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Das Ende Einer Reise

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Das Ende Einer Reise

Beitrag von Fizz am Do 01 Aug 2013, 16:28

Ich war schon lange nicht mehr hier im Forum und habe auch lange nichts mehr geschrieben, darum wird diese kleine Kurzgeschichte ein Comeback in doppelter Hinsicht. Viel Spaß!
(Über konstruktive Kritik freue ich mich immer)


Die blechernen Töne des alten Radios flossen im Einklang mit dem Gezwitscher der Taubsis durch eine kleine Kammer. Es war eine sommerlich leichte Sinfonie und sie passte perfekt zum warmen Sonnenschein und dem fröhlichen Einklang des kleinen Dorfes Alabastia. Professor Eich saß an einem alten, unordentlichem Schreibtisch in besagter Kammer und klopfte mit seinem Finger im Takt der Violine, die sich elegant durch die Komposition schlängelte. Die Melodie klang erwartend, ja, fast auffordernd. Der Höhepunkt des Stückes war fast erreicht. Die Instrumente wurden lauter und lauter. Ein Hauch von Abenteuer lag in der Luft.


Dann flog eine Tür auf. Gedämpft konnte der alte Professor Kinderstimmen hören. „Professor, wo bist du? Professor?“
Langsam erhob sich Eich und öffnete die Tür, die von seiner kleinen Kammer, deren Tür mit dem Schriftzug „Privat“ geziert war, in das Labor führte. Dort tollten drei Kinder herum, zupften an den Kitteln der Labor-Helfer und spielten mit ihren Spielzeug-Pokebällen. Als sie jedoch Eich sahen, hielten sie inne und liefen fröhlich auf ihn zu. Der alte Mann lachte über ihre stürmische Begrüßung. „Na, Kinder was... Hey, Marc, nicht meinen Laborkittel klauen, du kleiner Racker,“ wohlwollend strubbelte er dem kleinen Jungen durch sein schwarzes Haar, während der mit einem Arm in den viel zu großen Kittel schlüpfte, „Was führt euch heute hier her, Kinder?“
„Wir wollen, dass du uns deine Pokemon zeigst, Opa!“ sagte der zweite Junge, er hatte dunkelbraunes Haar und trug ein blaues T-Shirt. Eich kannte dieses T-Shirt von irgendwo her, doch es fiel ihm beim besten Willen nicht mehr ein. Er hob den Jungen hoch und setze ihn sich auf die Schulter. „Was, Chris, schon wieder? Ich habe noch überhaupt keine neuen Pokemon hier musst du wiss...“ Doch da wurde er von dem letzten der Kinder, einem Mädchen mit ebenfalls braunen Haaren und strahlend blauen Augen unterbrochen. „Professor, wir wissen genau das du neue hast, Gary hat es uns doch erzählt.“
Professor Eich sah auf und erblickte tatsächlich seinen älteren Enkel. Gary lehnte im Türrahmen und grinste seinen Großvater an. Eich musste unweigerlich auch lächeln. „Okay Kinder, ihr habt mich ertappt, ich habe tatsächlich ein paar neue Pokemon gefangen. Ihr werdet erstaunt sein! Aber jetzt geht erstmal draußen ein wenig spielen, dann komme ich gleich raus und zeige sie euch.“
„In Ordnung Professor Eich!“ riefen die Kinder im Chor und stürmten lachend an Gary vorbei aus dem Labor. Eich ging nun auf ihn zu, während dieser immernoch frech grinste. „Sag mal, wie kommt es eigentlich das du von den Pokemon weißt die ich bekommen habe, Gary? Stellst du mir etwa nach?“ fragte der Professor scherzhaft. „Natürlich nicht, Opa. Ich habe nur gesehen wie du gestern Abend mit drei auffällig polierten Pokebällen in dein Labor spaziert bist.“
Eich lächelte und musterte seinen Enkel von oben bis unten. „Na, Gary, wie läuft es in deiner Arena? Ich hörte du konntest bisher jeden deiner Kämpfe gegen Herausforderer gewinnen.“
Gary hob stolz die Brust. „Das stimmt auch, nunja, fast. Einmal habe ich verloren. Moment, da ist er ja schon, wenn man vom Teufel spricht.“ rief Gary mit Blick aus dem Labor heraus. Ein etwa 15 Jähriger Junge mit roter Kappe und einem beschwingten Lächeln auf den Lippen trat auf das Labor zu. „Hey Gary, Hallo Professor Eich.“ Der Professor weitete erstaunt die Augen. „Red! Meine Güte ist das lange her seit ich dich zuletzt gesehen habe! Lass dich anschauen, du bist genauso groß geworden wie Gary. Na sieh dir das an. Ich erinnere mich noch genau wie ihr eure ersten Pokemon bekommen habt. Du, Red mit deinem Glumanda und Gary mit seinem Schiggy. Ich glaube ich habe sogar noch ein Bild irgendwo hier...“
