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The Ayron Saga

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The Ayron Saga

Beitrag von Ayron am Sa 11 Jun 2016, 11:28

The Ayron Saga - Vorwort

Ayron, der Bruder der Arenaleiterin Connie in Yantara City ist als Pokemontrainer und Kampfsportler sehr ausdauernd und zielstrebig, allerdings ist er mit der momentanen Situation nicht zufrieden. Als eine Gruppe junger Leute die Arena, in der Ayron arbeitet, betritt und ihn ein Trainer namens Ash herausfordert, werfen sich ihm umso mehr Fragen auf.
So begibt er sich mit seinen neuen Freunden auf eine Pokemonreise. Währenddessen wird die schöne, unschuldige Idylle der Kalos-Region von der mysteriösen Verbrecherorganisation Team Flare terrorisiert und nach einiger Zeit erkennt Ayron, dass das Schicksal weit mehr von ihm fordert als die normalen Qualitäten eines Pokemontrainers, um die Welt, so wie wir sie kennen, vor dem Untergang zu bewahren.
Ayron und die hübsche Serena, die ebenfalls Teil der Gruppe ist, finden sich von Anfang an sympathisch und das löst in den beiden jungen Teenagern ein Chaos der Gefühle aus. Vor allem Serena fühlt sich hin- und hergerissen zwischen ihrem alten Sandkastenfreund Ash und dem älteren, draufgängerischen, temperamentvollen Karateka…
Eine Geschichte über Freundschaft, Liebe, Magie, Krieg und Heldentum, basierend auf der aktuellsten Pokemongeneration von „GAMEFREAK“, sowie dem dazugehörigem Anime der „Pokemon Company“: Pokemon X und Y
„GAMEFREAK“ und die „Pokemon Company“ besitzen sämtliche Copyrights an der Umgebung und vieler Charaktere, bis auf einige Charaktere, die ich hinzugefügt habe. Ich will damit kein Geld verdienen und den Firmen keinen Schaden zufügen. Ähnlichkeiten zu realen Personen sind zufällig und nicht beabsichtigt.
Mein einziges Ziel ist es, euch meine ernsthafte, spannende und tiefgründige Vision von Pokemon zu vermitteln, aber auch gelegentlich mit den humorsprühenden Handlungen der liebenswerten Charaktere ein Lächeln auf eure Lippen zu zaubern. Ich werde auch wichtige Situationen mit passender Musik untermalen. Lasst euch von der mir geschaffenen Atmosphäre verzaubern. Music is the key. Zwinkern
In diesem Sinne: Viel Spaß und gute Unterhaltung!

Hier eine Beschreibung der wichtigsten Charaktere: http://upload.pokefans.net/m83_7i4o16f0x.pdf


Welche Eindrücke und Emotionen ruft diese Arbeit in mir hervor? Und welche wird es in euch hervorrufen? Ich finde, dieses Lied beschreibt diese perfekt.
Und für meine jetzigen treuen Leser, die schon mit an Bord sind: Hört euch dieses Lied an und lasst dabei die Geschehnisse meiner Fanfiktion an euch vorüberziehen. Ein besinnliches Erlebnis wünsche ich euch mit Nightwish: The Greatest Show on Earth

https://www.youtube.com/watch?v=n499M4pgc5o

My Name is Alex from shiggyboard & I love to entertain you Zwinkern


Zuletzt von Ayron am Do 18 Aug 2016, 11:32 bearbeitet, insgesamt 9 mal bearbeitet

