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Soul Eater - Dance of Madness

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Soul Eater - Dance of Madness

Beitrag von Sanchez619 am Do 23 Okt 2014, 00:57


The following three couples have qualified for the finals of this tournament...“
Soul Eater - Dance of Madness
Vorwort

Herzlich Willkommen zu meiner Fanfiction! Da mittlerweile ja jeder wissen sollte, was mein Lieblingsanime ist(und mein Lieblingscharakter), sollte euch das Thema nicht überraschen. Da ich gerne sehr viel Zeit in das Schreiben von RPGs aufwende, fand ich, dass ich auch eine Geschichte veröffentlichen sollte, die nur von mir stammt und mit der ich mich auch vollkommen verbinden kann. Außerdem gibt das Soul Eater-Universum einem so viele Anstöße zur Interpretation und offenen Raum für weitere Entdeckung. Deswegen sollte diese Fanfiction recht guten Boden haben und auch Potential, mal richtig lang zu werden...

Genre

Action/Shonen

Warnung!

Die Geschichte wird so gut es geht im Stil des Anime verfasst sein. Macht euch also auf wilde Kämpfe und grausige Darstellungen gefasst(„Fanservice“ werde ich explizit herausnehmen...)

Setting

Unsere Protagonisten befinden sich an der DWMA of Europe, die sich zufälligerweise nicht weit von meinem Wohnort befindet^^. Genauer gesagt befindet sie sich in der Walhalla bei Donaustauf, welche quasi eine Nachbildung der Akropolis in Athen ist. Derzeit befinden wir uns im Jahre 2012 und wir begleiten die Meisterin Veronica Ebony und ihren Partner Daniel West auf ihren gemeinsamen Schulalltag an der europäischen Shibusen. Sie beiden werden von zwei weiteren Meistern Unterstützung bekommen, die ich euch noch vorstellen werde. Außerdem nur zur Erinnerung: Die Geschichte befindet sich in dem Soul Eater-Universum, wundert euch also nicht, wenn einige Charaktere aus dem Original und Soul Eater Not! auftauchen werden...

Copyright

Hier werden alle Charaktere aufgelistet, die ich aus dem originalen Manga/Anime für meine Fanfiction benutzen werde(Liste wird laufend aktualisiert):
Maka Albarn
Kimial Diehl
Jaqueline O. Lantern Dupré
Sid Barett
"Lord Shinigami" aka "Death the Kid"

Alle anderen Charaktere sind erfunden bzw eine Anspielung auf reale Menschen, die man kennen könnte(wenn ihr wirklich euch alles merkt, was ihr so in den Medien abspielt).
Zudem werden auch Kreaturen aus der griechischen Mythologie verwendet werden, die werde ich jetzt allerdings nicht alle auflisten, die entdeckt ihr schon selbst.
Der Text ist übrigens von Opus 115. No.1 von Mendelssohn: „Beati Mortui“ entnommen.
Alle Bilder werdet ihr auf der Google-Suche finden können.

Danksagung:
Erstmal an alle Schiggysboarder natürlich, denn ihr habt mir, wenn auch „nur“ online einen Kreis gegeben, in dem ich mich wirklich mit Pokemon beschäftigen konnte.
Dann noch an MegaLucarioX und ArcanePhoenix, meine treuen Oria-Begleiter, mit denen ich meinen Spaß am Schreiben gefunden habe und die wirklich mir Inspirationen für unser RPG geben.
Außerdem gilt mein Dank noch Bahamut und Purple Twist., gegen die ich meine ersten wirklichen CP- Wifi-Kämpfe machen durfte und hoffentlich auch noch machen werde Lachen.

Nachwort:
Der erste Post mit wirklicher Story kommt morgen nachts, da muss ich noch was dran feilen. Ansonsten wünsche ich allen mit meiner Fanfiction Spaß, vor allen denen, die Anime und auch Soul Eater lieben, und hoffe, ich kann euch ein bisschen mit meinen Texten die Zeit erheitern...

Euch allen liebe Grüße,

euer Sanchez619



Beati mortui in Domino morientes deinceps.
Dicit enim spiritus, ut requiescant a laboribus suis
et opera illorum sequentuur ipsos.“


Zuletzt von Sanchez619 am Mo 02 März 2015, 22:42 bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet

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Re: Soul Eater - Dance of Madness

Beitrag von Sanchez619 am Do 23 Okt 2014, 23:00

Prolog 1: Ein rhythmisches Paar
Veronica und Daniel - die Tänzer im Rhythmus der Seele


Weinheim, Deutschland
20.06.2012

„Warum?! Warum müssen wir immer die Aufträge bekommen, die irgendwo im Nirgendwo sind? Ist es Zuviel verlangt, dass wir zur Abwechslung mal wohin gehen, wo Zivilisation herrscht??!!“
Von den lauthalsigen Nörgeln seiner Partnerin genervt und von den argwöhnischen Blicken der Bewohner verfolgt, bog Daniel in Blitzes eile in eine Seitengasse ab, um etwas verschnaufen zu können—das Mädchen natürlich im Schlepptau.
„Veronica, was hast du immer für ein Problem mit unseren Auftragsorten? Meinst du ernsthaft, dass Kishin-Morphs sich die ganze Zeit in Millionenstädten aufhalten, wo wir sie mit Leichtigkeit aufspüren würden? Du hast dich an der Shibusen eingeschrieben, um die Welt vor der Bedrohung der Kishins aufzuspüren! Also zeig auch, dass du an dieser Sache ernsthaft interessiert bist!“
„Jetzt hör mal zu, mein Lieber: Wer von uns beiden ist der Meister und wer die Waffe? Wer wollte wie kein anderer mit mir zusammen ein Team bilden? Kannst du mir das sagen, Daniel?“
>Jetzt kommt sie schon wieder damit!<, dachte sich Daniel. >Ich beschwichtige sie am besten und erledigen den Auftrag so schnell wie möglich, ansonsten bekomme ich noch die Krise...<
„Weißt du was, Veronica? Bringen wir den Auftrag einfach so schnell wie möglich hinter uns und kehren zur Walhalla zurück. Der Treffpunkt ist sowieso gleich um die Ecke, also lass uns gehen!“
Die Meisterin wandte beleidigt ihren Blick von ihrem Partner ab. Sie konnte es noch nie leiden, Kritik zu bekommen; noch schlimmer war es, wenn diese Person ihr gleich- oder niederrangiger war, dafür ist sie einfach zu stolz. Doch eigentlich wollte sie umso mehr von diesem Ort verschwinden, deshalb schnauzte sie:
„Von mir aus! Geh du voran, Lord Thanatos hat ja schließlich dir die Koordinaten mitgegeben!“


Am Sepp-Herberger Stadion angekommen gingen sie schließlich über die Gasttribüne in das Moderatorenhaus, wo die beiden ein Mitarbeiter der DWMA of Europe treffen sollten.
„Es ist unheimlich hier, Daniel! Weshalb sind am helllichten Tag überhaupt keine Leute in einem Fußballstadion, verdammt nochmal? Man sollte meinen, dass wenigstens ein paar Angestellte hier ihr Unwesen treiben würden...“
„Ganz ruhig, meine Liebe. Unser Kontaktmann müsste sich hier drinnen aufhalten. Wenn du noch etwas erledigen musst, dann tu es lieber jetzt, denn wir werden später kaum mehr Zeit haben. Sobald wir den genauen Daten der Mission haben, legen wir los. Bist du bereit?“
Veronica nickte kurz, worauf Daniel sich ein wenig entspannen konnte. Immer wenn sie nämlich aufhörte, große Reden zu schwingen, lag es daran, dass ihre gesamte Konzentration auf die Mission gerichtet war. Er öffnete die Tür, ließ seine Partnerin eintreten, verschloss die Tür und sah sich in jenem Raum um. Das Licht, welches durch das Fenster zum Spielfeld schien, erhellte zwar die ganze Kabine, jedoch war außer den beiden keine Menschenseele anwesend.
„Das kann doch nicht sein! Laut Regel #137 der Shibusen—Generalvorschriften hat der Kontaktmann immer vor den Auftragnehmern am Ort zu sein. Veronica, kannst du irgendjemand anderes spüren?“
Seine Meisterin antwortete nicht. Sie war zu sehr darauf konzentriert, ihre Seelenwahrnehmungswelle zu fokussieren. >Nur ganz schwach ist es, aber etwas ist hier. Vielleicht ein Seelenfragment? Oder eine Wellensender? Ich komme ihm immer näher...<
Von ihrem Spürsinn geleitet trat Veronica langsam in Richtung Kommentatorenpult. Dort hielt sie kurz inne, dann öffnete sie bestimmt eine Schublade und nahm aus dem Stapel an Papier eine kleine Notiz hervor. Ein Totenschädel war auf dem unteren Teil abgebildet.
„Hier, Daniel. Kannst du mit diesem Dokument etwas anfangen?
„Eine verschlüsselte Nachricht. Anscheinend hat unser Kontaktmann seine Nachricht nach dem One-Time-Pad codiert. Allerdings nützt uns diese Tatsache nichts, wenn wir nicht den Schlüssel kennen...“
„Warte mal kurz, Daniel!“ Ein weiteres Mal konzentrierte Veronica ihre Seelenwellen auf die Nachricht, um mit ihr in Resonanz zu kommen. Als ihr es kurz darauf gelang, nahm sie eine Reihe an Lautkombinationen an, die in ihren Ohren keinen Zusammenhang ergaben.
„Scheinbar scheint eine Art System in diesem Dokument enthalten zu sein. Versuch doch bitte, hinter die Bedeutung dieser Zahlen- und Buchstabenfolge zu kommen, Daniel...“
„Okay. Ich klinke mich kurz ein!“
Die beiden reichten sich die Hand und schlossen die Augen.
>Seelenresonanz!!!<
Eine blaue Aura umschloss Veronica und Daniel. Jedoch erschienen in dieser ungewöhnlicherweise eine Art Buchstabenrechnung, die Daniel als den Verschlüsselungscode erkannte. Deshalb passte er seine Seelenwellen dem Code an und projizierte sie an die gegenüberliegende Wand.
Dort war nun folgende Nachricht zu sehen:

An die Schüler des Lord Thanatos,


es tut meiner Partnerin und mir leid, dass wir euch nicht persönlich kontaktieren konnten, doch die Lage ist äußerst ernst: In einem unerwarteten Moment überfiel der Kishin-Morph unseren Stützpunkt in Weinheim an und konnte von den stationierten zehn Leuten allen außer uns beiden die Seelen rauben und vertilgen. Er ist kurz davor, das letzte Stadium zu erreichen. Wir wollten eigentlich die Sachen selbst erledigen, aber Lord Shinigami hat uns für eine dringende Sitzung zurück nach Death City beordert. Daher muss ich leider euch den Auftrag aufdrücken.
Über den Seelensplitter solltet ihr alle nötigen Informationen erhalten. Wir wünschen euch viel Glück und hoffen auf eure gesunde Rückkehr.


Sensei Sid Barett

Soviel zum Thema Kontaktmann“. Daniel war ziemlich enttäuscht. „Man sollte meinen, einen Meister der DWMA of America schickt Lord Shinigami nur, damit er seinen Soll auch auf jeden Fall erfüllt...“
Bilde dir nichts auf diese Leute ein, mein Kleiner. Sie sind genauso Leute der Shibusen, wie wir es sind. Warum sollten sie anders sein? Wir haben die Informationen, die sie uns geben sollten, also machen wir weiter. Wir müssen in Richtung Schloss, nicht wahr?“


Dddass waahr llecckeeerr! Nnnicht offftt bekooomnnt mman ein ssolllchhhhess Fffestmahl!“
Eine Aura des WAHNSINNS hatte sich über den BallsAAl gelegt. Düsterer Nebel umhüllte den ganzen Raum und begann seine oRDNUNG nach und NACH auseinANderzubrechen. dIE Kerzenleuchter hIngen von dem BoDEn hERAb und auf DeR decke wAR der BLUTROTE Teppich ausgerollt.
Hinter einem Vorhang des Wahnsinns war die Ordnung verschwunden. Nichts war mehr real, nichts mehr an seinem Platz, nichts mehr von Bedeutung...
GGJJAJAJAJAJAAAAA! Aachhh, tttut esss ggguut, vvvonnn derr äuuußßerrrennn Rreaaalitääät bbbefffreiiiit zzzu sssseinnn. Eerrrst, weennnnn ssichhh deerrrr Wwahnnnsinnn aaausssgebbbreiitetttt hhaattttt, kkannn dddiee eeeiggennee iinnnerree Rrreaaliitääät zzummm Vvorrrscheinnn kommen, dddeerr eieieiegentlliche Cchaarrakter eeiness jjjeden, wwellllcher vvvon ddeerrrr Ooorddnunugg unnntTERDRÜCKT WIRDDD!!!“
EiN klANG Von NiCHt beSCHRIEBbarer DISSONANZ hAllTe DuRCH dEn rAUm. nUN spieTEN Auch die fArbEN SpiELteN VerRÜCKT: NicHts wAr Mehr IN SeIner aLTen ORDNUNG, dIE WeLLen DeS wAHNsINNs üBErtoNTEN aLLES UND JEDEN.....:::::

Plötzlich wurde die Tür zum Ballsaal aus den Ankern geworfen. Von der äußeren Realität eingeholt, verschwand der Wahnsinn ins nichts. Am Eingang waren zwei etwas ältere Kinder zu sehen, ein Junge und ein Mädchen im etwa 12. Lebensjahr, beide in schwarz gekleidet. Auf dem kurz gehaltenen Samtkleid, welches von Strasssteinen nur so funkelte, sowie auf dem Overall des Jungen, dessen Stoff glänzte wie ein Edelstein, war ein Emblem befestigt:
>dderrr ttotenssschäädell dddess ssshiniiigaamiss! sschüülerrr deeerrr sshiiibusssenn. ddass ichchch nicchttt llaccche. wiwie kkööönt iihrrr eessss wwaagennn, mmmeeinee zzeremoniie ddesss Wahhnnsinns zu UNTERBRECHHHENNN!!!<
Eine spiralenförmige Speerspitze kam aus der Stirn des Kishin-Morphs. In kürzester Zeit färbte sie sich schwarz. Aus dem Schatten heraus hatte die Kreatur die beiden anvisiert, nun gab es keine Möglichkeit mehr, dass er sie verfehlen würde...
>DDDAS ISSST EUUUERR ENDE!!!<
In einer nicht menschlich wahrnehmbaren Geschwindigkeit raste der Kishin-Morph gen Boden und zerbarst den Boden in tausend Teile. Die Druckwelle hatte alles andere in einem Umkreis von drei Metern zerstört. Und doch...

