie nur noch für eine Legende. Und so einigte man sich darauf, dass ‚The Legend Of Arceus‘ nicht länger die alte Prophezeiung war, sondern diese neue Geschichte.

Falls zwischendrin noch was eigentlich hätte kursiv sein sollen verzeiht mir xD

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Re: The Legend of Arcreus

Beitrag von Pokemonfan 1. am Di 29 Sep 2009, 17:33

Leider kein Happy End ....naja mal was anderes!


Aso....Admin du kannst das thema jetz frei geben!


Zuletzt von Pokemonfan 1. am Di 29 Sep 2009, 17:33 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet (Grund : Hab was Vergessen)

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Re: The Legend of Arcreus

Beitrag von Admin am Di 29 Sep 2009, 17:34

ok mache ich----frei!.......coole Story!

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