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The Ayron Saga

Beitrag von Ayron am Sa 11 Jun 2016, 11:48

Kapitel 1: Der Kampfsportler

Spoiler:
Pokemon Opening: Unser Traum http://pokemon-tube.com/opening7

Yantara City lag nordwestlich in der Kalos-Region und somit am Meer. Der Hauch der Zeit war an ihr etwas vorbeigezogen und so hatten die Häuser und Gebäude einen traditionellen Baustil, wie auch der Turm der Erkenntnis, der das Nordkap der Stadt bildete. Es war nicht wirklich ein Turm, eher ein Tempel, der von unten nach oben leicht schmaler wurde und reich verschnörkelt in den Himmel emporragte. Wie ein prunkvolles Anwesen trennte ihn eine Außenmauer von der Stadt, die innen einen Garten und einen Hof beherbergte.
Aus dem Turm erklangen Kampfgeräusche. Es war kurz vor Mittag und die Sonne strahlte über der Kalos-Region.
„Los, Crix, Steigerungshieb!“, befahl ein 16-jähriger Junge in einem weißen Kampfanzug. Seine kurzen, braunen Haare waren vorne nach oben gestylt. Das Machollo gehorchte sofort, stürmte auf einen Übungsfelsbrocken zu und zerschlug ihn mit der Faust, der daraufhin in tausend Steinsplitter zerstob.
„Sehr gut, Crix, das war´s mit dem Aufwärmtraining. Jetzt greif mich an!“, befahl Ayron und begab sich in Abwehrhaltung. Das kleine graue Muskelprotzpokemon nickte, stürmte auf ihn zu und deckte ihn mit vielen Schlägen und Tritten ein. Ayron trat rückwärts, während er die Angriffe seines Pokemons parierte, dann wich er mit einem Radschlag dem letzten Angriff aus, kniete sich runter und brachte Machollo mit einem Fußfeger zu Fall. Dies war für ihn eine Sache von zwei Sekunden.
„Deine Angriffe sind gut, Crix, du musst aber schneller auf Überraschungsangriffe reagieren können.“, meinte der Jugendliche. Machollo nickte nachdenklich.
Die meisten Trainer nutzten ausschließlich Kämpfe gegen andere Pokemon, um die Fähigkeiten ihrer eigenen zu verstärken. Nicht aber Ayron, er verband das Pokemontraining mit seinem zweiten Hobby: Dem Kampfsport. Dies bot sich auch an, da er als Trainer in der Arena von Yantara City gegen Herausforderer kämpfte, in der sich die Mitglieder und die Arenaleiterin auf Kampfpokemon spezialisiert hatten. Jetzt lächelte er.
„Aber du bist schon viel besser geworden. Gleich nochmal, aber diesmal greife ich an!“, verkündete er und stürmte auf Machollo zu.
Plötzlich schlug die Tür auf und ein blondes Mädchen im gleichen Alter stürmte auf ihren Inlineskates hinein. Ayron erschrak dabei so, dass er im Lauf sein Gleichgewicht verlor und nach vorne fiel. Machollo konnte nicht mehr ausweichen und so begrub der Trainer sein Pokemon mit einem versehentlichen Bodyslam.
„Hey, Bruderherz, wie kommst du mit dem Training voran?“, begrüßte sie ihn vergnügt und drehte mehrere Pirouetten  um die beiden.
„Connie, wie oft hab ich dir schon gesagt, dass du anklopfen sollst, wenn ich trainiere?“, brummte er darauf hin genervt und stand auf, wie auch sein Pokemon.
„Ich weiß, aber ich war grad so schön in Fahrt, du kennst mich doch!“, zwitscherte sie und schlitterte noch etwas länger in dem eingerichteten Kampfdojo, der sich in einem kleinen Raum im Erdgeschoss des Turmes befand. Schließlich blieb sie vor ihm doch noch stehen.
„Eine Gruppe Herausforderer trifft gleich an, ich hab sie vom Weiten schon gesehen. Wie es aussieht, sind sie auf unseren Rauforden aus.“
„Wie, eine Gruppe? Jetzt noch? Hab keine Lust, sollen doch die anderen Trainer sie herausfordern. “ Der Karateka verzog das Gesicht. Er hatte seit dem Frühstück schon vier Stunden trainiert und sehnte sich nach einer heißen Dusche, einem warmen Mittagessen und einem anschließenden Nickerchen.  
Das Mädchen mit dem Pferdeschwanz, der unter ihrem Sturzhelm hinten hervorquoll, kannte die Gewohnheiten ihres Bruders gut. „Ein bisschen mehr Respekt, wenn ich bitten darf, ich bin schließlich die Arenaleiterin und somit deine Vorgesetzte. Auch, wenn du mein Bruder bist, musst du meinen Anweisungen Folge leisten, wie alle anderen Trainer auch, die in unserer Arena arbeiten.“, gab sie neckisch zurück.
„Jaja, schon gut! Gib mir nur paar Sekunden.“, schnappte Ayron und begab sich hinter einem hölzernen Aufstellvorhang, der als Umkleidekabine diente.
Er zog sich den von der Anstrengung durchnässten Kampfanzug aus und wischte sich den restlichen Schweiß damit ab, bevor er sich seine Alltagskleidung anzog: Gelbes T-Shirt, rote Stoffhose, schwarze Turnschuhe.  Als er fertig war und hervor trat, war das rasende Mädchen schon weg. „Wieder mal typisch….“, dachte er sich mürrisch, bevor er den Turm der Erkenntnis verließ. Draußen wollte er sich gerade auf sein Fahrrad schwingen, als ein „Warte mal, Ayron!“ ihn aufhielt. Er drehte sich um und erblickte einen alten Mann. „Ja, Großvater?“ Der alte Mann näherte sich ihm mit hinterrücks verschränkten Armen.
„Ich sehe Zweifel in deinen Augen, mein junger Schüler. Ist alles in Ordnung?“
„Ja, alles in Ordnung. Ich hab nur gerade erst erfahren, dass ich vor dem Mittagessen vielleicht noch vier Pokemonkämpfe austragen muss….“
„Du kennst doch unser Motto: Jederzeit einsatzbereit! Der Weg des Kriegers ist eben steinig. Wer stark werden will, darf nicht faul sein.“
„Wieso ist eigentlich meine Schwester Arenaleiter und nicht ich? Ich hätte das Vorrecht gehabt, ich bin ein paar Sekunden vor ihr zur Welt gekommen.“
„Der Grund dafür ist ganz einfach: Du bist einfach nicht so weit. Dir fehlt es an Kampferfahrung. Im Pokemonkampf ist dir deine Schwester meilenweit voraus. Es wäre einfach unverantwortlich, so einen Grünschnabel wie dich zu einem Arenaleiter zu ernennen.“ Mit diesen Worten holte der alte Mann einen Stein aus seiner Hosentasche und streckte ihn Ayron hin, der ihn nahm.
„Siehst du? Er reagiert nicht auf dich. Solange dieser Megastein nicht auf deinen Schlüsselstein reagiert, solange bist du deiner Schwester auch nicht ebenbürtig. So einfach ist das!“
Ayron sagte zuerst nichts darauf und gab den mysteriös blauleuchtenden Stein zurück. Jetzt lächelte er aber. „Ich werde einen Weg finden, besser zu werden, das verspreche ich dir, Großvater. Na komm, Crix, mal schaun, ob unsere Herausforderer was gegen die eiserne Faust der Gerechtigkeit ausrichten können!“, forderte er grinsend, worauf Machollo vergnügt auf den Gepäckträger sprang. Ayron verbeugte sich leicht vor seinem Großvater, schwang sich auf sein Fahrrad und fuhr weg.
Combre sah ihm nach und strich sich dabei nachdenklich über seine riesigen Augenbrauen. „Du hast dein Herz am rechten Fleck und lässt dich nicht so leicht unterkriegen. Nur dein Temperament macht mir Sorgen…“, dachte er sich mit ernstem Blick.
Ayron fuhr über die Sandbank, die links und rechts vom Meer umringt war. Das Wasser glitzerte in der Sonne und mehrere Wasserpokemon, wie Goldini und Karpador, ließen sich ab und zu springend an der Oberfläche blicken. Schließlich erreichte er die Arena und betrat sie durch den Hintereingang.
Die Arena sah aus wie eine überdimensionale Skaterbahn. Alle Trainer, die dort arbeiteten, fuhren ihren Posten in großen Kreisen ab. Ayron war der einzige, der zu Fuß in ihr unterwegs war, da er sich mit dem Inlineskaten nicht anfreunden konnte und wollte. Ihm war wichtig, dass er stets festen Boden unter den Füßen hatte, während er einen Kampf austrug.
Als seine Schwester ihn erblickte fuhr sie auf ihn zu und hielt. „Da bist du ja endlich, sieh mal, der Herausforderer hat gerade eben die Arena betreten, du hast Glück, von denen will sich nur einer den Orden erkämpfen.“ „Alles klar.“ Ayron blickte zu der Vierergruppe und schritt entschlossen mit Machollo auf sie zu.
Die Gruppe bestand aus drei 14-jährigen Teenager und einer Zehnjärigen. Ayron erspähte ein Pikachu und ein Dedenne auf deren Schulter.
„Der Typ mit der roten Mütze und dem entschlossenen Blick ist wahrscheinlich der Herausforderer und gleichzeitig der Anführer dieser kleinen Bande. Und… whoah, hammergeil, diese Blonde, ich wüsste gern, wie sie heißt. Dann hätten wir da noch einen Brillenträger in einem…. Ganzkörperlaborkittel?! Wusste gar nicht, dass sowas heutzutage noch hergestellt, geschweige denn getragen wird. Die Kleine sieht dem Typen ähnlich, ist wahrscheinlich seine Schwester…“, dachte sich Ayron, kurz bevor er einen Meter vor ihnen stehen blieb.
„Wer seid ihr, Fremde, und was führt euch in unsere Arena?“, sprach er sie mit langsamer, deutlicher Stimme an. Natürlich wusste er, was sie hier wollten. Es war einfach nur eine Floskel, die ihm  wichtig war.
Die Gruppe stellte sich kurz vor, der Junge mit der roten Mütze hieß Ash, das blonde Mädchen Serena, der Junge mit der Brille Citro mit seiner kleinen Schwester Heureka.
„Hi, ich bin Ayron, der Bruder der Arenaleiterin Connie. Bevor ihr euch mit ihr messen dürft, müsst ihr erstmal an mir vorbei. Wer von euch ist der Herausforderer?“
Ash trat mit entschlossenem Blick vor. „Das bin ich!“
Ayron blickte kurz zu Boden und grinste. „Hmhm…dachte ich mir. Na, dann los, zeig mir, was du kannst, Ash aus Alabastia.“, forderte er mit Vorfreude. Seine Müdigkeit war plötzlich wie weggeblasen und ist einem anderem Gefühl gewichen: Kampfeslust.
Connie, die sich bei ihnen bereits vorgestellt hatte, fuhr zu ihnen und stellte sich links von den beiden Kontrahenten auf.
„Dies ist ein Kampf eins gegen eins! Und er wird auf einem bestimmten Ort der Arena stattfinden. Los, folgt mir!“, befahl sie und fuhr mit diesen Worten los. Die drei Jungen und zwei Mädchen folgten ihr mit ihren Pokemon. Sie erreichten einen 20 Quadratmeter großen abgetrennten Bereich. Der Boden war körnig und in einigen Abständen waren zwei Meter hohe Felsen aufgestellt worden.
„Na sowas, der Boden besteht ja aus Sand!“, bemerkte Heureka, hob etwas davon auf und ließ ihn sich durch die Finger rieseln.
„So ist es! Ich habe diesen Bereich der Arena extra für meine Kampftechnik anfertigen lassen. Danke nochmal für die Erlaubnis, Schwesterchen.“, sprach Ayron grinsend zu Connie und warf ihr mit einer Handgeste einen Kuss zu.
„Mein Bruder muss sich doch als Trainer in meiner Arena entfalten dürfen, wenn er schon für mich kämpft.“, gab sie augenzwinkernd zurück. Ayrons Blick fiel wieder zufällig auf Serena, sie gefiel ihm wirklich gut. Er mochte an ihr die Kombination aus schwarzem Oberteil, rotem, kurzen Rock und schwarzen, langen Kniestrümpfen. Auf ihrem Kopf trug sie einen violetten Hut mit schwarzer Schleife und ihr liebreizendes Gesicht wurde von blonden, langen Haaren umrahmt, die ihr in Kaskaden über die Schulter fielen. Da er sie nicht anstarren wollte, riss er sich von ihr los und konzentrierte sich auf Ash.
„Also gut, Duell! Crix, mein Trainingspartner, du bist dran!“, verkündete Ayron und zeigte auf die Arena. Machollo sprang hochmotiviert in den Kampfbereich und hob die Fäuste an.  
„Sagtest du eben „Trainingspartner“?“, fragte Serena überrascht. Ayron freute sich über ihre Frage und wandte sich ihr grinsend zu.
„Richtig. Ich bin nicht nur Pokemontrainer, sondern auch Kampfsportler aus Leidenschaft. Jeden Vormittag, soweit es die Zeit zulässt, kämpfe ich mehrere Runden gegen mein Crix, mein Machollo. Kampfsport ist perfekt für uns beide, er macht uns stärker und man kann damit wunderbar Stress und negative Gefühle abbauen. Ich würde absolut jedem empfehlen, eine Kampfkunst zu trainieren, das gibt dem Leben Würze und hält auch geistig fit!“, war seine ausladende Antwort, die vor Überzeugung nur so schäumte.
„Hehe, alles klar!“, erwiderte Serena lächelnd. „Das sieht man. Ein echt durchtrainierter Typ. Man kann seinen athletischen Körperbau unter dem T-Shirt erahnen.“, dachte sie sich mit leicht geröteten Wangen.
„Ist ja cool, Dedenne, wir beide müssen das auch mal ausprobieren!“, meinte Heureka, nahm den kleinen Elektronager von ihrem Kopf und sah es mit angesteckter Überzeugung an. Dedenne machte nur ein fragendes Gesicht. „Deee-denne?“
„Ich weiß nicht, ob Kampfsport das richtige für ein kleines Pokemon wie Dedenne ist.“, meinte Citro schief lächelnd. Heureka blähte ihre Backen und drehte sich beleidigt weg. Ayron musste schmunzeln, sah aber kurz danach wieder Ash ernst an.
„Du bist an der Reihe, mach deinen Zug!“, forderte Ayron mit verschränkten Armen.
„Und, was meinst du, Kumpel?“ Ash blickte fragend sein Pikachu an, der auf seiner Schulter saß. Er nickte, machte ein entschlossenes „Pika“, sprang runter und betrat den Ring. Ash grinste Ayron zurück.
„Pikachu ist mein Pokemon!“ „So sei es! Uuuund…. RING FREI!“, verkündete Connie.