Hast du vielleicht uns beide gesucht, mein Guter?“
Auf diese Worte hin lichtete sich die Staubwolke und gab dem Dämon die Waffenmeisterin zum Anblick. In ihren Augen die Gewissheit des Sieges gespiegelt richtete sie ihre Waffe direkt vor das Haupt des Monsters. Die platinernen Spitzen hatten sich zwischen den Kishin-Morph platziert, nur darauf wartend, ihr Opfer zu durchlöchern und seine Seele aufzusaugen.
Eiinnn Drrreiizzaccck? WwwWie inTerreSSSanttttt.......“
Obwohl er noch zwischen den Speeren der Waffe gefangen war, wandte sich der Kishin-Morph nach hinten, wohl der folgenden Wunden bewusst, um sich aus den Fängen der Meisterin zu befreien und seine Kraft zum Gegenschlag anzusetzen.
>Sei vorsichtig, Veronica! Ich habe seine maximale Schnelligkeit errechnet und sie kommt sogar an die unsere heran. Bleib wachsam, ein unaufmerksamer Moment und es ist vorbei...<
Wenn du meinst. Wollen mit dem ersten Tanz beginnen?“
>Nach dir, meine Liebe!<
Veronika nahm den Dreizack in ihre rechte Hand; die Spitzen gen Decke gerichtet. Aus dem nichts schien auf einmal ein Takt zu hallen, erst schwach, dann immer deutlicher, bis er im ganzen Saal laut und deutlich zu hören war.
> Ich habe den Raum auf unsere Seelenwellen angepasst. Jetzt bist du dran, Veronica! Jage diesen Dilletanten über das Parkett!<

Also gut: It's time for the first dance...“


Zuletzt von Sanchez619 am So 26 Okt 2014, 13:07 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Soul Eater - Dance of Madness

Beitrag von Sanchez619 am So 26 Okt 2014, 12:34



Nach diesen Worten preschte die Meisterin mit einem übermenschlichen Satz gegen den noch reifenden Kishin. Dieser wehrte den ersten Stoß des Dreizacks zur Seite und drängte seine Gegnerin an ihm vorbei, um so zum Schlag ausholen. In Windeseile wehrte Daniel in seiner Waffenform diesen Schlag ab. Vom Rückstoß überrascht taumelte der Dämon nach hinten und als er sich wieder stabilisierte, fiel sein Blick auf Veronica, die ihre Waffe in seinen Bauch gerammt hatte.
„Ist das alles, was du kannst? Wie konnte ein Schwächling wie du unsere Leute eliminieren?“
WwWIIlsstt dUU DaS wiRRklIcccHH WiSsEEn, dddU GgGöRRe? DdaNNn eerrfüllE iCh ddIRr DdieSseen WwunnscH!!“
Kaum hatte er dies gesprochen, löste sich die Gestalt des Kishin-Morphs in violetten Nebel auf. Auch dessen Seele war plötzlich nicht mehr aufspürbar.
Was ist passiert? Wie konnte der Morph meinen Angriff auf seinen vitalen Punkt abwehren?“
Beruhige dich, Veronica! Es ist alles in Ordnung. Der Morph beherrscht anscheinend Seelendivision, womit er seine Seele in mehrere einzelne Fragmente aufteilen kann Sie können in einem anderen Körper oder in eigener Manifestation materialisieren und unabhängig voneinander agieren.“
>Na klasse! Und was sollen wir dagegen unternehmen? Ich kann mitten im Kampf meinen Seelenspürsinn nur schwer verwen...<
Zuende konnte sie den Gedankengang nicht mehr führen, da sie anhand des Nebels einen Angriff von mehreren Gegnern ausmachen konnte. In letzter Sekunde konnte sie mit Daniel die drei Gestalten des Kishin-Morphs abwehren.
Metrenwechsel!!“
Vibrationen von außergewönlicher Stärke gelangten über den Dreizack in die Körpes der generischen Kreaturen. Durch diese Schwingungen wurde die Übertragung der Seelenwellen auf ihre Hüllen unterbrochen und so lösten sich ihre Erscheinungen auf.
Okay, Veronica. Ich habe die Schwingungen der Seelenfragmente analysiert. Du solltest jetzt alle Kreaturen mit derselben Seele fühlen können!“
Danke, Daniel. Aber trotz allem ist das nicht so einfach“, teilte Veronica ihrem Partner mit.
Der Nebel behindert den kontinuierlichen Fluss der Schwingungen.“ >Ich muss die Resonanz umstrukturieren, damit der Wahnsinn meine Seelenwellen nicht unterbinden kann... Komm schon, dieser Wahnsinn ist nicht sehr komplex; ich müsste jeden Moment durchbrechen...!!!<
Was ist los, Veronica? Warum bist du auf einmal so still geworden?“
Der Grund darauf ließ nicht lange auf sich warten: Plötzlich lichtete sich der Nebel und gab den hoch gelegenen Teil des Ballsaales frei. Überall waren die Abbilder des Kishin-Morphs verteilt, sodass sie die ganze Decke verdeckten.
AauufFFf SSSiIeEEE!!!“
Eine Welle an komplett identischen Monstern stürzten sich auf Veronica und Daniel. Zu ihrem Nachteil gab es keine Möglichkeit, ihnen auszuweichen; damit mussten sie alles auf eine Karte setzen und durch die Gegnerhorde preschen.
SEELENRESONANZ!!!!!“
Um die Meisterin entstand ein mächtiges Seelenabbild. In einem leichten Grünton gefärbt schwang es im Takt von Daniels Seelenwellen und übertrug ihre Macht auf den Körper seiner Meisterin.
Diese im Gegenzug legte ihren Dreizack auf ihre rechte Seite um und sammelte all ihre Kraft an der vorderen Spitze der Waffe.
ChaCha Figure 12 : Overturned Hockey Stick!!!“
In einer Schwungbewegung schnellte der Dreizack mit seiner Meisterin nach vorne: Der Angriff traf einen der mittleren Kreaturen, welche durch die während des Treffers entstandenen Seelendruckwellen in mehrere Teile zerfetzt wurde. Jedoch hatten sich die Druckwellen nicht nur auf den einen Gegner beschränkt: In einem Umkreis von 5 Metern waren alle Seelenfragmente des Kishin-Morphs tödlich getroffen worden. Zudem war durch die starke Seelendruckwelle der Raum vom Wahnsinn befreit worden, sodass Veronica nun das Original dieser Kreaturen ausfindig machen konnte. Dieser war glücklicherweise noch durch den Zusammenbruch seines Wahnsinns gelähmt, somit konnte er nicht auf den nächsten Schritt seines Gegners reagieren.
ChaCha Figure 09: Chase Turn!!!“
Aus der Spitze des Dreizacks schoss eine goldene Kette, die den Bauch des Kishin-Morphs durchbohrte und seine Meisterin in Blitzesschnelle zu ihrem Ziel brachte, welches nun mehr keine Chance zu entkommen hatte.

Deine Seele gehört mir, Kishin-Abschaum...“




Im Abendrot leuchtete die Sonne auf das Schloss im Orte Weinheim herab. Vom Wahnsinn befreit strahlte das Bauwerk wieder in seiner alten Pracht und blickte von seinen hohen Zinnen auf die Stadt herab. Denselben Anblick teilend hatte Daniel nun einen Weile seine Ruhe. Seine Partnerin hatte er in eines der Schlafsääle zum Ausruhen niedergelegt, nachdem sie, als der Kampf gegen den Kishin-Morph vorbei war, vor Erschöpfung zusammengebrochen war. Er genoss diese stillen Momente wie kein Zweiter: Der Alltag an der Walhalla ist stressig und nicht gerade leise, vor allem, wenn eines Partnerin manchmal ein richtiges Nervenbündel wie Veronica sein kann.
>Jetzt sind es schon insgesamt 33 Kishin-Eier, die wir gesammelt haben. Keine schlechte Bilanz, wenn man weiß, dass wir beiden das jüngste Paar in der EAT-Klasse sind.<
Auf einmal wurde die Stille vom Klingeln eines Handys unterbrochen. Daniel griff in seine Tasche, um nachzusehen, wer ihn wohl anrufen wollte. Es war Lord Thanatos.
Hallo, Lord Thanatos! Wie schön, von ihnen zu hören.“
Seid gegrüßt, lieber Daniel!“, ertönte eine sehr hohnvolle Stimme. „Da ihr um diese Uhrzeit wieder an euer Telefon geht, nehme ich an das der Auftrag von deiner Meisterin und dir erfüllt wurde, nicht wahr?“
Ihr liegt richtig, Meister. Der Kishin-Morph hielt sich im Schloss Weinheim auf und hüllte dessen Ballsaal in eine Aura des Wahnsinns, um Leuten dort aufzulauern und ihre Seelen zu verspeisen. Er benutzte zudem eine Art der Seelendivision, um seine Gegner zu verwirren und aus dem Wahnsinn heraus seinem Gegner in den Rücken zu fallen...“
Ach, sieh einer an. Ein Dämon, der die Seelendivision beherrscht, wurde von dem jüngsten Paar der DWMA of Europe geschlagen? Ich bin beeindruckt von euch beiden, diese eine Fähigkeit allein wäre ein Grund gewesen, einem Drei-Sterne Meister eure Aufgabe anzuvertrauen! Es tut mir außerordentlich leid, euch in solch eine gefährliche Situation gebracht zu haben. Wie geht es eigentlich deiner Meisterin?
Daniel musste kurz schlucken: „Es ist dasselbe passiert, wie es nach jedem Auftrag der Fall ist:
Veronica ist durch die rhythmischen Seelenwellen in Ohnmacht gefallen. Noch kann sie ihre Seele nicht komplett an meinen Takt anpassen. Und wie sie selbst wissen, ist es meine Spezialität, Gegner mithilfe von Seelendissonanzen ihrer Energie zu entledigen.“
Du weißt, was ich dir gesagt habe, als du dieser Schule beigetreten bist, Daniel: Ihr habt das Potential zu einer herausragenden Waffenpaar zu werden, doch ihr müsst sehr an eurer Seelenmanipulation arbeiten. Tust du dies nicht, könntest du ausversehen deine Meisterin während eines Kampfes töten. Auch wenn es hauptsächlich an Veronica liegt, sich an deine Seele anzupassen, ist es deine Aufgabe, sie um jeden Preis zu beschützen, auch vor dir selbst. Hast du das verstanden?“
Ja, Lord Thanatos! Ich werde alles geben, meine Seelenwellen noch besser zu kontrollieren, das verspreche ich ihnen!“
Dann ist es gut. Lass uns darüber nicht mehr sprechen, ihr habt immerhin einen schwierigen Auftrag hinter euch gebracht. In etwa einer Stunde werden euch Mitarbeiter vor dem Schloss abholen, vertreibt euch derweil noch ein bisschen die Zeit...“
Ohne Vorwarnung hatte Lord Thanatos einfach aufgelegt. Dies überraschte Daniel jedoch nur wenig, denn es war allgemein bekannt, dass der Direktor der Shibusen of Europe einen gewissen Hang für Theatralik hatte.
>Leichter gesagt als getan ist dieser Ratschlag, den mich unser Direktor fast am laufenden Band wissen lässt. Vibrationen breiten sich nunmal kreisförmig aus, was soll ich dagegen tun? Auch wenn Meister in der Lage sind, die physikalischen Gesetze zu brechen, können sie nicht von ihnen neu definiert werden! In was für eine Situation bin ich denn da nur hineingeraten...<
Um seinen trüben Gedanken zu entkommen, nutzte er ein wenig seiner Seelenkraft, um die Luft in seinem Umkreis leicht in Schwingung zu versetzen. Somit konnte er jederzeit Musik erklingen lassen, ohne ein Instrument oder seine Stimme zu benutzen.
>Was soll ich tun? Lord Thanatos recht, solange ich meine Seelekräfte aktiviert habe, besteht immer ein gewisses Verletzungspotential, das ich meinen jeweilige Meister im Kampf selber schade. Jedoch sehe ich keine Lösung für dieses Problem, denn es gibt keine mir bekannten Arten der Lenkung von Schallwellen. Mist, selbst Musik bringt mich auf keine guten Ideen...<
Alles in Ordnung, Daniel? Du siehst so gestresst aus!“
Erschrocken wandte sich Daniel um. Er hatte nicht damit gerechnet, dass seine Partnerin so schnell wieder aufwachen würde. Entweder das oder die Zeit war wesentlich schneller vergangen, als er sie wahrgenommen hat.
Ver...Veronica! Wie schön, dass du wieder auf den Beinen bist...“
Lass mich raten: Lord Thanatos hat dir wieder ins Gewissen geredet, nicht wahr?
Was? Nein, nein, nein... ich bin erst vor kurzem hier herauf gekommen... der Meister hatte...“
Noch während er sprach, stupste ihn seine Meisterin auf seine Stirn; ein unverkennbares Zeichen ihrer Zuneigung gegenüber eines anderen.

Jetzt hör mal zu, Daniel: Ich weiß, dass ich keine pflegeleichte Partnerin bin und ich weiß, dass es für dich in deiner Situation genug Gründe dafür gibt, dich um mir Sorgen zu machen. Glaub mir, ich habe dich nicht einfach so aussucht, ohne mir im Klaren zu sein, was ich tue: Du hast mich bisher noch nie enttäuscht, mein Lieber; weder als Waffe noch als Partner. Hab ein bisschen Vertrauen in mich, Daniel: Wir werden diese Problem zusammen lösen. Abgemacht?“


Zuletzt von Sanchez619 am Sa 13 Dez 2014, 10:55 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Soul Eater - Dance of Madness

Beitrag von Sanchez619 am Fr 07 Nov 2014, 00:42



Prolog 2: Ungleiche Harmonie
Die Heilige und der Lebenskünstler – Die asynchrone Resonanz


Regenstauf, Deutschland
22.06.2012


Gelangweilt saß Artjom in seiner letzten Stunde dieses Tages. Mathematik war nie sein Fach gewesen und er sah es nicht ein, warum er als Waffe darüber mehr zu wissen brauchte, als es unbedingt nötig ist. Aus einem System von Ziffern und Rechenzeichen konnte er einfach keine Ästhetik gewinnen.
>Weshalb muss eine solch einzigartige Schule wie die Shibusen immer noch an die gängigen Mittel des Pöbels festhalten? Jede einzelne Faser dieser Institution ist Kunst: Das eindrucksvolle Schulgebäude, die Fertigkeit der Seelennutzung, selbst die Personen an dieser Institution...<
In diesem Moment war das Nächste, was er spürte, war ein gezieler und schmerzhafter Ellbogenschlag gegen seinen Sola Plexus. Doch während solch ein Treffer eigentlich einen normalen Menschen kampfunfähig gemacht hätte, schrie Artjom nur ein wenig auf. Trotzdem machte er dadurch in einem Klassenzimmer jeden auf sich Aufmerksam, vor allem seine Dozentin, die Meisterin Josephine Alvey:
Ist etwas, Artjom? Oder wolltest du dich freiwilllig zum Lösen dieser Aufgabenstellung melden?“
Der russisch-stämmige Schüler antwortete nicht sofort: Nicht ganz konnte er die Wut verbergen, die er gegenüber seiner Meisterin empfand, denn sie hatte ihm diese unangenehme Situation eingebrockt, in der er sich befand. Nichtsdestotrotz wollte er auf keinen Fall ein schlechtes Bild machen, deshalb willigte er auf die Frage seiner Lehrerin ein...