„Ach Opa,“ sagte Gary während er und Red sich angrinsten, „das ist doch schon fünf Jahre her. Damals waren Red und ich ja auch noch Rivalen, stimmt's Red?“ Er lachte auf. „Stimmt ja, man, das kann ich mir heute fast gar nicht mehr vorstellen, das waren noch Zeiten, als wir auf die Jagd nach Orden gegangen sind.“ Gary sprang sofort darauf ein. „Stimmt, und jetzt bin ich selbst Arenaleiter. Das hätte ich mir nie träumen lassen.“ Red nickte sanft. „Ja, ich mir auch nicht! Man, was doch so alles passiert, in nur fünf Jahren!“ Dann drehte er sich zu Professor Eich, der dem fröhlichen Austausch von Geschichten bis jetzt gefolgt war. Dann sprach er weiter. „Aber sag mal, Professor, warum hast du mich eigentlich hier her eingeladen. Du hast gesagt, du müsstest mir etwas wichtiges sagen.“
Gary schaute verwundert. „Du hast ihn hier her eingeladen? Und was musst du ihm den sagen?“
Eich zog drei Stühle heran und ließ sich auf einen von ihnen fallen. „Setzt euch doch, bitte. Genau genommen habe ich euch beiden etwas zu sagen. Wie ihr mit Sicherheit wisst, bin ich nicht mehr der Jüngste. Und nun, da allmählich die Knochen einrosten, habe ich meine Pokemon, mit denen ich mich nun so lange befasst habe, der Obhut meiner Laborkollegen überlassen. Doch zwei meiner Gefährten, um genau zu sein meine ersten beiden Gefährten, die mich nun schon seit über 50 Jahren auf Schritt und Tritt begleiten, will ich an zwei besondere Personen geben. Ich will das sie weiterhin Abenteuer erleben, und auch wenn ihre beiden denkt ihr hättet euer Abenteuer schon abgeschlossen, glaubt mir, ihr seid noch ganz am Anfang eurer Reise.“ Er machte eine kurze Redepause. Keiner der beiden Teenager sagte ein Wort. Dann fuhr Eich fort. „Damals gab es noch keine festgelegten Starter-Pokemon. Das einzige was man zum Beginn seiner Reise bekommen hatte war ein einziger Pokeball. Viele hatten Pech und fingen sich ein Pokemon das nicht im Ansatz zu ihnen passte, doch ich habe scheinbar genau das richtige Pokemon gefangen. Er zog einen alt aussehenden, verkratzten Pokeball aus seinem Gürtel. Er warf ihn und nach einem grellen Lichtblitz kam ein Fukano zum Vorschein. Anders als wilde Fukano, die extrem scheu sind und andere Lebewesen immer sofort mit der Attacke Brüller in die Flucht schlagen, blieb dieses Fukano ruhig und tapste auf Professor Eich zu, sprang dann hoch und machte es sich auf seinem Schoß bequem. Aufmerksam blickte es in die Runde. „Dieses Fukano war ewig mein Partner. Doch ich kann ihm nichts mehr bieten. Es ist immernoch voller Energie und braucht einen jungen Trainer. Gary, ich schenke es dir als meinen Enkel. Es wird dich bestimmt mögen.“ Eich entließ das Pokemon aus seinem schoss und streichelte ein letztes Mal sein Fell. Dann gab er es Gary in die Hand, der es auch sofort kraulte. Das Fukano gab einen wohligen Laut von sich, doch als es die Situation erfasste und sah wie sich sein langjähriger Trainer von ihm entfernte, wand es sich in Garys Hand, wollte wieder in den bekannten Schoss von Professor Eich hüpfen und sich an ihn schmiegen. Traurig jaulte das Fukano und während Gary es losließ und den Pokeball zur Hand nahm sprang es wieder auf Eich zu und gerade als es den letzten Sprung auf den alten Mann zumachte wurde es von dem Pokeball erfasst und es verschwand in seinem inneren. Ergriffen von diesem Szenario begann Gary zu sprechen. „D...danke Opa! Das bedeutet mir wirklich viel!“ Er schluckte. Auch Professor Eich schien etwas berührt zu sein. Mehr zu sich selbst als zu seinem Enkel sagte er. „Es wird sich bestimmt bald an seinen neuen Trainer gewöhnen.“ Dann schaute er Red an. „Mein zweites Pokemon habe ich schon bald nach Fukano bekommen. Ich hatte mir noch nicht einmal Pokebälle gekauft, da traf ich auf einer Lichtung im Vertania-Wald ein Nidorino. Es hatte wohl zuvor gekämpft und lag kraftlos dort. Ich habe es damals mit meinen jungen Händen bis zum nächsten Pokemon-Center getragen. Sie konnten es zum Glück wieder auf die Beine bringen und von da an folgte es mir freiwillig ohne einen Pokeball. Schließlich habe ich es doch noch eingefangen und jetzt soll es in deinen Besitz übergehen Red. Ich weiß, du wirst gut für es sorgen, schließlich bist du ein guter und zuverlässiger Trainer. Hier.