Johto Wild Pokemon Battle Theme: https://www.youtube.com/watch?v=FqBk9HJfLAs

„Los, Pikachu, Donnerblitz!“, befahl Ash. Pikachu ließ die Backen knistern und ließ die dadurch entstandenen Funken auf Machollo los.
„Damit hab ich gerechnet: Crix, Schaufler!“, befahl Ayron. Das Kampfpokemon machte einen Kopfsprung in den Sand und vergrub sich blitzschnell. Der Donnerblitz ging vorbei und schlug an einem Felsen auf. Ash und Pikachu guckten überrascht und dem Trainer entfuhr dabei ein:  „Oooh…. Pass auf, Pikachu, es kann überall auftauchen!“
„Jetzt verstehe ich den Sinn hinter diesem Kampfring: Er ist genau deswegen mit Sand aufgefüllt, damit Machollo jeder speziellen Attacke schnell ausweichen und sich einem Gegner fast unbemerkt nähern kann. Pass auf, Ash!“, schlussfolgerte Citro.
Pikachu blickte hastig in jede Richtung, aber schon explodierte die Erde unter ihm und Machollo schoss mit einem Faustschlag nach oben gegen seinen Bauch. „Chuuu!“, war der schmerzhafte Laut der Elektromaus und er fiel ein paar Meter zurück zu Boden, stand aber sofort wieder auf.
„Wenn wir es im Fernkampf nicht besiegen können, müssen wir eben in den Nahkampf übergehn. Los, Pikachu, setz Eisenschweife ein!“, befahl Ash. Pikachu stürmte auf Machollo zu und sprang vor ihm hoch. Die Rute erstrahlte in einem silbrigen Glanz.
„Ausweichen, Crix! Und dann Steigerungshieb!“
Pikachu drehte sich in der Luft, um Machollo mit dem Schweif zu treffen. Es schlug zu und fiel damit ins Leere, da Machollo sich darunter hinweg duckte. Er wandte sich um und schlug ihm mit der angespannten Faust von hinten auf den Rücken. Pikachu quickte schmerzerfüllt und schlug auf einen Felsen auf.
„Nein, Pikachu!“, rief Ash.
„Armes Pikachu. Ash, tu doch was!“, rief Serena mitleidig.
Machollo lief auf Pikachu zu, während sein Körper vor Adrenalin nur so pulsierte. Er hatte Blut geleckt und wollte der gelben Maus den Rest geben. „Crix, stopp!“, schrie Ayron, woraufhin es verdutzt stehen blieb und sich fragend zu ihm umdrehte.
„Wir schlagen keinen Gegner, der am Boden ist, das weißt du doch! Darin liegt keine Ehre! Warte, bis es wieder aufgestanden ist.“, war sein ausdrücklicher Befehl. Connie lächelte über den Gerechtigkeitssinn ihres Bruders und auch aus der Zuschauermenge erstrahlten dankbare Blicke. Schließlich erhob sich Pikachu langsam. Sein Körper wies schon mehrere Kratzer und Schürfwunden auf.
„Pikachu, kannst du weiterkämpfen?“, fragte Ash. Es nickte und stand auf. Ash lächelte, wie auch Ayron.
„Dein Pikachu ist wirklich zäh, das muss ich euch lassen. Die meisten Elektropokemon, gegen die ich gekämpft habe, haben nicht mehr als zwei Attacken von Crix einstecken können.“
„Wir kennen uns auch schließlich schon ne halbe Ewigkeit. Wir haben schon viele Kämpfe gewonnen, nicht wahr, Kumpel?“, entgegnete Ash lächelnd, worauf sein Pokemon ihm ein vergnügtes „Pika!“, schenkte.
„Los, Donnerblitz!“, befahl Ash. Ayron grinste daraufhin mit geschlossenen Augen.
„Schon wieder? Crix, du weißt, was zu tun ist.“ Machollo grub sich wieder in den Sand und die Elektroattacke verfehlte ihr Ziel.
„Jetzt schnell Pikachu, spring auf den Felsen da!“ Pikachu befolgte den Befehl und stand nun auf dem nächsten Felsen neben sich.
„Sehr gut, jetzt kann Machollo nicht mehr von unten angreifen!“, bemerkte Citro.
„Super, Ash!“, riefen auch Serena und Heureka.
Ayron konnte sich ein Zähneknirschen nicht verkneifen. „Die Felsen sollten eigentlich nur Deko sein…. Auf die Idee ist noch kein Trainer gekommen….“
„Von wegen! Zertrümmerer von unten durch den Felsen!“, befahl er. Der riesige Stein erzitterte.
„Spring runter, Pikachu!“, kam es jetzt von Ash. Pikachu sprang, kurz bevor Machollo durch den Felsen brach. Dadurch war es einen kurzen Moment in der Luft, den Ash nutzen wollte.
„Jetzt Pikachu, Elektroball!“ An seiner Rute wuchs ein Ball aus Blitzgewitter, den Pikachu nun mit einem Ruck nach vorne schleuderte.
Ayron fluchte, als er sah, wie der Elektroball Machollo traf und ihn im hohen Bogen zurückschleuderte. Die Gruppe Freunde jubelte. „Crix, wie geht’s dir?“, wollte Ayron wissen. Das graue Muskelprotzpokemon erhob sich schwankend. Es zitterte am ganzen Leib und es wurden leichte Stromfunken sichtbar. „Paralyse…“, schoss es Ayron durch den Kopf.
„Beende es, Pikachu. Ruckzuckhieb!“
„Das werden wir sehen, wer hier was beendet! Konter mit Patronenhieb, Crix, schnell!“
Die Menge hielt den Atem an, als beide Pokemon rasend schnell auf ihr Gegenüber zustürmten. Pikachu knallte mit dem Kopf auf Machollos Brust auf, während Machollos Faust am Ziel vorbei glitt. Durch den Aufprall flog es zurück und landete am Boden. Es versuchte aufzustehen, da verließen ihn die Kräfte und es blieb liegen. Ayron lief zu ihm und hob ihn in seine Arme. „Du warst super, Partner. Jetzt hast du dir ne Pause verdient.“, sprach er zu ihm sanft.
„Crix kann nicht mehr weiterkämpfen. Sieger ist somit Ash aus Alabastia mit seinem Pikachu!“, verkündete Connie mit erhobenem Arm.
Pikachu lief zu Ash und beide feierten mit ihren Freunden laut jubelnd den Sieg. Ayron wollte mit Machollo zum Pokemoncenter, darum steuerte er mit ihm im Arm den Ausgang der Arena zu. Als Ash sie bemerkte, ging er lächelnd zu ihnen und hielt ihm seine Hand hin. Ayron sah ihn kurz unentschlossen an und erwiderte dann den Handschlag mit einem gezwungenen Grinsen.
„Vielen Dank für den fairen Kampf. Du und dein Machollo Crix seid wahnsinnig stark!“, sagte er. Auch Serena ging zu ihm.
„Du hättest gewinnen können, wenn du Crix vorhin nicht gestoppt hättest. Ich mag es, wenn Trainer auch fremde Pokemon mit Respekt und Fairness behandeln.“, sagte sie lächelnd. Ayron nickte beiden grinsend zu.
„Ein unfairer Sieg ist in meinen Augen weniger wert als eine Niederlage. Darum kämpfe ich immer fair. Egal, ob ich gewinne, oder verliere, ich und Crix werden stärker und darauf kommt es an. Das ist mein Weg des Kriegers.“, antwortete er, nickte noch einmal, kehrte ihnen mit diesen Worten den Rücken zu und ging. Die Gruppe sah ihm hinterher, bis er die Arena verließ.