Was sollte das, Lucia?! Du weißt, wie sehr ich Mathematik verabscheue, also lass diesen Unsinn bleiben und gönne mir meine künstlerische Auszeit!!“
Vollkommen gelassen blickte die Meisterin in die Augen ihres Partners, der einstellungstechnisch nicht in ihr Lebensbild hineinpasst: Lucia Elisondo war in San Joan de Mediona in einem Dorf voller gläubiger Katholiken aufgewachsen und hatte von dort ihren festgewurzelten Glauben in die Shibusen mitgenommen. Dass sie ausgerechnet mit einem narzisstischem, atheistischen Künstler zusammenkam, scheint für Außerstehende vollkommen unmöglich zu sein.
Wie oft soll ich es dir noch sagen, Artjom? Du lebst in einer vollkommen anderen Welt und glaub mir; wenn das ein Schüler der Shibusen zu einem Kameraden sagt, dann ist schon ordentlich etwas schief gelaufen. Lass dich doch nicht von deinem Kunstgetue einschränken, das hast du nicht nötig!“
Genau! Sagt das Mädchen, welches in einer 'progressiven' Religion ist, deren Oberhäupte von ihrer Macht so berauscht sind, dass sie die weder den Willen der Zeit, der Gesellschaft noch ihrer eigenen Anhänger wahrnehmen. Wie kann man...!“ Beinahe hätte Artjom mit einem seiner berüchtigten Monologe angefangen, doch er selbst merkte, dass er weder die Lust noch die Kraft dazu hatte.
Weißt du was? Ich muss mich erstmal ausruhen. Scheinbar hat man nicht einmal an dieser Schule einen stressfreien Alltag. Du weißt, wo du mich finden kannst. Störe mich bitte nur, wenn es nicht anders funktioniert...“
Eigentlich wollte Lucia ihn noch aufhalten, aber komischerweise ist Artjom, obwohl er einen sehr ruhigen Charakter besitzt, beim Auffinden seines Lieblingsplatzes so schnell, dass ihn niemand einholen kann. Allerdings war seine Meisterin es schon gewohnt, dass ihre Waffe seinen eigenes Ego durchsetzen muss.
Irgendwie haben alle männlichen Waffen an der Shibusen ein Problem, nicht wahr, Lucia?“
Wir sind an der Shibusen, Alexandra! Du müsstest eigentlich am besten wissen, wie komisch die Leute an dieser Institution sind. Ach, und wenn wir schon beim Thema sind: Willst du nicht von dieser Säule herunterkommen? Auch wenn das für dich wie im Schlaf funktioniert, brauchst du nicht deinen Körper unnötiger Anstrengung aussetzen. Das macht Thomas ja nur allzu gerne...“
Mit einem eleganten Satz war Lucia's Tutorin neben ihrem Schützling gelandet. Auch wenn sie offiziel noch eine Schülerin ist, gehörte sie zu den renommiertesten und stärksten Meistern der DWMA of Europe. Bekannt als Alexandra Anghelescu, der donnernde Engel, wurde sie mit 12 Jahren die jüngste Erschafferin einer Death Scythe, womit sie selbst die Kishin-Jägerin Maka Albarn übertraf. Ihr Partner, der Scimitarbogen Thomas Lehmann, ist zu diesem Zeitpunkt einer der zwölf Death Scythes, in der Lage, sowohl als tödliche Nah- als auch Fernkampfwaffe zu fungieren. Zudem ist sie die Anführerin der „Ritmoi“, eine Elitegruppe aus sechs Paaren von Meistern und Waffen, die in Anlehnung an das Team „Spartoi“ gegründet wurde. Alles in allem ein sehr beeindruckendes Resümee für ein freundliches, aufrichtiges junges Mädchen, welches den Schönheitspreis der Frauen der DWMA of Europe gewann.
Kümmer dich nicht soviel um meine Probleme. Ich habe schon einige Jahre hier an der Shibusen verbracht, dahingegen sind dein Partner und du noch Frischlinge. Außerdem ist Thomas eigentlich ja ganz nett, wenn er sich mal nicht immer so ernst nehmen würde... Ich schätze mal, wir haben ein ähnliches Problem, nicht wahr?“
Da hast du schon recht, Alex. Mensch, warum müssen Jungs so kompliziert sein? Na egal, wichtiger ist, was du mir denn anzubieten hast. Ansonsten hättest du nicht so einen imposanten Auftritt gemacht, nicht wahr?“
Alexandra errötete leicht, denn eigentlich ist sie mehr an die Tatsache gewohnt, dass sie wie eine große Schwester für ihre Freunde ist. Dass sie allerdings in ein etwas kindliches Gestenschema gefallen ist, war ihr ein wenig peinlich.
Jjj..ja naürlich, was... denkst du denn...?“
Um sich wieder zu fangen, schüttelte Alex ihren Kopf.
>Reiß dich zusammen! Du redest mit einer guten Freundin, da braucht dir nichts peinlich zu sein< .
Also: Ein paar Kollegen der Ritmoi und ich veranstalten morgen früh ein kleines Trainingscamp, speziell für Ein-Sterne Meister gedacht. Wir lehren euch ein paar Grundlagen der fortgeschrittenen Kampfstile, darunter auch neu entwickelte Seelentechniken. Artjom und du, ihr beide kommt mir ja kaum aus der Shibusen raus, ihr kriegt einfach kaum Aufträge! Ihr braucht wirklich etwas Praxis, darum veranstalten wir auch ein Turnier darauf: Wer dieses Turnier gewinnt, darf mit dem ganzen Team auf eine Entdeckungsauftrag in Richtung Philippinen fliegen und dort verbringen wir auch einen Abend lang am Strand, damit sich der Aufwand überhaupt lohnt!“
Darauf hin lehnte sich die 3-Sterne Meistin mit beiden Armen so gegen die Wand, dass Lucia und sie von Angesicht zu Angesicht standen. Dies war das unfehlbare Zeichen, wenn Alexandra etwas wollte und diesem Engel kann man einfach nicht nein sagen...
W..Wenn du meinst, Alex... Ich hoffe bloß, dass Artjom morgen überhaupt Lust hat, zu trainieren.“
Auf diese Antwort hin meinte die Meisterin lächelnd:
Super! Wir sehen uns morgen. Ach übrigens: Sag deiner Waffe, sie sollte kommen, sofern ihm etwas daran liegt, nicht von Lord Thanatos einen auf den Latz zu bekommen...“


Regensburg, Deutschland
23.06.12


Um etwa sechs Uhr waren Lucia und Artjom in voller Kampfmanier angezogen auf dem Sportplatz des RT-Gebäudekomplexes. Der Workshop war um 7 Uhr angesetzt, daher wollten die beiden sich gut auf den Tag, der vor ihnen lag, vorbereiten, vor allem seitdem Alexandra's Drohung Artjom auf Trab hielten.
>Was sie wohl damit gemeint hat? Ich muss Alex dazu bringen es mir zu verraten, dann kann ich eventuell auch meinen Partner an der Nase führen...<
Nachdem die beiden sich warm gemacht hatten, kamen nach und nach auch die anderen Meister und Waffen, die an dem Kurs teilnehmen wollten. Unter ihnen war auch einer, der als einziger weder mit Partnerin noch in seiner Kampfkleidung befand.
Da seid ihr ja! Morgen, Artjom! Hallo, Lucia!“
Obwohl seine Meisterin nicht wirklich von ihrem letzten Kampf kuriert war, ließ es Daniel sich nicht nehmen, wenigstens seinen Freunden beim Training zuzuschauen.
Voller Freude nahmen ihn sowohl Lucia als auch Artjom in die Arme, da sie ihn schon einige Zeit lang nicht mehr gesehen hatten. Zusammen mit Veronika bestritten die drei ihre erste gemeinsame Mission in dieser Konstellation, die zwar etwas unrühmlich, aber immerhin erfolgreich endete. Seitdem waren die vier in einer sehr interessanten Freundschaft miteinander verbunden.
Na, Kleiner?“ meinte Artjom. „Immer schön an den Kampfkünsten feilen, so mag ich dich!
Geht's dir und Veronika auch wirklich gut? Es war ein ziemlicher Tumult los an der Shibusen.
Der Shinigami selbst soll sich bei Lord Thanatos gemeldet haben und sich darüber ausgelassen haben, wie unverantwortlich unser Rektor sei. Nicht zu sprechen darüber, wie ihr diesen eigentlich vollkommen unausgeglichenen Kraftunterschied gegen den Kishin-Morph überwinden konntet...“
Noch bevor er den Satz zu Ende bringen konnte, hatte jemand ein Lexikon auf Artjoms Kopf geworfen, sodass er ziemlich hart zu Boden fiel.
Eine kleine Kostprobe unserer Spezialtechniken: der Maka Chop! Also kommt in die Gänge, ihr Faulpelze, die Lecture beginnt! Daniel, nimm bitte an der Seite Platz, leider kann ich dich aufgrund von Lord Thanatos' Anweisungen heute nicht mittrainieren lassen. An alle anderen, versammelt euch bitte ein einem Halbkreis!“
Mit seiner sehr engstirnigen, aber auch zielstrebigen Einstellung kam Thomas, der „Klingenbogen des Engels“ seinem Namen als äußerst strenger, aber kompetenter Tutor zurecht. Aus Angst davor, selbst ein Buch gegen den Schädel gebrettert zu bekommen, scharten sich die Ein-Sterne Meister und Waffen um ihre Trainer für diesen einen Tag. Alexandra ergriff das Wort, um die Anwesenden geistig auf ihr Programm einzustellen:

Herzlich Willkommen, ihr Lieben! Es freut mich, so viele von euch zu sehen! Leider muss ich euch auch sagen, dass ihr euch wünschen werdet, nicht hergekommen zu sein, denn heute werden wir euch so richtig auseinandernehmen, sowohl körperlich aus auch psychisch. Eine der essentiellen Fähigkeiten der erweiterten Seelentechniken ist es, die eigenen Bewegungen an der Schwingung der Seele anzupassen sowie mit den Seelenwellen die körperlichen Bewegungen zu verstärken. Da ihr allerdings scheinbar euch nur bedingt aufgewärmt habt, beginnen wir erst einmal mit einem richtigen Warm-Up. Nach der Idee von Thomy haben wir es das >Euro Training< bezeichnet...“

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Re: Soul Eater - Dance of Madness

Beitrag von Sanchez619 am Sa 13 Dez 2014, 12:06



...Schon seit sechs Stunden trainierten die Ein-Sterne Paare unter Alexandras und Thomas Aufsicht ununterbrochen, unter größter Anstrengung und mit vollem Ehrgeiz.
Man konnte die Worte „Nochmal!“ mindestens alle zehn Sekunden hören, denn so hatten sich die Drei-Sterne Meisterin und ihre Waffe ihren Namen erarbeitet und diese Philosophie gaben sie an ihre Schützlinge in jeder möglichen Situation weiter. Niemals aufhören, immer wieder neu versuchen, solange üben, bis jede Bewegung, jeder Handgriff, jede kleinste Zuckung unter Kontrolle gebracht war. Doch nicht jeder hielt bei dieser Trainingsintensität durch:
Von den 20 Waffenpaaren waren am Ende der Lecture gerade mal acht übriggeblieben.
Schließlich, nachdem es schon 16.00 schlug, meinte Alexandra:
„Also gut, ihr Lieben, kurze Pause! Jeder, der bis hierhin durchgehalten hat, darf sich persönlich von uns geehrt fühlen, denn auch zum Training nur Ein-Sterne Paare zugelassen wurden:
Eigentlich ist das unsere wöchentliche Einheit im Team Ritmoi!“
Eine Mischung aus Entrüstung und Unglauben machte sich unter den Schülern breit: Solch rabiaten Trainingsmethoden unterzogen zu werden, waren sie nicht gewohnt und ihnen war nicht klar, was ein Training auf solch einem Level bringen sollte: Nicht ein einziges Paar hatte es geschafft, auch nur ansatzweise eine der unterrichteten Techniken anzuwenden.
„Nun fragt ihr euch sicherlich, warum wir euch ein Training anbieten, welches nicht auf eurem Level ist. Wie wäre es, wenn ihr das in einem Kampf herausfindet?
Wir veranstalten nun ein kleines Kampfturnier: Jedes Waffenpaar tritt in einem KO-System gegen ein anderes an. Der Gewinner steht dann fest, wenn eine Partei einen kritischen Treffer erhalten hat. Thomas hat die Paarungen längst ausgelost, deshalb beginnen wir gleich jetzt...“

Obwohl die Schüler von Thomas und Alex schon ziemlich am Boden lagen, traten in ihnen während des Kämpfens auf einmal ungeahnte Kräfte hervor, die man ihnen nicht mehr zugetraut hätte.
In einem Status der Kraftlosigkeit wuchsen ihre Seelen über ihre bisherige Größe und die Resonanz zu ihren Partnern wurde stabiler.
„Beeindruckend, Thomas!“, meinte Daniel. Der Kleine hielt sich den ganzen Tag am RT-Trainingsplatz auf in der Hoffnung, inhaltlich ein paar Dinge mitnehmen zu können.
„Du hast ihre Seelen dadurch verstärkt, indem du sie gezwungen hast, alles zu geben, bis sie keine Kraft mehr hatten!“
„Eine Seele wächst nun mal nicht durch einfaches Lernen oder Trainieren“, entgegnete Thomas.
In ihr sind all unsere Eigenschaften, Denkweisen, Normen und Ideen verankert. Und diese sind so ausgelegt, dass man sie nur schwer ändern kann. Erst, wenn alle Möglichkeiten erschöpft sind, wenn man mit der eigenen Einstellung nicht mehr weiterkommt und wenn man gezwungen ist, sich zu verändern, wird eine Seele formbar. Schau dir mal deine beiden Freunde an!“
Zu diesem Zeitpunkt kämpften Lucia und Artyom gegen einen Meister, dessen Partner die Gestalt eines Kunai angenommen hatte. Verbissen kämpften beide Meister mit ihren recht kleinen Waffen gegeneinander, doch das Kraftpotential war zu unterschiedlich. Nur 30 Sekunden später waren Lucia's Gegner durch die „Crimson Line“ zu Boden gegangen, eine Signaturtechnik, die den Pinseln des Richters zugeordnet war.
Fällt dir das auch auf, Lucia? Die Linie war wesentlich ordentlicher als sonst!“
>In der Tat<, dachte sich die Meisterin. Die ungewöhnlich gute Resonanz zu ihrem Partner war sie nicht gewohnt. Während die restlichen Kämpfe von sich gingen, war sie in Gedanken auf diese neue Situation fixiert.
>Ich hätte nicht gedacht, dass die Resonanz einmal tatsächlich so gut klappen würde. Sind unsere Seelenwellen vielleicht doch nicht asynchron?<


Die Uhr schlug bereits 17.00 Uhr. Obwohl die Kämpfer fast keine Kraft mehr aufbringen konnten, hatte es fünfzehn Minuten gebraucht, bis Lucia und Artyom im letzten, aber dennoch heftigen Kampf den Sieg erringen konnten. Im selben Moment, in dem sie das Turnier für sich entschieden hatten, sank die Meisterin vor Erschöpfung zu Boden. Genauso entkräftet sah auch ihre Waffe aus, als er seine menschliche Gestalt annahm.
„Lucia... Ich.... kann...nicht....mehr....“
Ein Klatschen war von der Tribüne aus zu hören. Doch dieses hatte keine freundliche Natur.
Eher klang es wie ein derber Hohn über den Zustand der beiden. Dies verbesserte sich nicht, als den beiden klar wurde, dass das Klatschen von Alexandra kam, welche mit ihrer Waffe umgegürtet das Übungsfeld betrat.
„Gratuliere zu eurem Sieg ihr beiden! Passend zu eurem Erfolg werdet ihr natürlich einen angemessenen Preis bekommen: Ihr habt die Ehre hier und jetzt gegen einen Drei-Sterne Meister und seine Waffe anzutreten!“
Kaum hatte sie dies gesagt ergriff sie ihren Bogen, erschuf mithilfe ihrer Seele einige Pfeile und feuerte sie auf ihre Schülerin. Der Schnelligkeit dieser Seelenprojektile war Lucia nicht gewachsen: Sie erlitt einen Treffer auf ihren linken Arm.
„Was soll das, Alex?!“, ertönte die Stimme des einzigen Zuschauers. „Was soll dieser unsinnige Kampf für einen Sinn haben? In diesem Zustand sind die beiden keine Gegner für euch!!“
Auf diesen Aufschrei erhielt Daniel nur eine kalte Antwort: „Wenn du unbedingt eingreifen willst, kannst du das gerne tun, mein Kleiner. Allerdings glaube ich...“
Noch in letzter Sekunde bemerkte Alex, dass ihre Gegnerin doch entschieden hatte, zu kämpfen: Der Schlag des Richterpinsels wehrte die Meisterin gerade so noch ab, allerdings waren daraufhin alle anderen Hiebe nur noch Formsache. Lucia besaß weder die Technik noch die Schnelligkeit, den donnernden Engel auch nur zu streifen.
„Komm schon, Lucia! Auf diesen Kampf habe ich mich schon lange gefreut, also enttäusche mich ja nicht!“
Mit jeder solchen Provokation wurde die Wut der Spanierin und somit ihre Flut aus Angriffen größer, blieb jedoch genauso erfolglos wie zuvor. Gleichzeitig geriet allerdings die Seelenresonanz zwischen ihr und Artjom etwas durcheinander.

