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Immer freier werdener Kapitalbezogender Markt

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Immer freier werdener Kapitalbezogender Markt

Beitrag von Marvin am Di 12 Feb 2013, 20:55

Hallo,
eben habe ich ein tolles Video auf Youtube gesehen, welches ich kommentieren wollte - mir wurde aber von Youtube mitgeteilt, dass ich auf Youtube nur kommentieren darf, wenn ich mit ein Google Konto mache - dies wiederum wird dann mit einem Picasa Konto verknüpft .. welches natürlich auch extra angelegt werden muss.

Eigentlich wollte ich meine Meinung unter dieses Video schreiben. Da ich aber Facebook und Youtube habe, lasse ich das lieber, denn noch Transparenter möchte ich für das Internet nur ungern sein.

Hier ist meine Frage an euch: Merkt ihr in eurem Alltag schon die Endfesselung des Marktes? Sind, im besonderen Bezug auf das Internet, diese ganzen Verknüpfungen ein Vorteil für uns, weil es bequemer ist, oder doch eher ein Nachteil?

In dem Video wird ein schöner Bezug auf den Wert von allem gezogen.. wie stark kontrolliert uns das Geld?

Ein kleiner Exkurs in die Politik: Seit dem Krieg, eher gesagt: Seit Ludwig Erhard hat die Bundesrepublik offiziell die "soziale Marktwirtschaft" als Wirtschaftsordnung - diese Definiert sich, dass Armut beseitigt wird, für alle Gesorgt wird, keine Preisabsprachen stattfinden und der optimale Preis gefunden werden soll. Trifft das heute noch zu?

Im Fernseh, in Interviews, wenn ein Linksorientierter Politiker einem liberalem Politiker sagt, wir lebten im Kapitalismus, widersprechen diese gar nicht mehr. Früher haben sie wenigstens noch widersprochen. Aber die Linke, ein Teil von SPD und Grünen, sowie mehrere Kleinparteien sagen öffentlich, dass wir im Kapitalismus leben (manche gehen noch weiter), CDU und FDP widersprechen da aber inzwischen gar nicht mehr..

Tut die Wirtschaft denn noch alles für jeden? Leben wir in einer Welt bzw. einem Land, in dem jeder die gleichen Chancen hat, oder bestimmt das Geld inzwischen mehr als Moral und Sitte?

Inzwischen ist doch beinahe alles bezahlbar, spontan fällt mir nichts ein, was man sich nicht mit Geld kaufen kann - Zuneigung, Freunde, Sachwerte, Bildung, ein Stück weit sogar die Richtigkeit. (Der Gewinner schriebt immer die Geschichte) .. wer ist der Gewinner - meist der mit dem meisten Geld.

Viele Fragen, ich hoffe, dass überhaupt jemand bis hier gefolgt ist

Marvin
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Re: Immer freier werdener Kapitalbezogender Markt

Beitrag von Daniel am Di 12 Feb 2013, 21:38

Heute werden einige Dinge verkauft, die man einfach nicht verkaufen sollte. Geld kontrolliert uns viel zu stark, und der Staat muss, wie in dem verlinkten Video erwähnt, den Markt einschränken.

LetsDenk schrieb:Es gibt einige Bereiche des Lebens, in denen der Markt nichts zusuchen hat.

Daniel
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Re: Immer freier werdener Kapitalbezogender Markt

Beitrag von Sabbo am Di 12 Feb 2013, 21:57

@Marvin schrieb:In dem Video wird ein schöner Bezug auf den Wert von allem gezogen.. wie stark kontrolliert uns das Geld?
Ich würde sagen, dass Geld immer eine Geissel der Menschheit sein wird, bzw die Gier danach...ärmere Länder werden ausgebeutet, um ihre Ressourcen betrogen, Macht- und Geldgier stellen für mich zentrale Probleme dar, auch in der Wirtschaft.

Es ist doch gar nicht gewollt, dass es ärmeren Ländern besser geht, sonst könnten wir doch nicht mehr davon profitieren, dass sie sich beispielsweise auf ihren Kaffeeplantagen für uns abrackern...oder C & A- Pullover in schäbigen Fabriken für uns nähen...

Sind wir doch mal ehrlich, in der heutigen Wirtschafts-und Arbeitswelt geht es in erster Linie um Effizienz, soll heißen mit wenig Aufwand den größtmöglichen Gewinn zu erbringen und dabei kommt es immer mehr zu Abstrichen beim sozialen Faktor.


@Marvin schrieb:Seit Ludwig Erhard hat die Bundesrepublik offiziell die "soziale
Marktwirtschaft" als Wirtschaftsordnung - diese Definiert sich, dass
Armut beseitigt wird, für alle Gesorgt wird, keine Preisabsprachen
stattfinden und der optimale Preis gefunden werden soll. Trifft das
heute noch zu?



Ich denke, dass die Dunkelziffer der Unternehmen, die Preisabsprachen getroffen haben und bisher noch nicht erwischt wurden, hoch ist...namhafte Unternehmen wie Mars, Dr. Oetker oder Kraft sind da ja schon mal in Verruf geraten und ich denke, dass es noch viele andere gibt, die es bisher sehr geschickt angestellt haben und noch nicht verdächtigt wurden.

Extrem finde ich auch die Umlage der Stromkosten....da scheffeln sich Konzerne auf Kosten der Verbraucher die Taschen voll, preissenkende Effekte werden schlichtweg nicht an Nutzer weitergegeben und dieser hängt da unfrei an der Kandarre, wenn er nicht bald zuhause Kerzen aufstellen möchte...



Tut die Wirtschaft denn noch alles für jeden? Leben wir in einer Welt bzw. einem Land, in dem jeder die gleichen Chancen hat, oder bestimmt das Geld inzwischen mehr als Moral und Sitte?