Hammerfall: Way of the Warrior https://www.youtube.com/watch?v=WcogFHRtMJg

„Was für eine Kampfesphilosophie…“, bemerkte Citro bewundernd. Ash, Serena und Heureka bestätigten dies mit einem erfreuten Nicken.
Combre hatte sich in der Zwischenzeit zu Connie gesellt. „Ayron´s Kampftechnik ist zwar etwas besser geworden, aber noch lange nicht ausreichend.“, brummte er.
„Sei doch nicht immer so streng mit ihm. Ich finde, er hat sich gut geschlagen und ruhig mal ein Lob verdient.“, meinte sie vergnügt. Combre antwortete nicht, drehte sich um und ging.
Ash starrte nachdenklich vor sich hin. „Wenn Ayron schon so stark ist, wie stark ist dann seine Schwester, die Arenaleiterin?“, fragte er sich. Wie auf Bestellung rollte sie zu ihm.
„Glückwunsch, du hast meinen Bruder besiegt, das gelingt wirklich nicht jedem. Jetzt bin ich bereit, deine Herausforderung anzunehmen!“, sagte sie grinsend.


Kapitel 2: Arkanifaust und Arbokbiss

Spoiler:
Dragonball-Opening: Sucht die Dragonballs! https://www.youtube.com/watch?v=jsj42hD2Y9E