Hey, Lucia! Bleib ruhig!! Wenn du so weitermachst, haben wir nicht einmal die Chance, sie zu treffen. Du musst dich wieder fangen!“
Es half nichts. Die Seele der Meisterin war außer Wallung geraten und war somit nicht mehr zugänglich für Artjoms Seelenwellen. Dennoch kämpfte Lucia weiter. Sie war bereit, bis zum Äußersten zu gehen, egal, was es sie kosten würde. Doch der Wille bringt einen nur so weit:
Lass uns endlich das Trauerspiel beenden, Alex!“, meinte Thomas. „Sie haben heute schon viel erreicht, mehr wird sie nicht mehr lernen können....“
Die Angesprochene breitete darauf ihre Flügel aus: Mit einem kraftvollen Satz war sie der Angriffswelle ihrer Freundin entkommen und stieg mit ihrer Grigori-Seele in den Himmel hinauf.
Aus den glänzenden Flügeln traten mehrere leuchtende Pfeile hervor, die sich von selbst in die Sehne von Thomas legten. Nun hatte das Spiel endgültig aufgehört:
Zorn des Himmels: Endloser Blitzregen!“
Ein Sperrfeuer aus Seelenblitzen bedeckte das ganze Schlachtfeld. Über zehn Sekunden sah man nur die Seelenenergie des donnernden Engels und ihrer Death Scythe. Danach lichtete sich der Übungsplatz nieder. Jedoch war weder von Artjom noch von Lucia eine Spur zu sehen.
Das kann doch nicht sein! Unsere Projektile hatten keine physische Durchschlagskraft!
Wo sind sie hin, Alex??“
>Bleib ruhig, Thomas! Es ist nur eine vage Schwingung, aber ich kann Lucia...<
SCHÖPFERJOCH!!!“
Aus dem Nichts war Lucia erschienen und hatte mit einem dunklen, kreuzförmigen Seelenjoch ihre Tutorin getroffen. Die Schockwelle stieß Alexandra einige Meter zurück, allerdings fand sie ihre Balance schnell wieder und verhinderte so einen harten Aufprall. Mehr Schaden hatte jedoch die Anwenderin selbst erlitten: Durch das Überlastung ihrer körperlichen sowie seelischen Energie brach Lucia zusammen, jedoch reagierte ihr Partner schnell genug und konnte sie mithilfe seiner menschlichen Form auffangen, bevor sie auf den Boden knallte.
Lucia!!!“ Nachdem der Kampf sein Ende gefunden hatte, konnte Daniel zu seinen beiden Freunden eilen, ohne ins Kreuzfeuer zu geraten. „Lucia! Lucia!! Geht es dir gut? Sag doch etwas!!“
Keine Sorge, Daniel. Ihr ist nichts Schlimmes passiert. Manchmal muss man eben sich zwingen, eigene Grenzen zu überschreiten zu überschreiten. Nicht wahr, Alexandra und Thomas?“
Ich hatte sie nicht hier erwartet, Lord Thanatos“, meinte Thomas. „Es ist selten, dass man sie außerhalb der Walhalla sieht...“
Berufszwang. Ich will ja nicht gewisse andere Kollegen mir vor den Kopf stoßen. Allerdings habe ich eine Information für dich Kleiner: Deine Meisterin hat sich zum großen Teil auskuriert
Sie wird zwar noch nicht kämpfen können, aber du wirst sie morgen wieder im Unterricht antreffen können. Ich nehme jetzt mal unseren Patienten mit.“
Eine violette Aura umgab Lucia auf einmal. Sie wurde immer stärker, bis sie schließlich den Körper der Meisterin ganz umhüllte und dann plötzlich mit ihr verschwand.
Ich habe sie nun auf den Krankenflügel gebracht“, erläuterte Lord Thanatos. „Sie soll erstmal von niemandem gestört werden. Auch wenn sie übertrieben hat, solltest du vielleicht etwas mehr Energie für eure Sache geben, Artjom. Du wolltest von Lucia ein Ziel und sie einen Wegweiser. Doch immer im selben Rhythmus zu bleiben, wird dich niemals weiterbringen. Öffne dich deiner Meisterin, mein Lieber! Alleine kannst du dich nicht aus deiner Orientierungslosigkeit befreien...“
Nach diesen Worten verschwand der Todbringer auf dieselbe Weise wie Lucia und hinterließ seine anderen Schüler sichtlich verwirrt zurück.
Was hat er gemeint mit Ziel, Artjom?“, fragte Daniel. „Hat er auf etwas Persönliches angespielt?“
Nein. Ehrlich gesagt, weiß ich selbst nicht genau, was er meint. Jedoch scheint er zu verstehen, wie ich mich im Moment fühle...“
Versuch nicht, dieses Rätsel alleine zu lösen!“, warnte Alexandra. „Kunst braucht immer einen Empfänger, ansonsten hat sie keine Aussagekraft. Du brauchst andere Menschen um dich herum, ansonsten wirst du nicht zu einem Ergebnis kommen...“
Wie auch immer...“, erwiderte Artjom stumpf. „Das Training ist vorbei; ich brauche jetzt ein wenig Zeit alleine. Also bis dann!“
Daraufhin ging er fort, ohne wieder zurückzublicken. Auf keinen Fall wollte er vor seinen Freunden ein schlechtes Bild abgeben. Dennoch wusste er, dass er es war, der im Unrecht lag.
>Es stimmt schon: Selbst werde ich nie herausfinden, was mein Ziel ist. Doch bevor ich mich den Anderen anvertraue, muss ich mit mir selbst im Klaren sein. Und das kann nur ich selbst tun...<

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Re: Soul Eater - Dance of Madness

Beitrag von Sanchez619 am Mo 02 März 2015, 21:42


Prolog 3: Auf den Spuren der Schöpfung
Zwei Aufsteiger, vier Veteranen und die Entstehung der Ordnung

Itumi, Guyana
21.06.2012

Schon seit drei Tagen durchstreiften Nestore und Genovieve den dichten Dschungel Südamerikas. Auf der Suche nach der Quelle der neuen Kishin-Morphs wurden sie einem anderen Waffenpaar zur Unterstützung geschickt, dem Taktiker der „Ritmoi“, Johannes Culmus und seinem Ninjafächer Rebecca Lewing.
Zumindest sind wir hier nicht allein“, seufzte Genovieve. „Guyana besitzt die höchste Biodiversität auf der ganzen Welt; das heißt, es gibt viele Tiere zu entdecken!“
Nein, Miss Durand, wir machen keine Pause!“, erwiderte Johannes forsch. „Je länger wir uns in diesem Urwald befinden, desto weniger Kraft haben wir zu suchen. Ich weiß, dass es sehr hart ist, aber ihr seid immerhin ein Zwei-Sterne Paar, also werden solche Sachen von euch vorausgesetzt“.
Darauf ging er ohne zurück zu blicken weiter. Dies half aber Genovieve nicht weiter. Sie war eine Musikerin mit Herz und Seele; daher war ihr Fitness höchstens eine Nebensache.
>Wie kann man nur so gemein sein? Ja, Sir Biancin und ich sind ein Zwei-Sterne Paar, aber das heißt doch wo< „..ooOOOHL!!!“
In ihrem Tagträumen war sie über eine große Baumwurzel gestolpert. Aufgeregt suchte sie nach ihrer Brille, die ihr beim Sturz heruntergefallen war; doch sie war nicht zu finden.
>Nein, was mache ich denn nun? Ich muss mich beeilen, sonst lassen mich die anderen noch zurück! Wo ist sie? Wo ist sie nur? Sie kann doch...<
Im selben Moment fühlte sie, wie sie von zwei Händen hochgehoben und huckepack genommen wurde. Diese Person gab ihr auch gleichzeitig ihre Brille wieder, sodass sie nun erkennen konnte, dass es ihr Partner Nestore war.
Na komm, Genovieve! Wir dürfen die beiden nicht aus den Augen verlieren...“


Nach zwei Stunden weiterem Fußmarsch kamen die vier an einem Wasserfall an. Der idyllische Anblick ließ die erschöpften Abenteurer durchatmen.
So, wir sind jetzt am Lagerpunkt angekommen“, atmete Rebecca erleichtert auf. „Wurde auch mal endlich Zeit! Dann können wir uns ja eine Pause gönnen. Nicht wahr, Johannes?“
Na ja, ich will mal nicht so sein“, antwortete ihr Partner. „Nestore! Genovieve! Wir werden hier nun solange warten, bis unsere Verstärkung eintrifft. Ich bleibe in der Nähe und erkunde die Umgebung. Bleibt in der Nähe!“
Gut“, meinte Nestore. „Dann gehe ich mal auf die obere Seite des Wasserfalls.“
Gehen war nicht gerade der beste Ausdruck dafür. Mit ein paar Sätzen war er die Klippe hochgesprungen, die doch gut 30 Meter hoch war. Oben angekommen begann er zu meditieren.
Na sieh mal einer an, dein Partner beherrscht ja die Kraftresonanz!“, sagte Rebecca verdutzt.
Ich dachte, dass nur Canan diese Fähigkeit besitzt“.
Na ja“, wendete Genovieve ein. „Sir Biancin hat es immerhin von ihr gelernt. Persönlich hatte ich gemeint, dass er nicht gut auf ihre draufgängerische Art zu sprechen sei, aber er hat das Training dennoch bestanden. Jetzt spricht er auch öfter als zuvor. Trotzdem verbringt er immer noch die meiste Zeit allein.“
Eigentlich untypisch für einen Adligen“, bemerkte Rebecca, während sie sich an das Ufer des Tümpels setzte: „sich so still zu verhalten. Wenn man das doch nur über unsere Fürstin sagen könnte... Sag mal, ist alles in Ordnung mit dir? Du siehst so bleich aus...“
W-was?“, erwiderte Genovieve versprochen. „Nein, nein! Mit mir ist alles in Ordnung, ich bin nur ein wenig müde...“. Im selben Augenblick brach sie zusammen.


S..t ..l, k...t ihr ..n. n.cht ei. WENIG r.ck..chtsv.ller ..t ..r .ei.? Bl.ß w..l s.e e..e W.ffe … Ge.o..eve? GENOVIEVE, geht es dir gut?“
Obwohl Genovieve noch ziemlich benommen war von ihrem, kam ihr die Stimme sehr vertraut vor. Langsam öffnete sie ihre Augen und erkannte lange, schwarze Haare sowie zwei große braune Augen, aus denen Tränen hervorkamen. Darauf spürte sie, wie sie zwei Arme so fest umschlossen, dass sie kaum mehr Luft bekam.
Oh, Genovieve! Ich bin so froh, dass es dir gut geht! Ist alles in Ordnung? Haben dich diese Typen dort zu sehr belastet?“
Luft...Jacky... Ich kriege keine Luft..“
Beinahe wäre Genovieve der Atem ausgeblieben, hätte niemand Jacqueline von ihr weggezogen. Daraufhin schnaufte sie gut durch, bis sie schließlich wieder voll bei Sinnen war.
Jacky!“, nahm Genovieve eine andere weibliche Stimme hören. „Ich weiß, dass sie deine alte Kindheitsfreundin ist; aber das ist sie nicht mehr, wenn du sie zu Tode quetschst! Lass mich mal wieder ran, sie ist noch relativ schwach!“
Als Genovieve schließlich zu den anderen blickte, sah sie, dass ein Mädchen mit pinken Haaren, die nicht wesentlich größer als sie selbst war, vor ihr kniete und mit ihrer Hand die Stirn berührte. Grünes Licht entstand an dieser Stelle, welches Genovieve wieder mit Energie versorgte.
Du kannst froh sein, dass Jacky und du euch so gut kennt, ansonsten wäre das ziemlich ins Geld gegangen. Trotzdem freut es mich dich kennenzulernen. Mein Name ist Kim“.
Zum ersten Mal traf Genovieve die Meisterin ihrer Kindheitsfreundin. Oft hatte Jacqueline schon über sie in ihren Briefen geschwärmt und ihre Beschreibung war ziemlich treffend.
Es freut mich ebenfalls, Kim! Jacky hat mir schon viel von dir erzählt, aber warum seit ihr hier?“
Lord Shinigami hat uns zur Unterstützung geschickt“, erwiderte Jacqueline. „Die bessere Frage wäre“, und zeigte dabei auf Johannes: „WIESO habt ihr nicht auf uns GEWARTET? Ist eine Flugverspätung SO SCHLIMM, dass ihr gleich ohne uns aufbrechen müsst? Da ihr natürlich Genovieve dazu benutzt habt, Seelenprotektion auf euch zu zaubern, war es uns unmöglich euch zu finden. Wie kann man nur so...?“
ES REICHT!!!“ Nestores Schrei hallte durch den ganzen Dschungel. „Ich habe nicht gut genug auf meine Partnerin aufgepasst, es ist meine Schuld. Ich werde das nächste Mal besser aufpassen; können wir jetzt einfach weiter im Plan vorgehen?“
Für eine kurze Weile antwortete niemand. Alles waren zu überrascht, dass der eigentlich Stillste der Gruppe so eingreifen würde. ~Mist, ich hätte es ihnen früher sagen sollen, aber wenn Sir Biancin eines nicht ausstehen kann, ist eine Streiterei zwischen anderen Leuten~ warf, sich seine Partnerin vor. ~Ihn als tierisch wütend zu beschreiben würde es dann noch milde ausdrücken~.
Na gut, dann besprechen wir erstmal unsere Lage“ erläuterte Johannes, womit er versuchte, die Sache wieder in seine Schiene zu lenken. „Ich habe uns eine Karte der Umgebung erstellt.
Rebecca, könntest du unsere Vorgehensweise erklären?“
Gut, mache ich.“ Sie nahm eine der Karten, die frisch von ihrem Meister gezeichnet wurden und breitete sie in der Mitte der sechs aus.
In der Mitte der Karte ist unser Standpunkt. Der Zielort ist hier;“ erklärte sie und deutete auf eine Stelle südöstlich ihrer Position; „etwa noch 5 km entfernt. Tatsächlich ist es der Mayatempel, der angeblich die Geschichte zur Entstehung von Ordnung und Wahnsinn beherbergt. Das Zentrum des wahnsinnigen Seelenwelle ist hier überaus hoch, daher müssen wir mit mehreren Gegnern rechnen.“ Darauf nahm Rebecca eine andere Karte ihres Partners.
Im Keller Tempel befindet sich ein Irrgarten mit einer Vielzahl tödlicher Fallen. Johannes hat allerdings schon den richtigen Weg markiert, der uns zu einer riesigen Steintür führt. Folgen wir dem Weg sollten wir auf keinen Widerstand stoßen. Das wäre dann alles. Gibt es noch Fragen?“
Das... ähhm... nein...nein...eigentlich nicht...“. Jacqueline hatte ihre Wut noch immer nicht verarbeitet, aber die präzise Planung der Mission irritierte sie.
Ich hätte eine Frage: Könnten wir vielleicht noch bei einem Sushirestaurant vorbeischauen?“, höhnte Kim. „Wie könnt ihr ein so großes Gebiet innerhalb einer Stunde bis ins kleinste Detail analysiert haben? So etwas braucht normalerweise mindestens zwei Wochen!!“
Sagen wir, ich hatte die richtige Lehrerin“, erwiderte Johannes kühl. „In dreißig Minuten brechen wir auf, bis dahin ruht euch noch aus! Wer weiß, was uns dort alles erwartet...“
Mir gefällt das ganze nicht! Erst das Wiederauftauchen der Kishin-Morphs, dann die Transformation von Waffen in Death Scythes ohne Hexenseelen und dann auch noch diese verrückte Mission hier! Von wegen Ordnung! Die derzeitige Situation ist der reine Wahnsinn!“
Zehn Minuten nachdem sie den Plan durchgegangen waren hatte Jacqueline ihre Scheu wieder fallen lassen, wich aber auf andere Themen aus, um ihrem Zorn Luft zu machen, ohne dabei die Anderen verbal anzugreifen.
Jetzt beruhige doch bitte, Jacky!“, meinte Rebecca. „Ich weiß, dass du noch immer wütend bist, aber wenn dir später noch etwas passiert, dann wissen wir alle, weshalb. Sich jetzt darüber zu streiten macht keinen Sinn, also setz dich lieber hin und gehe noch mal in dich. Nimm dir vielleicht mal ein Beispiel an Nestore: Vorher hat er uns noch angeschrien, jetzt meditiert er ganz still...“
Da kam Genovieve ein Gedankenblitz: „Wenn wir schon beim Thema sind: Du bist doch die erste Death Scythe, die ohne das Zutun einer Hexenseele entstanden ist, nicht wahr, Rebecca?“
Na ja, wie soll ich sagen... Als ich mein hundertstes Kishin-Ei … 'zu mir nahm', hatte ich plötzlich eine Art Erleuchtung: Tausende von Bilder flogen vor meinen Augen in Sekundenschnelle vorbei und darauf hatte ich einfach eine neue Form bekommen...“
Aber Death Scythes können doch nur entstehen, wenn eine Waffe mindestens eine Hexenseele gegessen hat!“, wendete Genovieve ein. „Wie ist es dann möglich dass...“ .
Ach, ich sehe schon“, lästerte Kim, der die Worte ihrer Artgenossin nicht gefielen. „Du möchtest gerne deine zur Verfügung stellen! Hörst du dir eigentlich mal zu, was du da redest, Genovieve?“
Nein, nein, nein, also... ich meinte... das war doch gar nicht so gedacht“.
Kim seufzte. ~Ihre Naivität hat sie von Jacky. Wenn Miss Flachbrust doch nur ein wenig guten Einfluss auf ihren Schützling gehabt hätte...~
Theoretisch hast du recht“, erläuterte Johannes. „Death Scythes wurden ursprünglich durch das Essen einer Hexenseele sowie von 99 Kishin-Eier erschaffen. Doch leider wissen wir bis heute nicht, warum. Das Erforschen von Seelen ist noch außerhalb der technischen Möglichkeiten und die Risiken, die dem Patienten zugemutet werden, wären zu groß, um sie vertreten zu können.“
Meine Güte, Herr Schlauberger! Groß daherreden, aber selber nicht wissen, worum das Thema überhaupt handelt!“ Langsam aber sicher erreichte Kim Stimmung ihren Tiefpunkt. Sie war noch nie ein Freund langer Diskussionen; vor allem nicht, wenn ein Thema behandelt wurde, über das nur „Scheinwissen“ vorhanden ist.
Es hat damit zu tun, dass die Waffen die Kraft der Seele absorbieren, welche sie gegessen haben. Was meinst du, warum Asura so viel Macht hatte und es die Zusammenarbeit der gesamten Shibusen und einiger Hexen gebraucht hatte? Dieses Scheusal hatte so viele Seelen gefressen, dass er sogar den alten Shinigami übertraf!“
Du hast wohl den Artikel von Meister Stein vergessen, den er letztes Jahr veröffentlicht hatte und wegen dem wir jetzt eigentlich hier sind. Er schrieb, dass man bei der Untersuchung einer Seele nur die äußere Hülle sehen würden, die ein Ebenbild der individuellen Psyche darstellt; ganz nach dem Bild von Carl Gustav Jung. Sollte diese Hülle aufbrechen, ginge die komplette Energie in ihr verloren und könnte nicht rekonstruiert, aufbewahrt oder absorbiert werden. Als Folge mussten wir viele Lehren hinsichtlich der Seelenkunde umgeschrieben oder abgeschafft werden.“
Mit anderen Worten“, erwiderte Nestore, komplett aus dem Blauen: „Wir lagen falsch in unserer Meinung und wir suchen nach der Wahrheit! Also machen wir uns lieber auf dem Weg; die dreißig Minuten Pause sind nämlich schon vorbei.“
Wer hat dich denn gefragt, Kurzer?“, schnauzte Jacqueline. „Bist du etwa der Anführer dieser Gruppe? Das letzte Mal, als ich nachgeschaut habe, war es Mr Perfect dort drüben!“
Lasst es endlich sein, ihr Streithähne! Nestore hat Recht: Unsere Verschnaufpause ist um!“
Auf diese Worte hin verwandelte sich Rebecca in den Ninjafächer. Johannes schob seine Parterin in einen extra für ihre Waffenform angefertigte Scheide.
Jacqueline, Genovieve: Ihr bleibt die ganze Mission über in eurer Waffenform! Wenn es nämlich zu einem Kampf kommt, können wir uns ohne eure Kraft als Waffen nicht gegenseitig decken!“
Verstanden!!“
Auf den Befehl hin, verwandelten auch die zwei sich in Waffen. Ihre Meister machten noch letzte Handgriffe; alles musste am richtigen Ort sitzen.
Also gut: Jacqueline, Nestore; ihr bleibt dich an uns beiden dran. Sofern wir auf den Tempel stoßen, begeben wir uns in Formation! Bleibt an meiner Seite, ansonsten riskiert ihr, in eine der tödlichen Fallen zu stoßen, verstanden?!“