“ Er warf den zweiten Pokeball an seinem Gürtel und ein Nidorino kam zum Vorschein. Mit treuem Blick trottete es auf den Professor zu und schmiegte sich an sein Bein, wobei er mit seinen Stacheln den Stoff zerriss. Eich lachte: „Na los mein kleiner Tollpatsch, das da ist dein neuer Trainer. Komm schon, begrüße ihn.“ Doch Nidorino wollte nicht. Traurig schaute es zu Professor Eich auf und knabberte sanft an seiner zerrissenen Hose. „Es ist okay wenn er bei ihnen bleiben möchte, Professor.“ Eich schüttelte den Kopf. „Nein, nein. Es ist für ein Pokemon immer schwer, den Trainer zu wechseln, doch es kann den alten Trainer auch vergessen.“ Red schaute das Nidorino bedauernd an. „In Ordnung, na los, komm her.“ schwerenherzens nahm er den Pokeball zur Hand und holte das Nidorino ein.
Professor Eich schaute die beiden an und meinte, um einen fröhlichen Ton bemüht: „Ihr werdet viel Spaß mit euren neuen Partnern haben, so wie ich es jahrelang hatte. Das war es, meine Kinder. Meine Reise ist nun beendet, danke das ihr mir dabei geholfen habt. Und nun los, auf in neue Abenteuer, ich muss den Kindern ein letztes Mal meine Pokemonsammlung zeigen, bevor ich sie den Labor-Helfern überreiche.“
„Auf Wiedersehen Professor, ich komme Sie bald wieder besuchen.“ rief Red während er zur Tür heraus ging.
„Tschüss Opa, ich muss wieder in meine Arena, aber auch ich schaue bald wieder vorbei.“ sagte Gary und rannte Red hinterher. Leise konnte Professor Eich ihn noch hören, wie er Red zurief: „Warte mal Red, lass uns doch mal wieder kämpfen. Meine Pokemon sind wieder stärker geworden seit dem letzten mal!“
Still lächelnd ging Eich zurück in seine Kammer. Auf dem kleinen Schreibtisch stand eine Palette mit Pokebällen. All seine Gefährten waren dort, auch die vier anderen Pokemon, die er bei seiner ersten Reise gefangen hatte. Der alte Professor hielt inne. Er setzte sich hin und starrte die vier besonders verkratzten Pokebälle an. Seine ersten Tage als Pokemontrainer flossen an seinem geistigen Auge vorbei. Er fühlte sogar ein wenig Wehmut. In Gedanken und Erinnerungen verloren ertappte er sich dabei, wie er an die Zeit zurück dachte, als er so alt gewesen war wie sein Enkel und wie Red. Dann drangen Töne an sein Ohr. Das alte Radio spielte eine langsame, leise Melodie. Sie klang wie ein Ausklang. Doch dann hoben sich die Töne wieder und eine Violine führte das ganze Orchester an.
Die Melodie klang erwartend, ja, fast auffordernd.
Der Höhepunkt des Stückes war fast erreicht.
Die Instrumente wurden lauter und lauter.
Ein Hauch von Abenteuer lag in der Luft.

ENDE

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Re: Das Ende Einer Reise

Beitrag von Chimney am Do 01 Aug 2013, 19:24

Das ist eine wirklich schöne Geschichte!
Ich schreibe selber gerne Geschichten und deine ist einfach sehr gut geschrieben. Du hast dich an vielen Stellen sehr gut ausgedrückt und eine sehr gute kurzgeschichte geschrieben. Liest du viel? Weil es nämlich danach aussieht. Ich finde die Geschichte ist gut geworden, vor allem das Ende fand ich sehr schön. Auf jedenfall hast du Talent, vielleicht kannst du mir mal Tipps geben.

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Re: Das Ende Einer Reise

Beitrag von Fizz am Do 01 Aug 2013, 20:10

Danke für das Lob! Ich lese inzwischen gar nicht mehr so viel, aber ich schreibe auch außerhalb der Fanfictions Kurzgeschichten oder auch Romane (konnte aber noch keinen zuendebringen).
Wenn du willst, gebe ich dir gerne ein paar Tipps, du könntest mir ja eine deiner Geschichten per PN schicken oder du stellst eine ins Forum (falls es eine Fanfiction ist), dann kann ich dir ein Feedback geben.

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