In Windeseile kam Ayron auf seinem Fahrrad beim Pokemon Center an. Er hob Machollo vorsichtig aus dem Korb, der am Lenkrad befestigt war und ging herein. Nach einer kurzen Begrüßung übergab er Machollo Schwester Joy.
„Na, wieder fleißig gekämpft? Ich werde mich gut um den kleinen Crix kümmern. Darf es sonst nach was sein?“, fragte sie mit freundlichem Lächeln.
„Danke, ja, was zu essen.“
„Ist gut! Setz dich, Knuddeluff wird gleich kommen, um deine Bestellung aufzunehmen. Knuddeluff!“, rief sie.
Ayron bewegte sich zu einem Tisch und ließ sich auf die Sitzgarnitur plumpsen. Als das rosa ovale Ballonpokemon erschien, bestellte er sich zwei doppelte Cheeseburger. Kurze Zeit später kaute er nachdenklich auf einem herum.
„Serena heißt sie… ein schöner Name für ein schönes Mädchen….“ Er seufzte tief. „Aber was mach ich mir überhaupt für Hoffnungen? Sie ist doch bestimmt mit diesem… Ash zusammen. Man hat gesehen, dass sie sich sehr um ihn und sein Pikachu sorgt. Wenn ich zurückkehre, ist die Gruppe wahrscheinlich eh nicht mehr da…“
Das Läuten einer Glocke unterbrach seinen Gedankengang. Knuddeluff rollte einen OP-Tisch mit Machollo zu ihm. „Hey, wie geht’s dir?“, begrüßte ihn Ayron lächelnd. Der graue Muskelzwerg mit den drei Hornplatten am Kopf spannte daraufhin seine Muskeln an und sprang mit guter Laune vom OP-Tisch, den das Krankenschwesterpokemon danach wieder wegrollte. Als Crix wieder mit seinem Trainer vereint war, sah er nachdenklich zu Boden. Ayron tätschelte ihm die Schulter. „Dir liegt die Niederlage gegen Ash und Pikachu noch im Magen, hm? Ehrlich gesagt, mir auch etwas…“
Jetzt knurrte Machollos Magen. Ayron grinste, nahm den zweiten Burger, riss die Hälfte davon ab und reichte sie ihm.
„Und nur von einer Niederlage wird man nicht satt, im Gegenteil. Hier, das hast du dir verdient, Kumpel.“ Crix griff hoch erfreut nach dem halben Burger und verschlang ihn mit Genuss. Danach holte Ayron zwei Protein-Shakes aus seiner Tasche, einer mit Schoko- der andere mit Erdbeergeschmack. „Welchen willst du heute? Mir ises egal.“ Machollo griff nach dem Erdbeershake. Trainer und Pokemon öffneten die Getränke und prosteten sich zu.
Auf dem Rückweg hielt der braunhaarige Karateka spontan bei einem Baum an und lehnte sich mit verschränkten Armen hinter dem Kopf dagegen. Das Kampfpokemon folgte seinem Beispiel. Ayron dachte an die Trainer von vorhin und wie es wäre, auf eine Reise zu gehen. Einfach mehr von der Welt sehn, neue Leute, neue Lebensverhältnisse kennenlernen und nicht nur tagein, tagaus in einer Arena zu trainieren und den Rauforden zu verteidigen. Er fühlte sich plötzlich wie ein Gefangener in den Verpflichtungen seiner Familie und er erkannte nun überdeutlich eine tiefe Leere in seinem Kämpferherzen. Gedankenversunken schloss er die Augen und genoss die Wärme der Sonnenstrahlen…
Ayron wachte auf, als ein Tropfen auf seine Stirn fiel und ihm kitzelnd die Wange hinunterrann. Der groß gewachsene Junge starrte ungläubig in den Himmel und stellte fest, dass regengeschwängerte Gewitterwolken die Stadt verdunkelten. „Das hat uns noch gefehlt… Komm schnell, Crix!“, befahl er.
Mit feuchten Klamotten und halb ausgewaschener Frisur erreichte er mit Machollo auf seinem Fahrrad sein Dojo im Turm der Erkenntnis. Er duschte ausgiebig und zog sich etwas Neues an. Als er die Wendeltreppe hochstieg und sich Richtung seinem Schlafzimmer bewegte, hörte er aus dem Speiseraum mehrere bekannte Stimmen, als er an der Tür vorbeikam. Er öffnete sie und zu seiner Überraschung saß die Trainergruppe von vorhin mit Combre und Connie an einem niedrigen Tisch und tranken Tee.
Ayron betrat den Raum, als ihm alle nett zuwinkten, alle bis auf Combre. Er verzog eine ernste Miene und griff mit geschlossenen Augen zu seinem Tee.  Pikachu freute sich, Machollo wieder zu sehen und begrüßte ihn. Kurz drehte Machollo sich mit verschränkten Armen weg, aber dann grinste er Pikachu an und reichte ihm die Hand. Er spielte mit ihm und den anderen Pokemon Fangen. Anscheinend haben die Trainer alle ihre Pokemon aus den Bällen befreit: Fynx, Igamaro, Froxy, Dartiri, Scoppel und ein Resladero waren da. Connies Lucario saß mit ihr am Tisch, die beiden sahen sehr zufrieden aus.
„Hey, Leute, was macht ihr denn noch hier?“, fragte Ayron verdutzt.
„Als wir die Arena verlassen wollten, wurden wir vom Regen überrascht und deine Schwester war so nett, uns zum Abendessen und zum Übernachten einzuladen.“, antwortete Serena lächelnd.
Ayron sah sie an und freute sich innerlich wie ein Kind im Süßwarenladen. „Schön, sie noch etwas länger zu sehn… Gut, dass ich nach dem Duschen noch meine Frisur nachgestylt hab.“, dachte er sich.
„Komm, setz dich zu uns! Für müssen feiern, dass ich den Rauforden verteidigt habe.“, forderte Connie lächelnd. Ash grummelte bei dieser Erwähnung.
„Mega-Lucario ist wahnsinnig stark, da fehlt dir wohl noch etwas Training, Ash.“, meinte Citro mit erhobenem Zeigefinger. „Klappe, das weiß ich selber…“, knurrte Ash drohend zurück.
Ayron bewegte sich zu dem Tisch, aber plötzlich stand Combre auf und sah Ayron ernst an.  
„Großv…?“
„Du wirst mich fürs erste wieder mit Meister ansprechen!“,  fiel er ihm drohend ins Wort. Alle erschraken sich und schauten den alten Mann an.
„Ist etwas nicht in Ordnung, Meister?“, korrigierte Ayron sich.
„Ich wüsste gern, ob du mit deinem Zusatztraining aufgrund deiner Niederlage schon fertig bist. So, wie ich dich kenne, hast du dir im Pokemoncenter den Bauch vollgeschlagen und danach gepennt. Und wag es nicht, mich anzulügen!“
Eine betrübte Stimmung hing im Speiseraum. Alle blickten nachdenklich zu Boden.
„Ich lüge Euch seit sechs Jahren nicht mehr an, Meister, und das wisst Ihr auch. Wenn Ihr gestattet, würde ich gern das Zusatztraining auf morgen früh…“
„Morgen früh?! Du wirst auf der Stelle dein Zusatztraining abhalten! 100 Kniehocksprünge, 100 Sit-Ups und 100 Liegestützen! Und als Strafe dafür, dass du versucht hast, dich zu drücken, wirst du die Übungen nicht im Dojo, sondern draußen verrichten!“
„Aber Großvater, draußen regnet es jetzt doch. Sei doch bitte nicht immer so hart zu meinem Bruder, ich finde, er hat das nicht verdient. Vor allem nicht, wenn wir Gäste dahaben…“, mischte sich jetzt Connie ein.
„Schweig, Connie, das ist eine Sache zwischen Meister und Schüler! Ayron, du hast noch einen weiten Weg vor dir und ich dulde nicht, dass du faul wirst! Abgesehen davon hast du deine Gefühle nicht unter Kontrolle, diese vernebeln deine Entscheidungsfähigkeit im Pokemonkampf. Der heutige Kampf hat das bewiesen! Du wirst jetzt auf der Stelle dein Zusatztraining verrichten, das ist ein Befehl!“, schrie er nun.
Connie zuckte zusammen, Ayron stand da, sah zu Boden und die Schamesröte stieg ihm ins Gesicht. Dass sein Großvater ihn ausgerechnet vor Serena so anschreien musste, empfand er als böse, gemein und unfair. Er wusste aber, das Wiederworte sinnlos waren, ja, seine Situation nur verschlimmern würden.
„Jawohl, Meister… ich danke Euch für Eure Lehre“, kam es leise von ihm und er verbeugte sich dabei. Combre sagte nichts mehr dazu, setzte sich und würdigte ihn keinen zweiten Blickes.
Alle anderen sahen Ayron dabei traurig zu, wie er kehrt machte und zur Tür hinausging. Machollo wäre zwar gerne geblieben, folgte aber Ayron, ohne lange darüber nachzudenken und ohne einen Befehl dafür erhalten zu haben.
Ayron war so in Gedanken versunken, dass er erst an der untersten Stufe Notiz von seinem Pokemon nahm. Er ging vor ihm in die Hocke und legte die Hand auf  seine Schulter.
„Danke Crix, dass du mir gefolgt bist, aber du musst das nicht tun. Es ist nicht deine Schuld, dass wir den Kampf verloren haben…“
Machollo schüttelte heftig den Kopf und bedeutete Ayron, mit ihm nach draußen zum Training zu gehen. Ayron lächelte und umarmte Crix, der die Umarmung erwiderte.
Es schüttete wie aus Kübeln. Blitz- und Donnerknall erschallten und jagten verschreckte Vogelpokemon aus ihren Nestern auf. Ayron´s Klamotten und seine Haare waren schlammig-braun verfärbt, als er mit Machollo sein auferlegtes Zusatztraining absolvierte.
„Warum, Großvater, warum…?“, fragte er sich in Gedanken, während er bei der 36. Liegestütze war. Seine Hände waren bis zum Oberarm dabei schon im Schlamm versunken.
Es war schon später Abend, als er fertig war. Er hatte mit dem Gedanken gespielt, nur die Hälfte der Übungen zu machen, da er aber Angst hatte, Combre könnte ihn beobachten, verwarf er ihn. Combre stand tatsächlich an einem Fenster im oberen Stockwerk und musterte ihn nachdenklich. „Bitte vergib mir, Ayron… Ich weiß nicht, warum, aber ich hab das Gefühl, dass du viel stärker werden musst, als du jetzt schon bist…“, dachte er sich betrübt.
Ayron zog die dreckigen Klamotten aus, duschte sich und erhitzte den riesigen Wasserbottich mit einem Feuer von unten. Da in das hölzerne Dach des Badezimmers Luftlöcher eingearbeitet waren, konnte der Rauch ohne große Probleme abziehen. Trainer und Pokemon machten einige Dehnübungen, während sie auf das heiße Wasser warteten, löschten schließlich das Feuer und legten sich in den Bottich, der die Größe eines Relaxos hatte.
„Schön, so ein heißes Bad nach einem anstrengenden Training, findest du nicht auch?“, murmelte Ayron zufrieden, während das Wasser seinen kalten Körper erwärmte und die verkrampften Muskeln entspannte. Machollo stimmte murmelnd zu.
Nach einer Stunde trocknete sich der durchtrainierte Jugendliche ab und zog sich etwas an, dabei stellten beide fest, dass das Abendessen längst überfällig war. Beide gingen in den Speiseraum. Als Ayron die Tür aufriss, erschrak Serena, die am Tisch mit Fynx saß und Tee trank und kreischte kurz auf. Fynx reagierte sofort, sprang Ayron und Machollo entgegen, musterte beide argwöhnisch und knurrte leise. Ayron riss selber vor Schreck die Augen auf.
„Tut mir leid, ich bin nicht gewöhnt, dass um diese Zeit noch jemand im Speiseraum ist. Ich bin meistens der letzte, der noch was isst.“, entschuldigte er sich. „Kein Problem. Fynx, es ist ok, das ist Ayron.“, lächelte sie.
„Komm mal her, Kleines.“, meinte dieser lächelnd, ging in die Hocke und streckte eine Hand vor. Vorsichtig näherte Fynx sich ihm und schnupperte an seiner Hand. Nach ein paar Sekunden schmiegte das weibliche Fuchspokemon sich mit dem Kopf daran, woraufhin Ayron es streichelte. „Ist das dein Fynx? Echt süß…“,
„Ja, mit Fynx hab ich meine Pokemonreise begonnen, es ist echt total lieb und süß. Ich.. ähm…“ „Ihr Wangen verfärbten sich leicht rot. „Ich hab mir schon gedacht, dass du Hunger haben könntest, darum hab ich nochmal schnell einen Tee aufgebrüht und dir Makronen aufgehoben, die ich immer für die anderen backe, probier doch mal eine…“
Sie stand auf, holte die Makronen und füllte eine zweite Tasse mit Tee. Ayron war gerührt und freute sich sehr über diese Geste: „Danke, echt nett von dir…“
Ayron bemerkte, dass Serena ihren Pyama anhatte, ihren Hut abgenommen und ihr goldenes Haar komplett offen trug. Der Pyama formte sich wunderschön um ihre weiblichen Rundungen und ihren ansehnlichen Po.
„Ihr Körper ist einfach Bombe. Ein Engel auf Erden...“, dachte Ayron schmachtend. Er schluckte und versuchte, sich auf ihren Hinterkopf zu konzentrieren, bevor er ein Problem in der Hose bekam.
„Fynx, Fynx, Fynx!“, rief das Feuerpokemon vergnügt, biss Ayron in ein Hosenbein und versuchte, ihn zum Tisch zu zerren. Ayron lächelte und nahm mit Machollo Platz, während Serena den Tisch deckte und sogar zwei Servietten für Trainer und Pokemon hervorholte.  Plötzlich wurde die Tür erneut aufgerissen.
„Serena, ich hab dich schreien gehört! Alles ok?“, wollte ein keuchender Ash wissen, der anscheinend die komplette Wendeltreppe heruntergelaufen ist.
Nach einer kurzen Aufklärung saßen sie nun zu dritt am Tisch.
„Aha, Connie hat den Orden gegen dich verteidigt. So kenn ich mein Schwesterchen mit Mega-Lucario. Die beiden sind ein fast unschlagbares Team.“, sagte Ayron grinsend.
„Ja, aber ich werde nicht aufgeben. Ich werde mit meinen Pokemon weiter trainieren und wenn wir stark genug sind, fordern wir sie erneut heraus. Hey Ayron, was hältst du davon, mit uns gemeinsam zu trainieren? Komm doch einfach mit auf die Reise!“, meinte Ash lächelnd.
„Ja, das wär echt toll! Mit dir müssten wir vor nix und niemandem wirklich Angst haben, weil dein Machollo stark ist und du auch!“, bestärkte Serena Ashs Vorschlag.
„Und du hast schöne Arme- und Bauchmuskeln…“, dachte sie sich mit rötlichen Wangen.
Ayron war sichtlich gerührt über den Vorschlag und musste sich mit Gewalt ein, zwei Freudentränen verkneifen, genau das hatte er sich gewünscht. Doch gleich darauf wich diesem Gefühl einem traurigen Gesichtsausdruck.
„Das ist sehr nett von euch und ich würde euch gerne begleiten. Aber ich denke, mein Großvater würde das nicht erlauben…“, murmelte Ayron. Bei dem Gedanken wechselten abermals seine Gefühle und es kam eine innere Wut in ihm hoch. Er stand hektisch auf, ging zum Kühlschrank, holte eine Flasche Rum heraus und goss sich einen guten Schuss in den Tee, danach setzte er sich wieder und nahm einen kräftigen Schluck.
„Verdammt nochmal, Großvater sperrt mich hier drin ein und lässt mich nicht vorwärts kommen! Er ist über alle Maßen kritisch, behandelt mich schlecht…. Versteht einfach nicht! Das ist nicht fair!“, sprudelte es plötzlich aus ihm heraus.
Ash und Serena erschraken leicht. Machollo und Fynx blickten traurig zu Ayron hoch.
Serena fasste sich ein Herz und legte ihre Hand auf die seine. „Vielleicht kannst du ihn ja überzeugen, wenn du sagst, dass du auf der Reise ein besserer Trainer werden willst. Das ist doch letztendlich auch sein Wunsch, nicht wahr?“
Ash legte seine Hand auf Ayrons Schulter. „Also, ich finde, dass das eine super Idee von Serena ist.“, meinte dieser. Ayron beruhigte sich wieder, dank den Streicheleinheiten und dem Alkohol. Er überlegte kurz.
„Danke, Leute. Ich glaube zwar nicht daran… aber ich kann ja mal mit ihm  reden, bevor ihr morgen aufbrecht.“, erwiderte er lächelnd und wandte sich seinem Pokemon zu.
„Was meinst du, treuer Trainingspartner?“ Crix spannte vor Freude die Armmuskeln an und stimmte in seiner Sprache zu. „Ahja, und Serena…“
„Hm?“ Ayron biss herzhaft in eine Makrone hinein.
„Diese Dinger sind echt lecker, handlich wie Kuchenstücke und innen lecker gefüllt wie Torte. Und sie passen perfekt zum Tee.“, lobte er sie.
„Danke, freut mich, dass es dir schmeckt….“, antwortete sie, während sie ihm glücklich beim Essen zusah.
Die drei Trainer und zwei Pokemon ließen den Abend im harmonischen Beisammensein ausklingen, bis sie schließlich schlafen gingen.