Zuletzt von Sanchez619 am So 22 März 2015, 18:52 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet

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Re: Soul Eater - Dance of Madness

Beitrag von Sanchez619 am So 22 März 2015, 12:25



„Also, ich finde, dass der Tempel ruhig etwas kleiner sein könnte. Jetzt sind wir schon fast eine Stunde hier drinnen und die Gänge scheinen kein Ende zu nehmen!“
Im Dunkeln war Kims Beschwerde zwar durchaus berechtigt, aber die Gänge schienen sie nicht ernst zu nehmen. Immer wieder bogen die Wege ab und eröffneten wieder andere Wege. An dem einen Ende kam eine weitere Abzweigung und so ging es weiter.
Johannes, jetzt bleib doch mal kurz stehen!“ , forderte Rebecca ihren Meister auf. „Ich weiß, dass deine Hellsicht den richtigen Weg kennt, aber wir müssen uns erst wieder sammeln. Wenn wir jetzt auf einen Gegner treffen, sind wir zu geschwächt.“
Nur widerwillig hörte dieser auf die Bitte seiner Waffe.
Wie kann das sein?“, fragte er. „Meine Hellsicht hat mich noch nie getrügt! Außerdem würde sie es mir anzeigen, sofern jemand versuchen würde, mithilfe von Seelenwellen uns zu beeinflussen!“
Nestore jedoch ahnte, dass das Auge hier nicht weiterhelfen würde. Seine Partnerin reflektierte nämlich ungewöhnlich hohe Ultraschallwellen, deren Frequenz ziemlich variierte. Sie waren nur sehr schwach, aber doch klar wahrnehmbar.
Ich glaube zu wissen, warum deine Technik uns irreführt“, brachte er endlich hervor.
Anscheinend verändert sich der Raum ständig auf eine Weise, die du nicht wahrnehmen kannst. Wartet mal...“ ~Genovieve, von wo breiten sich die Ultraschallwellen aus?~
Ich kann sie nicht komplett zuordnen... der Schall breitet sich von mehreren Stelle aus, aber von einer Richtung kommt er besonders stark... Wir müssen wieder hoch!“


Nach weiteren fünf Minuten, die es brauchte, um den Ursprungspunkt festzustellen, stand die Truppe vor einer weiteren Sackgasse; allerdings wussten Nestore und Genovieve, dass sie hier richtig waren.
Und was jetzt?“, fragte Kim recht provokant. „An solchen Gängen sind wir schon zu oft vorbeigegangen! Was macht diesen anders?“
Nestore lehnte sich gegen die Mauer. Sie fühlte sich sehr unstetig an, wie wenn Meereswellen immer wieder auf denselben Strand treffen.
Diese Wand hier ist nicht aus Stein gemacht. Vermutlich benutzt jemand Ultraschalltöne, um unseren Gleichgewichtssinn auszutricksen. Daher meinten wir auch, eine Etage nach unten zu gehen, obwohl wir eigentlich...“
Plötzlich lösten sich die Schallwellen, sodass Nestore durch die Wand fiel. Noch bevor er oder die anderen Meister Zeit zu reagieren hatten, war die Mauer wieder stabil. Nun waren Genovieve und ihr Meister von den anderen abgeschnitten.
Nestore rappelte sich schnell wieder auf, um festzustellen, ob die Mauer vielleicht mithilfe seiner Waffe freigelegt werden könnte. Jedoch brachte jede Frequenz, die er spielte, nur einen Ton hervor, der durch den vorliegenden Gang hallten. Nestore erkannte, dass es nichts mehr brachte, andere Frequenzen zu spielen und ging stattdessen den Weg entlang, der noch übrig war.
Was tut ihr da? Wir sollen uns doch nicht von der Gruppe entfernen!“, stammelte Genovieve.
Wir haben doch genügend Techniken, um durch die Wand zu brechen...“
Wenn wir das täten, bestünde das Risiko, dass die Decke einstürzen würde; außerdem haben das die anderen wahrscheinlich schon versucht...“, erklärte Nestore.
Wir müssen weiter, eine andere Wahl haben wir nicht!“


Während sie nun dem engen Durchgang folgten, entdeckten sich einige Wandmalereien. Sie waren zwar sehr alt, aber noch ziemlich gut erhalten und zeigten unterschiedlichste Szenarien:
Auf einigen waren Menschen abgebildet; meistens an Tempeln und Gottesstatuen betend.
Andere Abbildungen zeigten wirre Formen und Konstrukte, die scheinbar keinen unmittelbaren Zusammenhang ergaben. Dennoch oder vielleicht gerade deswegen schien sich Nestore sehr für sie zu interessieren.
Was meint ihr?“, wollte Genovieve wissen. „Ist dies die Legende, nach der wir gesucht haben?“
Mag sein, aber wenn sie das tatsächlich der Fall ist, sind diese Darstellungen nur Bruchstücke...“ ,
erklärte ihr Meister. „Doch wir sind nicht weit von ihr entfernt. Schau, dort drüben!“


Kurz darauf waren sie in einer unterirdischen Halle. Ihr Ausmaß war gigantisch: Rein geschätzt war die Halle drei Kilometer lang und zweihundert fünfzig Meter tief, Komplett mit Gold ausgelegt und mit kleinen Säulen gefüllt, die keinem offensichtlichen Zweck dienten. Der imposante Anblick versetzte Genovieve in ehrfürchtiges Staunen.
Nicht zu fassen! DAS hier war fast dreitausend Jahre lang unentdeckt geblieben und ist doch so gut erhalten geblieben? Wie hoch stehen wohl die Chancen dafür? Was meint ihr, Lord Biancin?“
Ich meine, dass wir hier nicht länger als nötig verweilen!“
Nestores Stimme klang sehr angestrengt und sein Körper bewegte sich nur sehr mühsam.
Lord Biancin!! Was habt ihr? Eure Seele verformt sich ganz komisch!“
Anscheinend ist hier eine transzendente Seele, die anderer Leute Seelen verschlingt. Deswegen ist höchste Eile geboten. Gehen wir, bevor es für uns kein Zurück mehr gibt!“


Nach einer Weile kamen die beiden in die Mitte des Saales. Dort war etwas in einer alten Sprache der Maya eingraviert. Glücklicherweise war Nestore mit der Übersetzung der Inschriften und mit dem damit nötigen Wissen beauftragt worden, daher konnte er sie einigermaßen lesen.
Und?“, fragte Genovieve neugierig. „Was steht auf dieser Goldplatte?“
Ich kann es nicht wörtlich übersetzen, einiger Wörter haben bei uns keine richtige Bedeutung.
Paraphrasiert würde es in etwa so lauten:“


Verborgen vor der Welt, verschollen für die Menschheit
doch nicht verloren ist das Wissen des Anfangs.
Willst du, Fremder, erleuchtet über die Welt sein
so suche nach dem, was nicht ist, und doch unter uns verweilt.
Eine Kraft, jenseits unserer Fantasie;
in ihr liegt Leben und Tod zugleich.
Ein Paradoxon zur Existenz und doch ihre Quelle;
verloren in der Ordnung der Welt.
Suche nach ihr dort, wo sie nicht ist.
In der Wärme, die Kälte ausstrahlt.
In der Leere, die Fülle hervorbringt.
Im Tod, aus dem Lebem entsteht.


Das klingt nach einem Rätsel, aber was suchen wir?“, fragte sich Genovieve. „Die Einwohner sagten bereits, dass laut ihrer Überlieferung die Legende hier sein sollte, aber hier ist nichts...“
...außer Säulen“, wandte Nestore ein. „Wahrscheinlich ist sie in eine der Säulen versteckt. Ansonsten ist 'nichts' anderes in diesem Raum...“
Lord Biancin, wir wissen nicht, in welcher sie sich befindet! Jede einzelne könnte sie enthalten und bevor wir das geschafft haben, wird die transzendente Seele die eure zu sehr geschwächt haben!“
Du vergisst, dass wir die Kraft des Schalls besitzen. Schnell, lass uns resonieren!“
Nestore nahm einen tiefen Atemzug und fokussierte seine Gedanken. Jeder Moment war kostbar.
SEELENRESONANZ!!!“
Obwohl die Seele ihres Meisters von außen bedrängt wurde, schaffte Genovieve es, die ihre auf ihn einzustimmen.
Ton der Enthüllung: 423 Hertz!!“
Ein dumpfer Ton hallte durch den goldenen Saal. Die Schallwellen prallten von den Säulen voneinander ab und vermittelten einen Hohlraum...


Seht nur, Lord Biancin! Dort ist ein Schalter verborgen; hier müsste die Schriftrolle versteckt sein!“
Freu dich nicht zu früh!“, warnte Nestore. „Wer weiß, was er wohl auslöst...“
Trotz seines Misstrauens betätigte er ohne zu zögern den Knopf. Tatsächlich öffnete sich die Säule und enthüllte ihren Inhalt: Eine kleine gläserne Kugel mit einem Diamanten im Inneren.
~Nicht das, was wir vermutet hatten, doch es scheint die Legende zu sein.~, wunderte sich Nestore. ~Wo ist der Haken daran, dass sie uns einfach so überreicht wird?~
Lord Biancin, hinter euch!!“
Aus dem Nichts war plötzlich eine mumifizierte Gestalt erschienen. Trotz ihrer Verwesung war sie sehr stämmig und groß. Entgegen ihrer Erwartungen blieb sie jedoch ruhig stehen.
Ihr seid wohl die transzendente Seele, die hier versiegelt ist“, begann Nestore zu sprechen.
Wer seid ihr und was wollt ihr von uns?“
Wer wir sind oder wer wir waren spielt keine Rolle...“, erwiderte die vermummte Gestalt.
Unsere Aufgabe ist es, jene zu prüfen, die nach dem Wissen des Anfangs streben!
Zwei Hürden habt ihr überwunden, nun müsst ihr noch die letzte Prüfung meistern!“
Mit diesen Worten löste sich die Gestalt in Rauch auf, der in kurzer Zeit den ganzen Raum umhüllte. Als Nestore schließlich die Augen öffnete, sah er nichts; Genovieve und er waren in vollkommener Dunkelheit...