Nein, die Wirtschaft tut imo nur für die Menschen etwas, die funktionieren, die Profit bringen und das auf Dauer...wer ausfällt, kann seine Koffer packen, bzw interessiert er dann für den Markt nicht mehr...immer mehr Menschen erkranken an einer Burn-Out Depression, verlieren ihre Arbeitsplätze, weil sie ihrer Familie Zeit widmen möchten, beispielsweise in Elternzeit gehen....die Wahrscheinlichkeit, dass eine Schwangere später den Wiedereinstieg im gleichen Job schafft, ist gering...

Daran erkennt man doch, worum es eigentlich geht, garantiert nicht um menschliches Wohl...wieder einmal stehen Gewinn und Effizienz im Vordergrund. Ansonsten würde es ja nicht dazu kommen, dass diese Menschen ihren Job verlieren...

Und dass Kinder aus sozial schwachen Familien kaum Zukunftschancen haben, bzw sozial schwächer Gestellten der Zugang erschwert wird, ist ja kaum von der Hand zu weisen...diese Situation wird sich weiterhin verschärfen...

Gier liegt leider in der Natur vieler Menschen, bzw wird immer die Möglichkeit bestehen, dass Geld und Macht in der Hand von Menschen großes Unheil anrichten...oder das eine zum anderen führt, zuviel Macht entfesselt Gier und Gier kann ein Grund für Machtmissbrauch sein...

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Re: Immer freier werdener Kapitalbezogender Markt

Beitrag von Marvin am Di 12 Feb 2013, 22:37

@Sabbo schrieb:Gier liegt leider in der Natur vieler Menschen, bzw wird immer die Möglichkeit bestehen, dass Geld und Macht in der Hand von Menschen großes Unheil anrichten...oder das eine zum anderen führt, zuviel Macht entfesselt Gier und Gier kann ein Grund für Machtmissbrauch sein...
Ich stimme dir in jedem Punkt zu, außer diesem. Der Mensch entwickelt sich zu 70% aus seiner Umgebung und äußeren Einflüssen. Nur sehr wenig ist vorgeschrieben. Wir kennen zwar alle schon aus dem Kleinkindalter das eingeschnappte zerstören von anderen Türmen, wenn sie größer sind als unserer, aber das macht uns ja irgendjemand vor.. und, die Gier kommt meistens nur auf, wenn jemand anders noch mehr hat.

Extrem finde ich auch die Umlage der Stromkosten....da scheffeln sich
Konzerne auf Kosten der Verbraucher die Taschen voll, preissenkende
Effekte werden schlichtweg nicht an Nutzer weitergegeben und dieser
hängt da unfrei an der Kandarre, wenn er nicht bald zuhause Kerzen
aufstellen möchte...
Höhö, warum denn? Ich bekomme Geld dafür, dass ich erneuerbare Energien baue, kassiere massenhaft viel Geld und kassiere dann noch von den Bürgern die Umlage.. achso, und als Argument kann ich ja immer nehmen: "Ihr wolltet die Energiewende, dann müsst ihr sie auch bezahlen" - würde ich das nicht sagen, müsste ich mich ja beeilen oder so ..

Ich fand schon ab der 7. Klasse, auch durch die Beobachtung von Erwachsenen, dass wir immer mehr Abgetrimmt werden: Arbeiten, Profit Bringen und weiter Arbeiten. Bloß nicht aus der Reihe tanzen. Eine Partei, welche ich mag, hat das mal mit einer Rolltreppe vergleichen. Auf der einen Seite geht die Rolltreppe von alleine Hoch, ohne dass man sich bewegen muss und die zweite Rolltreppe führt nach unten und man muss fast hoch rennen, um an der gleichen Position zu bleiben. Laut Definition dürfte dies doch in unserer Wirtschaftsordnung nicht passieren, oder nicht?

Btw. dieser Ständige Wachstum geht mir auch so ziemlich auf den Keks.. woher oder was soll denn wie Lange noch wachsen? Wenn es mal kein Wirtschaftswachstum gibt, wird schon fast von ner Krise geredet (wobei seit der Banken-Krise hat das Wort "Krise" wohl ne schärfere Bedeutung )..wir haben begrenzte Ressourcen auf diesem Planeten, aber wichtig ist ja unser Wachstum, damit bloß alles billiger Produziert werden kann. Arbeitsbedingungen und Inhaltsstoffe sind ja egal..

Wo wir gerade bei Banken Krise sind - WARUM verkauft eigentlich Deutschland (ohne Zinsen) Geld an die Deutsche Bank, damit diese das Geld dann zu einem Zinssatz von 3% an Griechenland/Portugal/Spanien/etc. verkaufen kann? Anstatt wir das gleich machen o.O

Und warum bitteschön verschuldet sich Deutschland so stark, dass neue Kredite aufgenommen werden, um die alten Kredite abzuzahlen?

Irgendwann kommt doch mal der Punkt, an dem die Qualität nicht schlechter sein kann, die Produktion nicht billiger, die Arbeitsbedingungen nicht schlechter, das Leben nicht stressiger sein kann, oder nicht - warum will man das abwarten? Warum sprechen Politiker im TV schon vom Kapitalismus, würden das Wort im Bundestag aber nie ins Wort nehmen, warum fordern inzwischen schon CDU (!!) Abgeordnete eine neue Wirtschaftsordnung, welche eine Mischung zwischen unserer Derzeitigen und dem Marxismus ist? (was ja die SPD früher auch wollte..)

//EDIT: So viele Fragen habe ich wohl noch nie an niemanden in einem Beitrag gestellt

Marvin
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