Am nächsten Morgen packten die vier Reisenden ihre Sachen zusammen, frühstückten mit der Arenaleiterfamilie und gingen schließlich nach draußen. Ayron stand mit verschränkten Armen da, schaute nachdenklich zu Boden und trat dabei nervös mit einem Fuß auf den anderen. Ash und Serena warfen ihm ab und zu erwartungsvolle Blicke zu.
„Meister, auf ein Wort…“
„Ja, Ayron?“
Ayron näherte sich Combre und sah ihm ernst in die Augen. Connie blickte ihren Bruder fragend an.  „Ich habe nachgedacht: Ich will eine Pokemonreise beginnen, um zu innerlicher Stärke und Ausgeglichenheit zu gelangen.“, sprach er mit fester Stimme.
Combre Augen verengten sich zu Schlitzen und er verzog die Mundwinkel nach unten. Er drehte dem jungen Mann den Rücken zu und schritt nachdenklich auf und ab. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam er zurück, blickte Ayron prüfend an und verschränkte die Arme hinter seinem Rücken.
„Du willst also fort von hier, deine Familie im Stich lassen?“ Mit dieser Frage hatte Ayron gerechnet.
„Ich lasse euch nicht im Stich, Meister. Ich werde Euch oder Connie bei jeder Möglichkeit anrufen. Wenn ihr mich brauchen solltet, werde ich meine Reise sofort unterbrechen.“
„Und wenn du in Gefahr gerätst, wer hilft dir dann? Du warst noch nie weg von zu Hause, du weißt nicht, wie die Welt da draußen ist.“
Ash und Serena berieten sich währenddessen mit den anderen. Citro schritt lächelnd auf Ayron und Combre zu.
„Ayron begleitet uns, so werden wir auf uns gegenseitig aufpassen können. Unser erstes Ziel wird Illumina City sein, dort wird er ein Holo-Log von meinem ehemaligem Lehrer Professor Platan erhalten, die modernste Version der Telekommunikationstechnik. Man kann damit von überall jemanden anrufen, der auch ein Holo-Log besitzt. Dank neuester Forschungen ist es uns beiden gelungen, die Verbindung sogar in Höhlen oder weit oben in den Bergen aufrecht zu erhalten.“, meinte Citro stolz und schob sich dabei seine Brille grinsend zurecht, die in der Sonne glitzerte.
Ayron lächelte den blonden Laborjungen dankend an. Combre überlegte kurz.
„Also gut. Ich lasse dich ziehen… unter einer Bedingung.“ Ayron riss vor Erstaunen die Augen auf.
„Was ist es? Ich tue alles, Meister, wirklich alles!“, schrie der junge Karateka in freudiger Euphorie. Jetzt lächelte Combre.
„Du wirst gegen mich kämpfen.“ Ayron erschrak.
„Meister, bei allem gebührenden Respekt, wie könnt Ihr nur denken, dass Crix gegen euer Lohgock den Hauch einer Chance hat?“ Combres Grinsen wurde breiter.
„Ich meinte auch keinen Pokemonkampf. Wir beide werden kämpfen, Mann gegen Mann, beziehungsweise, Meister gegen Schüler.“  Jetzt mischte sich Connie ein.
„Großvater, das ist doch wahnsinnig! Er hat gegen dich noch weniger Chancen, als mit Machollo gegen Lohgock. Dich hat seit 50 Jahren niemand mehr im Kampf besiegt! Du trägst den Titel „Mr. Mega, der Stärkste auf Erden!“, rief Connie empört.
„Ayron muss mich nicht besiegen. Es genügt mir, wenn er im Kampf gegen mich fünf Minuten durchhält. Wenn er das schafft, halte ich ihn für stark und fähig genug, eine Pokemonreise aufzubrechen. So, mein junger Schüler, nun liegt es an dir: Nimmst du die Herausforderung an?“
Ayron spürte ein Gefühl, dass er fast vergessen hatte: Angst. Er wusste aus früheren Kämpfen, wie mächtig sein Meister war und wie er ihn zugerichtet hatte. Nach einem Kampf mit Combre konnte er meistens eine Woche nicht trainieren, allein das Sitzen und Liegen schmerzte sehr. Zuerst wollte er die ganze Sache hinschmeißen. Dann aber fiel ihm Serena wieder ein, die ihn anscheinend mochte. Ash, der ihn auf die Reise eingeladen hat. Citro, der ihn gerade im Gespräch mit seinem Meister unterstützt hat und die süße, kleine Heureka, die so begeistert von seinem Hobby war. Er wollte seine neuen Freunde nicht verlieren. Die Angst verschwand und wich Selbstvertrauen, Willenskraft und Mut.
„Ich nehme Eure Herausforderung an, Meister.“, sprach er entschlossen. Combre nickte ihm zu.
„So sei es! Wir werden den Kampf auf dem Sandstrand vor der Stadt abhalten. Ich geh schon mal vor.“
…..
Ayron trippelte nervös und der warme Sand knirschte unter seinen nackten Füßen. Er hatte sich zwischenzeitlich umgezogen und trug seinen frisch gewaschenen, weißen Karateanzug.
Combre stand einige Meter entfernt von ihm mit verschränkten Armen auf dem Rücken und wirkte sehr entspannt. Seine Augen waren zu und sein Lächeln ließ Ayron innerlich erschaudern.
Die Gruppe Trainer mit Heureka und die Arenaleiterin standen seitlich der zwei Kontrahenten, etwas entfernt, hinter ihnen der steinerne Treppenaufgang zur Stadt. „Ich hab Angst um Ayron… was meint ihr? Wird er es schaffen?“, fragte Serena und faltete nervös ihre Hände.
Fünf Minuten gegen Großvater… schwer zu sagen. Kommt drauf an, wie hart er ihn rannimmt. Wenn die beiden einen Übungskampf gemacht haben, war es für Ayron nach maximal drei Minuten vorbei. Die nächste Woche war mit ihm nichts anzufangen, so übel hat Großvater ihn jedes Mal zugerichtet…“ antwortete Connie.
„Ayron, du schaffst es! Du musst es einfach schaffen! Wir wollen mit dir auf Reisen gehn!“, feuerte Heureka. Ihr Dedenne auf dem Kopf stimmte ihr lautstark zu und wirbelte mit den Pfoten aufgebracht herum.
Ayron lächelte und winkte ihnen zu. Dann konzentrierte er sich wieder auf Combre.
„Es ist mal wieder an der Zeit, zu sehen, ob du besser geworden bist. Ich werde dich natürlich nicht schonen. Du musst in der Lage sein, dich in jeder Situation verteidigen zu können.“, sprach der alte Mann.
„Das habe ich befürchtet. Ich werde es euch nicht leicht machen, Meister.“, entgegnete Ayron und ging in Kampfposition.
„Das hoffe ich.“ Combre bückte sich, hob einen Stein vom Boden auf und warf ihn in den Himmel. Ash, Serene, Citro und Heureka erstaunte Blicke folgten dem Stein, der in den Wolken verschwand. Und verschwunden blieb.
„Wenn der Stein ins Meer fällt, beginnt unser Kampf.“, verkündete er. Ayron nickte. Eine Minute verging. Eine zweite. Und eine Dritte. Ayron´s Herz schlug so laut vor Anspannung, dass er glaubte, alle müssten es hören. Er zitterte wie Espenlaub, das Warten war nervenzerfetzend für ihn. Schließlich erblickte er den Stein, der sich endlich zeigte und ins Meer plumpste.