~Ich gehe schon seit einiger Zeit durch den Raum, allerdings scheinen hier nirgends Wände zu sein. Die Säulen sind auch verschwunden. Wo bin ich dann hier?~
Es half auch nicht weiter, dass er die Seele seiner Waffe nicht mehr spürte, alle möglichen Resonanzversuche blieben erfolglos. Nach einer weiteren Weile beschloss er schließlich, stehen zu bleiben und zu meditieren, da er wohl nicht mehr an demselben Ort war.
~Wenn dieser Ort tatsächlich keine Grenzen hat, bin ich wohl in einer Art Totenwelt, also abgeschnitten von den Lebenden. Hier sollte das Leben sein. Aber wo?~
Losgelöst von jeglichem Zeitgefühl ging der Waffenmeister in sich und grübelte. Ob es Stunden, Tage oder Wochen waren, konnte er nicht ausmachen. Doch nach einiger Zeit hörte er Stimmen:
Komm... Der Tod... Das ewige Feuer... Die Erlösung... Renn weg!“
Nestore öffnete seine Augen; diesmal wurde er von einem hellen Licht geblendet. Von ihm schienen die Stimmen auszugehen, die immer stärker wurden. Allerdings bemerkte er, wie es plötzlich heiß an seinem Rücken wurde: Es waren schwarze Flammen, die sich endlos dahinter aufbäumten. Reflexartig stand er auf und rannte unter großen Schmerzen in Richtung Licht, die Flammen ihm folgend. Doch auf halben Weg hielt er auf einmal ein, hielt noch einmal inne und ging direkt in die Flammen hinein. Ohne Vorwarnung sprangen die Flammen ihn an. Im wenigen Sekunden stand Nestore komplett in Brand. Da passierte es...


Als Nestore schließlich wieder aufwachte, fiel sein Blick auf den Sonnenuntergang in den Urwäldern Guyanas. Er hatte Verbände an Armen, Beinen und Oberkörper; anscheinend hatte er sich doch an den Flammen verbrannt.
Nestore! Gott sei Dank bist du aufgewacht! Wir haben uns solche Sorgen um euch zwei gemacht!“
Rebeccas Umarmung schmerzte ein wenig, dennoch war es sehr angenehm für den jungen Adligen, wieder eine Kameradin an der Seite zu haben.
Wie seid ihr entkommen? Nachdem wir fast zwei weitere Stunden in diesem Labyrinth nach euch gesucht haben, fanden wir euch bewusstlos in der Vorhalle des Tempels. Was ist passiert?“
Wir haben die Legende gefunden“, antwortete Nestore. „Um sie zu erhalten, mussten wir drei Prüfungen bestehen; die Auswirkungen der dritten Prüfung siehst du hier ja...“
Du meinst mit der Legende nicht zufällig das hier?“, fragte Rebecca und zeigte ihm die Glaskugel mit dem Diamanten. Er hatte die Strapazen unbeschädigt überstanden.
Genau. Ich würde es an deiner Stelle jedoch nicht benutzen. Das, was dir diese Sphäre zeigt, ist nicht schön mitanzusehen...“
Wahrheit ist oft sehr unangenehm, doch wenn wir sie ignorieren, bleiben wir stecken.“
Die Stimme von Rebecca trug sehr viel Schwermut in sich. Nestore erahnte, dass jemand ihr einen äußerst wichtigen Rat mitgegeben hatte.
Dann warte, bis wir wieder auf der Walhalla sind“, bat er sie.

Jeder Moment, den wir in Ruhe verbringen können, ist kostbar. Ein langer, dunkler Weg wird vor uns und der Wahnsinn wird seine wahre Natur enthüllen...“

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Re: Soul Eater - Dance of Madness

Beitrag von Sanchez619 am Do 11 Jun 2015, 00:12

Kapitel 1: Ein alter, neuer Feind erscheint!
Die Ritmoi im Notzustand – Was geschieht hier bloß?


Regenstauf, Deutschland
23.06.2012

~Verdammt! Wieso musste ich nur verschlafen? Da gehen wir mal an einen idyllischen Ort und schon spielt mein Wecker nicht mehr mit...~
In Windeseile rannte Artjom die Stufen der Walhalla hinauf. Er hätte schon vor einer Stunde sich mit Alexandra und Thomas treffen sollen; sie konnten nun jederzeit schon durch das Reiseportal der Hexen gegangen sein. Er war fast da, nur ein paar Stufen musste er erklimmen.
Wartet! Alex! Thomas! Ich bin doch noch...hier... Warte! Was ist denn hier los?“
Anstatt seiner beiden Mentoren fand Artjom die Gesamtheit der EAT-Waffenpaare vor. In vielen kleinen Grüppchen aufgeteilt schienen sie auf irgendetwas zu warten.
Artjom!! Artjom!! Hier drüben!“
Etwa in der Mitte des Hauptplazas standen Genovieve, Daniel und Veronika. Auch sie warteten mit ihren Kollegen; doch Artjom erahnte, dass sie schon wussten, was gerade vor sich ging.
Na, hier ist ja mal was los, wenn man bedenkt, dass heute keine Lehrveranstaltungen sind.
Also, was geht hier vor?“
Erstmal: Guten Morgen, Artjom!“, stichelte Veronika. „Damit sollte man ein Gespräch idealerweise beginnen. Und was deine Frage angeht, können wir dir noch nicht alles sagen.“
Na ja, es ist nicht ganz einfach zu erklären...“, erklärte Genovieve. „Es geht auf jeden Fall um die Erkenntnisse, die Lord Biancin und ich auf unserer letzten Mission erlangt haben. Nachdem Lord Thanatos über unsere Ergebnisse erfahren hat, setzte er sofort diese Verkündigung an...“
In selben Augenblick erschien direkt vor dem Haupteingang der DWMA eine riesige Silhouette von Lord Thanatos. Schwarzer Rauch stieg auf; ein Zeichen, dass etwas Schlechtes vor sich ging.
Seid gegrüßt, Meister und Waffen der Walhalla! Es freut mich, dass so viele auf meinen plötzlichen Versammlungsaufruf gehört haben, denn wir sind auf dem Weg in eine dunkle Zeit.
Erst gestern kam ein Trupp aus Guyana zurück, der damit beauftragt war, eine Schöpfungsgeschichte der Maya zu bergen. Was sie gefunden haben, war weitaus fataler, als wir gedacht hatte, denn sie erzählt den Ursprung von Ordnung... und Wahnsinn...“
Die Worte des Thanatos verbreitete Unbehagen und Unruhe in den Reihen der EAT-Mitglieder. Noch nie hatte man sich Gedanken darüber gemacht, woher der Wahnsinn eigentlich kommt.
Noch können wir nicht alle Informationen, die wir besitzen, preisgeben. Seid jedoch versichert, dass wir alle Partnerinstitutionen, v.a Lord Shinigami schon kontaktiert haben und dass sie uns allen ihre Hilfe zugesagt haben.“
~Auch die Leute der Shibusen sind informiert?~ dachte sich Artjom. ~Das ist nicht gut! Jeder weiß, dass die Beziehung zwischen Lord Thanatos und Lord Shinigami sehr angespannt sind. Wenn sie allerdings so schnell auf einen gemeinsamen Nenner kommen, dass ist die Lage sehr ernst...~
Da ich noch mit den Ritmoi einige Dinge zu besprechen habe, werden euch nun die Professoren in die wichtigen Fakten über die bevorstehende Gefahr einweihen. Ich möchte euch daher bitten, nach Rang aufgeteilt in die jeweiligen Seminarräume zu gehen. Seid gewarnt: Nun zeigt sich das finstere Gesicht der Arbeit als Waffenpaare! Wer dem nicht gewachsen ist, wird das erlösende Licht der Morgenröte nicht erblicken können...“
Kurz darauf löste sich die Silhouette in Rauch auf. Trotzdem blieb es ziemlich leise. Bis auf kleineres Murmeln wurde kaum gesprochen. Angst war in vielen Gesichtern zu sehen; Angst vor einem unbekannten „Monster“; Angst um die Nahestehenden und sich selbst.
Na da bin ich mal gespannt, was hier los ist!“, meinte Artjom. „Also los, Leute; wir müssen zu Professor Kornatz! Leute?“
War es wirklich notwendig, Artjom ganz im Dunkeln darüber zu lassen, dass wir zu einer Strategiebesprechung der Ritmoi beordert wurden, Thomas? Ich mag es nicht, vor anderen wie ein Lügner dastehen zu müssen!“
Zusammen mit Thomas, Genovieve, Nestore und Daniel stand Veronika vor dem Death Room.
Obwohl auch sie ahnte, dass ein Sturm für die Walhalla bevorstand, war sie wohl von allen noch am wenigsten angespannt. Ihre ehrliche Natur beherrschte noch immer ihre Gedanken.
Er hat leider nun mal noch nichts zu der Sache beizutragen und was gleich besprochen wird, sollte fürs erste noch unter Verschluss bleiben“, erwiderte Thomas. „Keine Sorge! Ihr kennt die meisten unserer Leute schon und sie wissen auch genauso wenig wie wir. Macht euch daher keinen Kopf!“
Mit dieser Ansage öffnete er die Tür zum Death Room und trat mit seinen Begleitern ein. Ihnen bat sich ein sehr seltener Anblick: An einem Halbkreis von Tischen saß Lord Thanatos; um ihn herum waren die berühmten Waffenpaare der Ritmoi vereint. Nur äußerst selten agieren sie zusammen, denn jeder von ihnen hat die Macht und die Erfahrung mehrerer Drei-Sterne Waffenpaare.
Umso mehr ein Zeichen dafür, dass schwere Zeiten auf sie warteten...
Ah, seid willkommen! Wir haben auf euch gewartet. Thomas, bitte nimm bei deiner Meisterin Platz; für deine Begleitung haben wir dort ein paar Plätze freigehalten.“
~Trotz allem benimmt sich Lord Thanatos wie immer~, wunderte sich Daniel, während er sich zu seinem Platz begab. ~Selbst in solch einer Situation gibt es Leute, die vollkommen locker bleiben. Oder es gibt die Personen, die sie gar nicht realisieren. Nicht wahr, Veronika?~
Also dann: Willkommen, Meister und Waffen der DWMA of Europe! Ich darf mich zuerst einmal bedanken, dass der Ruf zu einer Sofortversammlung so schnell beantwortet wurde.
Den Grund unseres Zusammenkommens ist nicht sehr einfach zu erklären, deshalb sollt ihr die Informationen aus erster Hand erfahren. Daher darf ich Meister Nestore nach vorne bitten.“
Mit ernster Miene trat dieser vor die Versammlung. In seiner Hand trug er die Glaskugel, die er noch gestern erst aus dem Mayatempel geborgen hatte.
Ich danke euch, Lord Thanatos. Auf der Mission in Guyana fanden meine Partnerin und ich dieses Kleinod, welches scheinbar eine in Seelenwellen verschlüsselte Projektion beherbergt. Ich werde diese nun mittels Seelenresonanz in der Mitte des Raumes duplizieren.“
Lord Thanatos ließ daraufhin den Saal verdunkeln.
Aus dieser Dunkelheit begannen sich mehrere verschiedenfarbige Lichter zu verbreiten. Zwischen hellen und dunklen Farben wechselnd begannen sie sich gegenseitig zu umkreisen. Ständig prallten sie aufs Heftigste auf einander und keines von ihnen wich. Mehrere Minuten ging das Spektakel weiter; es war nicht ersichtlich, was passieren sollte. Da geschah es, dass sich die blaufarbige mit der grünfarbigen Licht vereinte und alle übrigen Lichter einsaugte. Als nun alle Lichter absorbiert waren, begann die Kugel gleißend zu leuchten. Daraufhin erschien eine Abbildung der Erde. Doch mit dieser stimmte etwas nicht. Je länger sie zu sehen war, desto mehr veränderten sich auch ihre Farben. Kontinente schienen violett, die Ozeane waren blutrot getränkt. Diese lebensfeindiche Sphäre begann sich langsam in sich zusammenzuziehen, bis nichts mehr übrig war. Danach wurde alles wieder dunkel.

Auch nachdem der Death Room wieder Licht hatte, redete niemand. Keiner der Anwesenden konnte mit diesen „Informationen“ etwas Konkretes verbinden. Schließlich war es wieder Lord Thanatos, der das Wort ergriff:
Es haben sich hier die sechs stärksten Waffenpaare dieses Kontinents versammelt, trotzdem spricht kein einziger von euch? Wenn ihr keine Antwort darauf habt, wer soll sie dann haben?“
Vielleicht solltet ihr euch an der eigenen Nase packen, bevor ihr es mit uns tut, Lord Thanatos. Meint ihr, es sei so leicht, Bilder aus uralten Zeiten zu entziffern?“
Für solch scharfe Worte war Alexandras Schwester bekannt. Amalia Anghelescu, die schimmernde Nymphe. Von allen Mitgliedern der Ritmoi hat sie wohl die größte Kampferfahrung und in Sachen Schönheit können es nur die Wenigsten mit ihr aufnehmen.
Außerdem können wir nicht einmal sagen, was es mit diesen Lichtern auf sich hat“, fügte der Waffenmeister Ansgar Lambrecht hinzu. Obwohl er erst vor kurzem in den Kreis der Ritmoi aufgenommen wurde und generell etwas tollpatschig ist, zählt er zu den verlässlichsten Mitgliedern der Truppe, der jeden Auftrag, egal wie absurd er sein mag, mit Bravour erfüllen kann.
Was sollen wir daraus lesen, wenn wir nicht einmal das verstehen?“
Ich denke nicht, dass dies allzu unverständlich ist“, wendete Thomas ein. „Wir wissen ja, dass es sich um eine Schöpfungsgeschichte handelt; das war uns ja von vornherein bekannt.
Immerhin haben wir ja auch am Ende den Erdkreis gesehen!“
So darf ich dann annehmen, dass du weißt, was diese Projektion bedeutet, Thomas?“
Ich habe nicht gemeint, das zu wissen, was die alten Maya uns hiermit sagen wollten. Nur ist es bestimmt nicht so komplex, wie wir es uns vorstellen; wie sollte eine ausgestorbene Kultur von vor über 3000 Jahren Rätsel erschaffen haben, die wir nicht heute verstehen können?“
Tut mir leid, Tommy, aber das hilft uns nicht weiter! Von allen Leuten solltest du am besten wissen, dass der äußere Schein nicht auf den Inhalt zutrifft, mein Freund!“
Die klare und selbstbewusste Stimme des Santiago Pastor Garcia hallte durch den Death Room. Zusammen mit seiner Partnerin Laura Aurina war er neben Thomas und Alexandra eines der ersten Mitglieder der Ritmoi. Grund dafür ist seine Seele, welche so stark ist, dass sie sich auf einen winzigen Punkt zusammenzieht. Daher ist sie jedem als „Supernova-Seele“ bekannt.
Dennoch glaube ich die Botschaft verstanden zu haben. Es geht weniger darum, wie die Welt entstanden ist, sondern was sich in ihr befindet. Das grüne und das blaue Licht stehen wohl für die sichtbaren Oberfläche der Welt; die Kontinente und die Meere. In diese Welt wurden immaterielle Dinge wie Emotionen, Wissen und weitere Komponenten der Seele aufgenommen. Solange diese verborgen blieben, war die Erde sicher. Doch mit dem Mensch haben sich diese in einem Lebewesen dieses Planeten festgesetzt. Den Rest könnt ihr euch denken...“
Zum zweiten Mal herrschte vollkommene Stille. Zwar dachte niemand, dass diese Prophezeiung wörtlich zu nehmen sei; trotzdem begriffen sie: Eine große Bedrohung ist auf dem Vormarsch.
Tja, na und?“ Es dauerte etwas, bis er wieder bei der Sache war, doch Thomas war von der Ansicht seines Freundes nicht überzeugt. „Wir wissen nun die Ursache für dieses Drama, aber nicht, wer dahinter steckt und warum sie erst jetzt ausbricht! Und woher wussten die Maya davon? Hallo?“
Du kennst Santiagos Antwort, Thomas“, warf Laura ihm vor; „warum provozierst du ihn noch? Manchmal können wir eben nicht wissen, doch auch nur das reine Glauben kann wertvoller sein! Wenn wir nur erkennen, was wir selbst wissen, wie können wir uns dann entwickeln? Wie...?“
Lass es gut sein, meine Liebe!“ Dem kleinen Blondschopf hatte ihr Meister die Hand auf die Schulter gelegt. „Ich weiß, dass du es gut meinst, aber du sorgst dich zu sehr. Ein Glaube, der nicht von Logik oder Fakten hinterfragt wird, kann nicht wachsen.“
Wir haben wohl keine andere Wahl haben“, meinte Amalia. „Solange wir keinen anderen Anhaltspunkt haben, müssen wir uns an dem orientieren, was Santiago uns erläutert hat. Sind wir damit alle einverstanden?“
Sie waren es. Selbst Thomas gab nach, als Lord Thanatos ihm einen finsteren Blick zuwarf.
Gut, dann haben wir einen Ausgangspunkt. Ich danke euch, Meister Biancin für eure exzellente Arbeit, dennoch muss ich sie nun bitten, uns zu verlassen. Wem ihr vertraut, der darf erfahren, was wir gerade eben erfahren haben, ansonsten schweigt darüber“.
Da wegen Thomas Lord Thanatos eher wenig zu scherzen aufgelegt war, warteten Nestore und die anderen nicht auf eine zweite Einladung. Doch bevor sie den Raum verlassen hatten, hörte Daniel in seinem Inneren eine Stimme. Es war die von Santiago:
Sei vorsichtig, mein Freund! Ich weiß nicht, warum, doch ich fühle, dass deine Partnerin und du eine wichtige Rolle spielen werden! Wichtig für uns alle!“