Sinnoh Gmyleader/Elite Four Battle Theme https://www.youtube.com/watch?v=0Xd0Ar-ePVU

Und da stürmte er auf seinen Meister zu, der immer noch gelassen, mit den Fäusten hinter dem Rücken dastand. Ayron deckte ihn mit mehreren, schnellen Faustschlägen und Fußtritten ein, denen Combre einfach auswich. Jetzt sprang er plötzlich hoch, über Ayron drüber und trat ihn dabei mit einem Fuß gegen den Hinterkopf, die Hände dabei immer noch hinter dem Rücken angewinkelt. Ayron stolperte nach vorne und fiel mit dem Gesicht in den Sand.
„Dein altes Problem, Junge: Du kannst deine Gefühle nicht kontrollieren. Du schlägst nur wild um dich, ich habe das Gefühl, als würde ich gegen ein wütendes Kleinkind kämpfen.“, sprach der alte Mann.
Ayron stand zähneknirschend auf und wischte sich mit dem Unterarm den Sand aus den Mundwinkeln. „Spar dir deine Predigten, alter Mann. Die bin ich mehr als leid…“, dachte er sich wütend und setzte wieder zum Angriff an.
„Arbokbiss-Technik!“, schrie der junge Karateka, öffnete seine Fäuste zu Handkanten, hielt sie mit offenem Daumen waagrecht und schnappte nach seinem Meister, der weiterhin nur auswich.
„Das Arbok ist schnell und giftig, kuscht sich aber gegen die schnelle Pranke eines Arkanis.“, sprach Combre, schnellte seine Hände nach vorne und packte Ayrons Unterarme. Dieser war überrascht und versuchte, sich zu befreien, aber die Arkanifaust umfasste ihn wie ein Schraubstock. Jetzt wandte Combre sich und warf seinen Schüler im hohen Bogen weg.
„Combre ist wirklich beweglich und flink für sein Alter. Der Wahnsinn…“, staunte Ash.
„Natürlich ist er das. Großvater hat sein Leben lang trainiert, alle berühmten Kampfpokemontrainer und deren Pokemon ausgebildet und die letzten Kampfsportturniere gewonnen. Seit 50 Jahren trägt er den Titel: „Mr. Mega, der Stärkste auf Erden.“ Niemand hat ihn seit damals besiegen können.“, antwortete das blonde Mädchen mit den Inlineskates und dem Helm. Die Gruppe erstarrte in Ehrfurcht, unfähig, etwas zu sagen und konnte sich nur den unausgeglichenen Kampf weiter ansehen.
Ayron stand genervt wieder auf und drehte sich um. Zu seinem Entsetzen lief nun sein Meister auf ihn zu. „Abgesehn davon war dein Arbokbiss langsam und zahnlos! Ich dachte, ich hätte ihn dir schon beigebracht, aber ich zeige ihn dir gerne nochmal!“ Mit diesen Worten trommelten nun Combres Hände auf Ayron ein. Einiges konnte er abwehren, aber die meisten Treffer saßen. Überall, wo Combre ihn berührte, verfärbte sich seine Haut zu blauen und lilafarbenen Blutergüssen oder platzte direkt zu blutenden Wunden auf. Schließlich ließ der alte Mann von ihm ab und sein verletzter Schüler fiel zu Boden.
Serena und Heureka hielten sich vor Entsetzen die Hand vor den Mund, Ash lief der kalte Angstschweiß die Stirn hinab.
„Meister Combre ist schneller als ein Maschinengewehr. Mein Laptop hat zehn Treffer pro Sekunde berechnet! “, bemerkte Citro fassungslos und tippte auf seinem Gerät weiter.
„2 Minuten, 38 Sekunden. Das ist leider zu wenig. Du enttäuschst mich, Ayron. Ich dachte, du hättest mehr gelernt in der letzten Zeit. Wie oft soll ich es dir noch sagen: Wahre Stärke kommt nicht von deiner Muskelkraft, sondern aus deinem Geist und deinem Herzen!“, schalt er seinen Schüler. Serena faltete ihre Hände und schloss die Augen: „Bitte, Ayron… bitte steh wieder auf…“, dachte sie sich.
Ayrons Hände zuckten und er erhob sich langsam. „Nicht so schnell, Meister. Wie Ihr seht, bin ich noch nicht besiegt. Ich werde nicht aufgeben!“, verkündete er.
„Jaaa, Ayron!“, jubelten die Zuschauer. Der alte Meister blickte erstaunt seinen Schüler an. Und rannte mit erhobenen Arbokköpfen auf ihn zu. „Es tut mir leid, Ayron, aber ich kann dich nicht gehen lassen… Du bist zwar stark, aber nicht stark genug….“, dachte er sich dabei.
Ayron ließ die Fäuste sinken und schloss die Augen. Er atmete tief ein und aus und dachte an die Lehren seines Meisters. „Es bedarf nicht nur reine Kraft, um einen starken Gegner zu bezwingen. Körper, Geist und Herz müssen eine Einheit bilden, genauso wie bei der Megaentwicklung von Trainer zu Pokemon. Nutze deine Umgebung. Werde eins mit Himmel und Erde. Fühle die Macht, die dich umgibt.“
„Was macht er denn? Er öffnet einfach so seine Verteidigung!“, rief Ash. Pikachu stimmte ihm zu. Connie sagte nichts, sondern starrte erwartungsvoll ihren Bruder an.
„Ich bin ruhig…. Ganz ruhig… Da, eine Erschütterung der Energie… Ich spüre ihn… ich spüre meinen Meister…“
„Arkanifaust.“, sprach Ayron, öffnete die Augen und packte Combres Unterarme, kurz bevor er ihn angreifen wollte. Combre starrte Ayron erstaunt mit offenem Mund an. Dieser grinste jetzt, ließ sich nach hinten fallen und nahm dabei seinen Meister fest im Griff mit. Als er am Boden war, schleuderte er Combre mit einem Fußtritt nach hinten weg. Der alte Mann flog im hohen Bogen über das Meer hinaus.
„Da! Ayron hat Großvater über das Meer geschleudert. Sobald er ins Wasser fällt, hat Ayron den Kampf gewonnen! Zum ersten Mal! Das Meer ist das Ende der Kampffläche!“, schrie Connie aufgebracht und zeigte auf ihren fallenden Großvater. Die Gruppe und deren Pokemon beobachteten voller Vorfreude den Flug des alten Mannes.
Ayron streckte siegessicher die Faust nach oben. „Jaaaa!“
„Ayron, ich kanns dir noch nicht sagen, aber ich bin stolz auf dich. Du bist jetzt sogar schon stark genug, um einen Angriff von mir einfach so abzufangen. Aber für einen Sieg gegen mich reicht das noch nicht.“, dachte Combre. Nur noch fünf Meter trennten ihn vom Wasser. Er bündelte die Hände hinter seinem Rücken und eine gleißende Lichtkugel entstand dazwischen. Alle blickten ihn fragend an.
„Aurasphäre!“, schrie er, streckte die gebündelten Handflächen nach vorne und feuerte einen Energiestoß ab, der auf der Meeresoberfläche explodierte. Durch den Schub wurde der Kampfmeister zurück, Richtung Strand geschleudert. Ayron und den Zuschauern fiel die Kinnlade herab.
„Nein, das gibt’s nicht!“, schrie Ayron ungläubig und starrte fassungslos seinen Meister an, wie er in der Luft einige Rollen schlug und schließlich ein paar Meter vor ihm landete. Crix, der neben Pikachu stand, schrie vor Empörung.
„Großvater beherrscht sogar deine Technik, Lucario.“, bemerkte Connie fassungslos. Lucario nickte, ebenfalls erstaunt.
„Meister, wie habt Ihr…?“
„Technik des wutschnaubenden Flampivians!“, fiel Combre ihm ins Wort und rannte auf ihn zu.
„Nein, nicht diese Technik! Die ist viel zu stark! Das ist nicht fair!“, protestierte Connie.
„Nur noch ein paar Sekunden, dann hat Ayron es geschafft… das darf ich nicht zulassen.“, dachte Combre und deckte seinen Schüler mit blitzschnellen Faustschlägen ein. Sie waren so schnell, dass sie in der Luft Feuer fingen. Ayron war noch zu erstaunt, um rechtzeitig reagieren zu können und bekam alle Angriffe ab, ins Gesicht und auf den Oberkörper.
Jetzt kam von Citros Laptop ein schriller Piepton. „Aufhören! Fünf Minuten sind vorbei!“, schrie er.
Combre stoppte widerwillig seinen brennenden Schlagsturm und Ayron fiel zu Boden. Er regte sich nicht mehr, schien bewusstlos zu sein. Mehrere Brandwunden waren an Körper und Anzug sichtbar.
„Nein, Ayron!“, rief Serena und wollte zu ihm. Connie hielt sie zurück, indem sie die Hand auf ihre Schulter legte. Als Serena sich Ayrons Schwester zuwendete, schüttelte sie nur ernst den Kopf.
„Er hat die Aufgabe erst erfüllt, wenn er innerhalb einer Minute aufstehn kann.“, sprach Combre mit strengem Blick. Damit wandte er sich ab, verschränkte die Fäuste hinter seinem Rücken und ging.
„Es tut mir leid, Kinder, aber er wird nicht aufstehn. Die nächsten sechs Stunden wird er sich nicht bewegen können. Niemand konnte das, der diese Technik abbekam…“, dachte er sich.
„Los, steh auf! Ich weiß, du schaffst das!“, rief Ash. Connie und der Rest der Gruppe stimmte mit ein. Die Pokemon schrien wild durcheinander.
Ayron irrte in seinen Gedanken umher. Es war so dunkel, dass man nichts sehen konnte. Jetzt aber, jetzt hörte er Stimmen. Sie riefen seinen Namen, und er bewegte sich darauf zu…
„50 Sekunden… 51… 52… Ayron, steh endlich auf!“, rief Citro, mit abwechselnden Blick auf den jungen Kämpfer und den Zähler auf seinem Laptop.
Von vielen Blicken umringt rührte er sich schließlich. Ayron stützte sich auf ein Knie. Er war am Ende, seine Verletzungen machten ihm sehr zu schaffen. Jede kleinste Bewegung kostete Kraft und verursachte ihm wahnsinnige Schmerzen. Die Menge war begeistert und jubelte lauthals. Sein Großvater musterte ihn. Man sah, dass er mehr als nur beeindruckt war.
Ayron streckte die rechte Faust in den Himmel, mit Zeige- und Mittelfinger nach oben. „Sieg!“, verkündete er feierlich. Dann fiel er nach hinten um und schlief vor Erschöpfung ein.