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Re: Soul Eater - Dance of Madness

Beitrag von Sanchez619 am Mo 17 Aug 2015, 22:46


Als Lucia aufwachte, lachte die Sonne schon hämisch in ihrem Abendrot. Ihr Körper fühlte sich sehr träge an und trotz des Heilkräuterverbandes schmerzte ihre rechte Hand noch sehr.
„Gott sei Dank; endlich bist du aufgewacht, Lucia! Ich hatte mir schon Sorgen gemacht, dass du doch ins Klinikum hättest eingeliefert werden sollen! Warte hier, ich hole dir etwas zu trinken!“
Die gute Seele, die an der Walhalla das Krankenabteil leitete, war Schwester Dolorosa; eine Benediktinerin aus dem Umkreis Passau, die für ihre Fürsorge, aber auch für ihre Strenge bei den Schülern bekannt ist. Selbst Lord Thanatos erweist ihr großen Respekt.
„Hier, trink! Auch wenn es draußen heiß ist, hilft Fencheltee immer, den Körper zu beruhigen. Danach legst du dich aber sofort wieder schlafen! Bloß weil keiner in diesem Laden berücksichtigt, dass ihr alle auch nur Menschen seid, heißt das nicht, dass ich dasselbe mache! Bevor deine Hand nicht komplett verheilt ist, bleibst du hier und basta!“
Lucia genoss den Tee in vollen Zügen; seine Wirkung schien langsam aber sicher einzutreten.
„Schwester Dolorosa, wie lange war ich denn bewusstlos?“
„Knapp 24 Stunden“, erwiderte sie barsch. „Lord Thanatos brachte dich gestern her, daraufhin habe ich zuerst die Wunde an der Hand desinfiziert, etwas Aloe Vera aufgetragen und dann verbunden. Glaube aber nicht, dass ich das jedes Mal so machen kann, also sei bitte vorsichtiger! Ich habe schon einige Fälle gehabt, die immer wieder eine gefährliche Kampftechnik eingesetzt haben und dann irgendwann nicht mehr in der Lage waren, ihre Seelenenergie zu benutzen...“
Erschöpt lehnte sich Lucia auf ihr Kissen zurück. Sie musste an ihren Kampf gegen Alexandra denken und wie verbissen sie weitergekämpft hat, bis ihr schließlich schwarz vor Augen wurde.
„Es tut mir leid, Schwester; ich werde versuchen, es nicht zu übertreiben. War Artjom eigentlich hier, als ich geschlafen habe?“
„Dein Partner? Ja, er hat eine ganze Stunde still neben deinem Bett gesessen. Ich habe ihn schließlich verscheucht, weil es nicht gut ist, wenn Patienten zu lange Besuch haben, egal ob bewusst oder unbewusst.“
Lucia fasste sich an die Stirn. Es war klar, dass Artjom zu ihr kam, wenn es ihr schlecht ging.
~Wenn ich putzmunter bin, ist er immer wie vom Erdboden verschluckt und ist die Situation mal nicht in Ordnung, wird er zu einer Klette, die man nicht loswird!~
„Wenn ich ehrlich bin Lucia, wäre es mir lieber, wenn du einen anderen Partner hättest.“
Man sah Schwester Dolorosa an, dass sie nicht gerne über dieses Thema sprechen wollte.
„Artjom ist kein schlechter Mensch, aber für eine junge Christin ist es nicht gut, jemanden wie ihn dauerhaft an seiner Seite zu haben, besonders, wenn es um Leben und Tod geht! In dem Moment, wo du an deinem Glauben zweifelst, zeigst du Schwäche und da dieser der Grund ist, weshalb deine Seele so stark ist, habe ich immer ein ungutes Gefühl, wenn ich euch zusammen trainieren sehe...“
„Aber Schwester!“, fragte Lucia verwirrt. „Ihr sagt doch immer, dass der Glaube dort scheinen soll, wo Leute sich gegen ihn wenden!“
„Mein Kind, du bist doch noch grün hinter den Ohren! Deine Ansichten können sich noch jederzeit ändern und ohne Stütze, die dir hilft, an deiner Überzeugung festzuhalten können jederzeit die Raben können, die den Samen des Glaubens vom Boden auffressen!“
Christus, der Herr, soll der Mittelpunkt eures Lebens sein. Seid immer dazu bereit, denen Rede und Antwort zu stehen, die euch nach eurem Glauben und eurer Hoffnung fragen! Ist das nicht ihr Leitspruch, Schwester Dolorosa?“
Überrascht blickten die beiden Frauen in Richtung Fenster und sahen, dass Santiago von außen hereingekommen war. Es war eines seiner Merkmale, aus heiterem Himmel aufzutauchen.
Ach, Santiago, muss das sein?“, beklagte sich die Schwester. „Ich mag zwar noch nicht alt sein, aber trotzdem wäre es schön, wenn du mich nicht so erschrecken würdest!“
Bei diesen Worten musste Santiago schmunzeln. Als Gründungsmitglied der Ritmoi war er es leid, die ganze Zeit von jedem als Respektsperson behandelt zu werden. Da Schwester Dolorosa sich allerdings nicht darum scherte, welchen Rang die Schüler hatten, war er gerne in ihrer Gesellschaft, zudem es nicht gerade viele Leute an der DWMA gibt, mit denen er über Religion reden kann.
Gut, ich lasse es sein – für heute! Eigentlich bin ich gekommen, um mit dir zu sprechen, Lucia. Tommy hat mir schon von gestern erzählt. Fühlst du dich schon besser?“
Ein bisschen“, antwortete Lucia. „Ich bin gerade erst aufgewacht, aber dank der Behandlung von Schwester Dolorosa tut es kaum weh.“
Seih froh, dass es jemanden gibt, der sich darum kümmert, Lucia!“, ermahnte die Schwester ihren jungen Schützling. „Ich lasse euch mal allein, es gibt schließlich, auch noch andere Patienten!“
Ein klein wenig aufgebracht verließt die Benediktinerin das Krankenzimmer. Kurz darauf fing Lucia an, ein klein wenig zu kichern.
Na ja, für eine Nonne hat Schwester Dolorosa ein ziemliches Temperament“, bemerkte Santiago. „Allerdings kann sie relativ gut andere Menschen lesen, eine seltene Gabe. Lucia, ich bin gekommen, weil ich dich um etwas bitten möchte.“
Aus seiner Seitentasche nahm der Waffenmeister eine Halskette. An ihr hing ein Kreuz aus Olivenholz, in dessen Mitte eine silberne Perle schimmerte.
Wenn du wieder wohlauf bist, könntest du dich zum Kloster San Salvador begeben? Als ich mich von dort damals verabschiedete, um an die Walhalla zu gehen, haben sie mir dieses Kreuz geschenkt und versicherten mir, jedem, der mit diesem Kreuz zu ihnen kommt, Hilfe zu gewähren.“
Fasziniert betrachtete Lucia die Halskette; man sah ihr an, dass sie etwas Besonderes war.
Natürlich kann ich das für euch tun“, antwortete die Patientin verunsichert.
Doch dieses Kreuz ist sicherlich wertvoll! Warum vertraut ihr es nicht jemand Stärkerem an?“
Weil die Person etwas herausfinden muss, was nur mit Wissen und Glauben herausfinden kann. Leider muss ich schon morgen nach Death City reisen; Lord Shinigami hat darum gebeten, dass ich auf der ersten Krisensitzung die Walhalla vertreten soll. Ansonsten wäre ich selbst hingegangen...“
Daraufhin ging Santiago zu Lucia, legte das Kreuz in ihre Hand und schloss sie fest.
Keine Sorge, meine Liebe! Wir kennen uns schon eine ganze Weile und ich weiß, wie tief dein Glaube in dir verwurzelt ist. Auch wenn deine Verletzung nicht schön ist, zeigt sie, welche Kraft du aus deiner Überzeugung schöpfen kannst. Lass dich durch niemandem von Gott abbringen und dein Glaube wird dich durch allen Schmerz tragen.“
Für eine Weile blieben die beiden still. Lucia spürte, wie Santiago über den Anhänger seine Seelenwellen benutzte, um ihr Energie zu geben. Es waren nur ein paar Sekunden, aber der Schmerz der Verletzung schien fast komplett nachgelassen zu haben.
Nun, Lucia? Denkst du immer noch, dass ich jemand anderes darum bitten sollte?“
Um ehrlich zu sein, ja“, entgegnete Lucia. „Aber ich verstehe, warum ihr mich für euren Auftrag ausgesucht hat. Tja, dann sollte ich mich lieber ausruhen, oder ihr werdet schon zurück sein, bevor ich wieder fit bin!“
Das solltest du besser, oder dein gebrochener Arm ist dein kleinstes Problem, meine Liebe!“ posaunte Santiago in einem Versuch, Schwester Dolorosa zu imitieren.
Ach, übrigens: Ich werde Amalia und Simon bitten, mit euch zu reisen. Auch wenn du genesen bist, solltest du, falls etwas schief läuft, nicht gleich direkt in den nächsten Kampf hineingeraten. So, ich mach's dann auf; muss noch meine Sachen packen. Bis dann!“
Einen Augenblick darauf sprang Santiago aus einem der Fenster und sprang in einigen kurzen Sätzen auf den Hauptplatz der Walhalla. Dort verschwand er.
~Dass Santiago überhaupt an der DWMA ist, passiert selten genug. Und wenn, dann verschwindet er genauso plötzlich, wie er auftaucht~, dachte sich Lucia. ~Das passt nicht zu seinem Charakter!~
Sie warf sich wieder in ihr Kissen und versuchte einzuschlafen, aber die Frage, warum er so gut wie nie an der Walhalla zu sehen war, ging ihr nicht aus dem Kopf.
Ein paar Minuten vergingen, bis schließlich Schwester Dolorosa wieder ins Zimmer kam.
So, unser Gast ist nun weg; daher solltest du dich wieder ausruhen. Ich habe dir noch einen weiteren Fencheltee gemacht, damit du auch schnell einschlafen kannst.“
Sie reichte Lucia den Tee und schloss die Fenster, da der Raum schon gut durchgelüftet war.
Schwester Dolorosa“, fragte Lucia, „wisst ihr eigentlich, was Meister Santiago macht, wenn er nicht an der Walhalla ist? Ich habe schon von vielen Leuten gehört, dass er so gut wie nie hier zu finden ist, aber er wird doch wohl nicht die ganze Zeit faulenzen, oder?“
Na, du frägst aber mal Dinge, meine Liebe! Woher soll ich das wissen? Ich bin doch nur eine einfache Nonne; mich in die Sachen anderer Menschen einzumischen, ist nicht meine Aufgabe.“
Daraufhin zog die Schwester die Jalousien runter und rückte noch schnell das andere Bett zurecht.
Lass mich dir so viel sagen: Santiago ist die Person, der ich an dieser Schule am meisten vertraue; mehr brauche ich nicht zu wissen. Jetzt schlaf gut! Vergiss nicht dein Abendgebet...“

Schon seit drei Stunden besprachen Lord Thanatos und das Lehrerkollegium, wie die Waffenpaare ohne allzu große Gefahr in der nächsten Zeit eingesetzt werden konnten. Allerdings gingen die Meinungen in alle möglichen Richtungen; dass der Gegner immer noch so gut wie unbekannt war, löste ein Chaos an Ansichten aus, welche keine Basis für eine Diskussion lieferten.
Wie können sie nur verantworten, unsere Schüler einem solchen Risiko auszusetzen!“, empörte sich Miss Alvey. „Solange wir nicht einschätzen können, wie stark unsere Gegner sind, dürfen wir sie nicht blindlings auf irgendwelche Missionen schicken. Oder wollen sie, dass uns dasselbe passiert wie mit Veronica und Daniel?“
Miss Alvey, sie sind zu naiv! Denken sie daran: Selbst ein beginnender Ein-Sterne Meister besitzt so viel Erfahrung wie ein Berufssoldat nach 5 Jahren Dienst und selbst unter den NOT-Schülern befinden sich genug Schüler, deren Fähigkeiten im Kampf durchaus fortgeschritten sind...“
Der Mann, der sich hier im Streit mit Frau Alvey befindet, ist Romano Albrecht, der Stellvertreter von Lord Thanatos. Er hat offiziell die Aufsicht über die Ritmoi und lehrt Nahkampf 1vs1 für Zwei/Drei-Sterne Waffenpaare. Auch wenn er sehr nett und z.T auch kindisch ist, stellt er hohe Erwartungen an seine Schüler, die nicht immer angemessen sind.
Zudem wird es für die Schüler immer noch am sichersten sein, in den Internaten innerhalb Regensburg zu wohnen“, warf Chimere Ricardou ein. Die Lehrerin für Seelenkunde aus Grenoble ist zudem die Leiterin des Mädcheninternats der DWMA of Europe.
Wenn wir jetzt Schüler zu ihren Eltern schicken, werden wir sie nicht beschützen können, falls Kishin-Morphs oder andere Kreaturen sie überfallen. Solange wir Gruppen bilden, die groß genug sind, sollten die Missionen nicht viel gefährlicher werden, als sie schon im Normalzustand wären.“
Ich schließe mich Madame Ricardou an“, ergänzte Lord Thanatos. „Auch wenn ich ihre Bedenken verstehe, müssen sie einsehen, dass unsere Schüler sich dazu bereit erklärt haben, gegen die Überbleibsel des Kishins zu kämpfen . Natürlich werden wir unser Nötigstes tun, um den Risikofaktor unserer Aufträge minimal zu halten, Miss Alvey.“
Die angesprochene Lehrerin hatte Probleme, ihren Ärger zurückzuhalten. Dennoch war sie nicht darauf aus, mit Lord Thanatos einen Streit anzufangen.
Dann sind sie sich ja auch sicher über ihre Verantwortung bewusst, welche sie tragen!“
Gut, dann wäre zumindest geklärt, dass die Schüler an den Instituten der Walhalla bleiben“, wiederholte Herr Albrecht. „Ich würde vorschlagen, morgen um 16.00 eine weitere Besprechung zu halten, um unsere Vorbereitungen auf den „Code Red“ möglichst schnell abschließen zu können.“
Wortlos stimmten alle Anwesenden zu. Keiner von ihnen war noch gewillt, ein vernünftiges Gespräch zu führen, denn es war klar: Nichts außer Streitereien würden dabei herauskommen.
Nach und nach leerte sich schließlich der Death Room. Zuletzt blieben nur noch Lord Thanatos und Mister Albrecht übrig.
Meine Güte, bin ich fertig!“ Meister Romano streckte seine Arme, um ein wenig Müdigkeit zu vertreiben, bis er wieder zuhause war. „Ich war noch nie der Typ für große Besprechungen.
Zwar kann ich sie durchaus halten, aber ich komme mir immer so vor, als verschwende ich Zeit...“
Eigentlich tun wir das hier auch“, erwiderte Lord Thanatos. „Ohne Informationen über unsere Feinde sind diese Sitzungen nutzlos, aber so funktioniert nun mal Politik: Man handelt erst, wenn es eigentlich zu spät ist! Wie steht es eigentlich um deine Schützlinge?“
Na ja, was soll groß sein?“, meinte Romano. „Santiago bereitet sich auf Death City vor und die anderen erwarten noch Befehle. Amalia und Simon sollen noch eine Eskortmission durchführen, aber ansonsten ist alles wie immer...“

Fragt sich nur, wie lange noch. Wir wissen nicht, wann sich unsere Gegner zeigen werden und wie stark sie sind. Nur eines wissen wir: Wenn sie da sind, müssen wir bereit sein!“

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Re: Soul Eater - Dance of Madness

Beitrag von Sanchez619 am Mo 17 Apr 2017, 20:12

Kapitel 2: Das Duett der Seele
Op. 13 – Blume der Heilung






Regenstauf, Deutschland
23.06.2012

Etwas benommen wachte Genovieve in ihrem Zimmer auf. Es war noch ein recht ungewohntes Umfeld, da sie erst vor kurzem zu Jacqueline ins Zimmer gekommen ist. An der Walhalla waren die NOTs, 1-,2- und 3-Sterne Meister nämlich in ihren separaten Unterkünften unterteilt. Geschlechtergetrennt, versteht sich natürlich. Langsam richtete sie sich auf, lag die Decke zur Seite und ging in Richtung Fenster. Die Sonne war kurz davor, den Abend einzuleiten. Anscheinend hatte sie für eine lange Zeit geschlafen.
~Komisch~, dachte sie sich. ~Normalerweise erscheinen mir immer Dutzende von Träumen, während ich schlafe. Allerdings kann ich mich an keinen einzigen erinnern...~
Sie öffnete die Fenster, um etwas frische Luft ins Zimmer zu lassen. Interessanterweise war es recht still um das ganze Internatsgelände. Hin und wieder waren einige Stimmen zu hören, aber eigentlich war es recht friedlich. Genovieve fing an zu lächeln. Es war ein Gefühl, welches sie nur zu gut als kleines Kind gekannt hatte. Mit ihren Eltern wohnte sie damals in einem kleinen Haus in Saint-Michel-sur-Savasse, einem ländlichen und recht friedlichen Gebiet in Südostfrankreich. Von ihrem Vater hatte sie das Klavierspiel gelernt; das Klavier, welches die Familie besaß, hatte Genovieve mitgenommen. Es stand nun in ihrem Zimmer und wartete darauf, dass Genovieve auf ihm spielen würde.



Geschmeidig wie eh und je glitten die Finger über die Klaviatur, als sich Genovieve in ihrer Musik hingab. Obwohl sie erst 14 war, besaß sie schon eine ausgeprägte Virtuosität. Jeder Klang stimulierte ihre Seele bis zum Schluss. Nachdem sie den letzten Akkord gesetzt hatte, fühlte sie sich wieder vollkommen fit. Für ein paar Momente war es komplett still. Danach riefen ein paar Stimmen von draußen: „Spiel weiter!“ „Das war so schön...“ „Bitte: Noch einmal, wenigstens!“
Genovieve ging wieder ans Fenster, um zu schauen, wer ihr denn beim Spielen gelauscht hatte. Leider kannte sie keine der Mädchen. Trotzdem freute sie sich, wenn sich andere von ihrer Musik begeistert waren. Mit einem Hops sprang Genovieve runter zu den Mädchen und meinte mit einem strahlenden Lächeln:
„Okay, ich spiele für euch, aber ich möchte vorher wissen, wer mein Publikum ist...“
Nachdem sich die Pianistin und ihre Zuhörer vorgestellt und ein wenig unterhalten haben, meinte Genovieve: „Gut, dann gehe ich wieder hoch und mache weiter. Sucht euch einen schönen Platz zum Ausruhen aus. Bei einer Vorführung soll niemand stehen müssen.“
Sie lief zum Eingang des Mädcheninternats, spurtete die Treppen hoch und betrat etwas außer Atem ihr Zimmer. Bevor sie sich jedoch ans Instrument setzte, musste sie erst einmal durchatmen. Währenddessen überlegte sie, welches Stück sie spielen sollte. Es sollte etwas länger sein, da sie Applaus immer etwas ablenkte. Weil ihr spontan keins einfiel, durchsuchte sie ihre Partituren. Es dauerte ein wenig, doch dann fand sie schließlich ein passendes Stück. Es war leider etwas schwerer, aber ein besseres fiel ihr im Moment nicht ein. Sie legte die Noten zurück und rief sich kurz das Lied im Kopf durch. Als sie alle wichtigen Stellen wieder in den Kopf hatte, setzte sich die Pianistin an das Klavier und begann zu spielen:



Dieses Stück lief leider nicht ganz so gut wie der Chopin-Walzer. Natürlich merkte das Publikum wenig bis gar nichts. Das Problem war, dass Genovieve dieses Stück noch nie auswendig gespielt hatte. Ihre ganze Konzentration ging allein darauf hin, fehlerfrei zu spielen. Leider schlich sich immer wieder der ein oder andere Fehler ein. Trotzdem schaffte Genovieve es, eine gute Performance hinzulegen. Gleich nach dem Ende des Stücks musste sie aber tief Luft holen. 19 Minuten ohne Unterbrechung zu spielen war für die Pianistin sehr anstrengend.
Interessanterweise kam keine Antwort von draußen. ~Habe ich etwa so schlecht gespielt?~, fragte sich Genovieve. Sie ging zurück ans Fenster und sah einen erstaunlichen Anblick: Die Mädchen, welche zugehört hatten, waren alle eingeschlafen. In ihren Gesichtern sah man ein Gefühl der Geborgenheit und der inneren Ruhe. Es war ein sehr seltenes Ereignis, denn die Walhalla stand der Shibuzen in Sachen „Eigenart“ nicht um viel nach.
Eine Zuhörerin hatte allerdings aufmerksam zugehört, wie Genovieve bemerkte. Es war Kim, Jacquelines Meisterin. Sie hielt den linken Zeigefinger an den Mund und zeigte in Richtung des Eingangs. Anscheinend wollte sie sich wohl in der Eingangshalle treffen. Genovieve nickte mit dem Kopf und ging in Richtung Erdgeschoss.
„Nicht schlecht, meine Liebe. Vor zwei Tagen hatte ich noch gedacht, du seist genauso nutzlos wie Jacky. Aber sieh an: Du bist ja eine richtige Zauberin an dem Klavier!“ Eigentlich wollte sich Genovieve über das Kompliment freuen, aber der Seitenhieb gegen ihre beste Freundin gefiel ihr nicht. Sie fragte: „Du bist doch Jackys Meisterin, nicht? Wieso bist du dann die ganze Zeit so gemein zu ihr? Sie kann doch keine so schlechte Partnerin sein, oder?“
„Soll ich ernst sein?“ stichelte Kim. Die Antwort kam nicht sofort. Sie ließ Genovieve ein wenig zappeln, bevor sie schließlich erläuterte: „Gut, du hast recht. Natürlich ist sie eine gute Partnerin, wir sind immerhin ein Zwei-Sterne Paar. Allerdings muss man Jacqueline immer etwas sticheln, bevor sie richtig in Fahrt kommt. Ansonsten ist sie etwas zu unaufmerksam.“
„Ich weiß nicht...“, meinte Genovieve. „Ich sehe es nicht gern, wenn Jacky gereizt ist. Schon als Kind habe ich ihr Lächeln immer gemocht. Man will immer gleich mitlächeln, auch wenn es in einer unangebrachten Situation ist. Jemanden wie Jacky zu sehen, betrübt mich immer.“
~Jap, sie ist eindeutig eine Musikerin, durch und durch~, dachte sich Kim. ~Gut, dann lasse ich mal das Diskutieren und komme mal zur Sache...~
„Tut mir leid, aber so ist es nun mal. Ich bin aber nicht hier, um darüber zu reden. Es geht mir um etwas anderes.“ Die Meisterin nahm ihre Tasche und zog ein Heft heraus. Schon auf den ersten Blick erkannte Genovieve, dass es eine Partitur war. Sie war überrascht, dass ausgerechnet Kim ihr eine geben würde.
„Wieso schenkst du mir eine Klavierpartitur? Spielst du etwa auch ein Instrument?“
„Ja, genau! Ich und eine Musikerin!“, scherzte Kim. Ihr sarkastischer Ton hätte eine Glasscheibe zersplittern können. „Ich soll dir das hier von Professor de Larrocha aus geben. Sie meinte, du wüsstest, was damit anzufangen wäre.“
>Eine neue Seelenballade? Bislang übe ich doch immer noch die erste! Wieso gibt mir Professor de Larrocha eine neue, wenn sie weiß, dass ich noch nicht einmal die erste beherrsche?<
Seufzend nahm sie die Partitur, schlug sie auf und sprach: „Seelenresonanz!“
Wo vorher nur leere Notenzeilen waren, erschien eine komplette Ballade. Oder zumindest dachte Genovieve, dass dort eine erscheinen würde. Stattdessen war eine Melodiestimme und eine Begleitung dazu angegeben; es war also ein Duett. Es schien nicht schwerer zu sein als die Seelenballaden, welche sie vorher geübt hatte. Scheinbar war es für sie und Nestore geschrieben worden; der Ambitus der Melodie war nämlich auf die einer Querflöte angepasst.
~Mal sehen, was das Motiv des Duetts ist... Ein einsamer Schwan... eine Eislandschaft... Hey, hier ist ein Motiv aus Schindlers Liste eingebaut worden...... Gut, das sollte ich relativ schnell gelernt kriegen. Mal sehen, was Lord Biancin dazu sagt.~
Sie schloss das Notenheft und wandte sich wieder Kim zu. „Vielen Dank, Kim. Das wird mir noch sehr hilfreich sein. Hätte ich nicht vorher schon am Klavier gesessen, würde ich es spielen. Es ist gerade so schön still...“
„Zu still“, erwiderte Kim. „Im Gegensatz zu dir hatte die anderen eine Sonderversammlung. Kannst du dich an Neu-Guinea erinnern?“
„Nur vage“, meinte Genovieve. „Leider wurde ich nach dem Kampf gegen den Wächter bewusstlos. Allerdings habe ich von etwas geträumt; ich kann es gerade leider noch nicht verarbeiten. Weißt du vielleicht mehr?“
„Nicht wirklich. Als wir zum Direktor gerufen wurden, gab es irgendwelche Einführungsstunden in mythologische Urgeschichte. Ahura Mazda, der Kreislauf des Lebens, der Garten von Eden... alles Zeug, mit dem ich nicht wirklich viel anfangen kann. Deswegen bin ich mich während einer Pause heraus geschlichen. Leider hat mich Professor Larrocha dabei erwischt. Tja, und so bin musste ich stattdessen dir dieses Heftchen bringen.“
„Urgeschichte? Du meinst Erzählungen, die von der Entstehung der Welt berichten?“
„Wenn du mehr wissen willst, solltest du Jacky fragen“, meinte Kim forsch. „Leider muss ich jetzt wieder hoch zur Walhalla. Genieße noch deinen freien Tag, meine Liebe.“
In dem Moment stand Kim auf und verließ das Internatsgebäude, ohne sich dabei umzudrehen.
~So! Jetzt dürfte ich zumindest die Noten nicht mehr brauchen.~
Genovieve legte die Partitur zur Seite und plätscherte mit dem Füßen im Wasser der Donau. Es war eine Routine für sie; am Wasser konnte sie sich irgendwie besser auf die Musik konzentrieren.
~Ein Duett, hm? Da fällt mir ein, dass Lord Biancin und ich noch nie zusammen Musik gemacht haben. Dabei bin ich schon seit sechs Jahren in seinem Dienst.~
Genovieve legte sich ans Ufer, ihre Füße immer noch mit den Gedanken in der Musik versunken. Allerlei Bilder entstanden in ihrem Kopf; es ist nicht möglich, sie zu beschreiben. Genovieve liebte dieses Fantasieren: Es war, als würde sie fliegen und immer wieder neue Bilder zu sehen bekommen. Dasselbe Gefühl wie wenn sie auf dem Klavier spielt. Allerdings ohne Anstrengung.
Mittlerweile war es schon 6 Uhr. Trotzdem war noch immer keiner der anderen Schüler zu sehen. Langsam wurde Genovieve unruhig. Sie mochte die Ruhe. Allerdings kam es ihr nicht geheuer vor, dass so wenige Menschen zu sehen waren. Der Unterricht ging sonst normalerweise nur bis drei Uhr nachmittags.
~Wo bleiben sie denn? Ich warte hier jetzt schon seit einer Stunde. Nicht mal bei den Treppen sieht man irgendwelche Leute. Ist etwas passiert?~
Langsam wurde die angespannte Stille zu viel für Genovieve. Sie stand auf und ging wieder in den Schlafsaal der 2-Sterne Schüler. Weil sie nämlich noch in ihrem Nachtkleid war, musste sie sich zuerst normale Kleidung anziehen. Danach wollte sie hoch zur Walhalla gehen. Dazu kam es jedoch nicht. Genovieves Zimmerpartnerin wartete nämlich am Eingang auf sie.
„Gott sei Dank geht es dir gut!“, rief Jacqueline erleichtert, während sie ihre Freundin in ihren Arm schloss. „Alles in Ordnung? Du warst ja immerhin den ganzen Flug zurück nicht bei Bewusstsein...“
„Es geht schon“, antwortete Genovieve. „Allerdings drückst du mich schon wieder zu fest.“
Erschreckt ließ Jacky ihre Zimmerkameradin los. Sie wusste, dass sie Genovieve oft zu fest umarmte. Dennoch tat sie es trotzdem. Es zeigte umso mehr, dass die beiden Sandkastenfreundinnen waren.
„Es tut mir so leid, Genovieve“, entschuldigte sich Jacky. „Dabei bist du noch relativ schwach. Komm, ich trag dich ins Zimmer hoch.“
Obwohl Jacky sogar ein bisschen kleiner wie ihre Freundin war, strotzte sie nur von Kraft. Eine Bodybuilderin war sie zwar nicht, doch sah man die Arbeit, welche sie in den Aufbau ihrer Muskeln steckte. Ohne großen Anstrengung nahm sie Genovieve und trug sie in deren Zimmer.
Dort angekommen, setzte Jacky ihre Freundin auf ihrem Bett ab und machte das Fenster zu. Genovieve hatte nämlich vergessen, es zu schließen.
„Weißt du, es ist ziemlich beeindruckend, wie stark du bist“, meinte Genovieve. „Es gibt mir irgendwie ein sicheres Gefühl, wenn du mich trägst. Wäre es jemand anderes, würde ich vor Scham ohnmächtig werden.“
„Mensch, Genovieve. Du bist noch genau dasselbe süße Mädchen, welches ich vor 13 Jahren zum ersten Mal traf. Ich hab schon mehr als genug Gerüchte über eine Beziehung zwischen uns beiden gehört.“
„Bitte rede nicht davon“, seufzte Genovieve. „Dieses Thema sollte eigentlich schon längst erledigt sein, oder?“
„Sorry, meine Liebe. Manchmal macht es Spaß, dich etwas zu necken.“
„Jacky, ich bin nicht gerade in der Laune für Witze. Kannst du mir bitte sagen, was in der Sonderversammlung besprochen wurde?“
Jacqueline seufzte. Anscheinend war ihr das Thema nicht so angenehm...
„Na gut, Genovieve. Ich werde dir alles erzählen, was du wissen musst. Es wird allerdings ein Weilchen dauern.“

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