Kapitel 3: Abschied

Spoiler:
Digimonsoundtrack: Gib mir ein Zeichen https://www.youtube.com/watch?v=u7vLvdhSmeo

Ayron öffnete langsam, sehr langsam die Augen. Zuerst nahm er seine Umgebung nur verschwommen war. Als er sich mit einem Handrücken über das Gesicht wischte, erkannte er Crix, Serena und Heureka, die sich über ihn beugten.
„Hey, er kommt wieder zu sich!“, rief Heureka erfreut. Der braunhaarige Jugendliche setzte sich auf. Ein Schmerz durchfuhr ihn, er ächzte und hielt sich den Brustkorb. Serena blickte ihn besorgt an.
„Wie geht’s dir? Alles ok mit dir?“, wollte sie wissen. Ayron überlegte kurz, ob er Serena antworten sollte, das nichts ok ist und er ihr seine ganzen Verletzungen aufzählen sollte, verzichtete aber dann darauf.  
„Wird schon wieder…“, antwortete er stattdessen und stand auf. Crix blickte ihn fragend an. Ayron lächelte, beugte sich zu ihm herab und legte ihm seine Hand auf den Kopf. „Hey, Kumpel. Keine Sorge, ich lebe noch.“, meinte Ayron mit einem Augenzwinkern.
Ash und Citro wollten ebenfalls nach Ayron sehn und bewegten sich ihm zu. Aber plötzlich wurden beide zur Seite geschleudert, als Connie von hinten auf ihren Skates ankam und sie wegdrängte.
„Bruderherz!“ rief sie erfreut und winkte ihm zu. Ayron durchfuhr eine böse Vorahnung. Er hob seine Handflächen schützend vor. „Connie, warte, ich….“ Weiter kam er nicht. Das rasende Mädchen schloss ihren Bruder in die Arme. Durch den Schwung, den sie noch auf den Rollen hatte, riss sie Ayron zu Boden und landete auf ihn. Ein greller Schmerzensschrei erklang, den man bestimmt im Umkreis von ganz Yantara City hören konnte.
Connie wich erschrocken zurück. „Pass doch auf, dumme Gans! Siehst du denn meine ganzen Verbrennungen nicht?! Und einige Rippen sind wahrscheinlich auch gebrochen!“, fuhr der verletzte Kampfsportler sie an, stand vorsichtig wieder auf und legte seine Hände auf die Stellen, die am meisten schmerzten.
„Ups. Tut mir leid. Ich hab mich nur so für dich gefreut…“, stammelte das Mädchen mit dem Pferdeschwanz und hob verlegen eine Hand vor den Mund. Ayron grummelte und knurrte etwas Unverständliches vor sich hin, während er einige Meter wegging und sich dann zu Boden setzte. „Es ist nur so, dass… Du hast fünf Minuten gegen Großvater durchgehalten, so lang wie noch nie. Ich bin nur so stolz auf dich.“, sprach sie weiter und blickte danach traurig zu Boden.
Ayron stand auf und ging zu ihr. „Hab´s nicht so gemeint, Schwesterchen. Komm mal her.“ meinte er lächelnd und legte seine Arme um sie. Connie erwiderte glücklich die Umarmung, sehr vorsichtig diesmal, und lächelte ebenfalls. Combre schritt mit verschränkten Armen hinter dem Rücken auf die beiden zu.
„Deine Kampkunst hat sich wahrhaftig verbessert seit unserem letzten Kampf. Ich bin beeindruckt. Aber dich ziehen lassen, das kann ich nicht.“, sprach er. Für diese Aussage erntete der alte Mann mehrere böse Blicke und Zähneknirschen von den jungen Leuten und einigen Pokemon. Ayron stand auf, sah stirnrunzelnd seinen Meister an und wollte was sagen. Combre erahnte seine Frage und kam ihm zuvor:
„Du bist stark, Ayron, keine Frage. Aber körperliche Stärke allein reicht nicht. Du bist nach wie vor zu impulsiv, hast deine Gefühle nicht unter Kontrolle. Das ist gefährlich auf einer langen Reise. Dein Vater…“
„Ich weiß, was meinem Vater zugestoßen ist! Es war nicht seine Schuld!“, fiel Ayron ihm nun ins Wort. Der junge Kampfsportler ging auf Combre zu. „Meister, bei allem gebührendem Respekt: Ihr habt gesagt, wenn ich Eure Prüfung bestehe, lasst Ihr mich ziehen. Ihr verlangt von mir, dass ich immer ehrlich zu Euch bin und mein Wort halten muss. Dann erwarte ich das aber auch genauso von Euch! Ich werde Yantara City verlassen, egal, ob mit oder ohne Eurem Segen. Verdammt nochmal, ich bin nicht Euer Gefangener! Ich bin ein junger Mensch mit Träumen und Zielen!“
Die jungen Trainer und seine Schwester nickten nachdenklich. Combre blickte erschrocken und nachdenklich zu Boden. „Komm, Crix, wir packen unsere Sachen. Es geht auf eine Reise!“, meinte Ayron, während er sich lächelnd zu seinem Pokemon umdrehte. Machollo jubelte und folgte ihm. Selbstbewusst ging er langsam an seinem Meister vorbei, ohne ihm dabei einen Blick zu schenken. Doch als er Combres Worte hörte, blieb er kurz stehen.
„Ich spüre den Trotz deines Vaters in dir. Nötig hast du das nicht! Aber so sei es…“
Meister Combre wendete sich mit finsterer Miene Ash, Serena, Citro und Heureka zu.
„Euer neuer Reisegefährte wird Ayron sein.“, verkündete er leise, mit ernstem Blick. Er seufzte einmal tief, danach ging er.

…..

Digimonsoundtrack: Wenn ich dich wieder seh https://www.youtube.com/watch?v=hsDKmpnSs-c

Connie begleitete  die junge Reisegruppe bis ans östliche Ende von Yantara City, das in die Route 12 mündete. Sie stoppten und Connie sah ihren Bruder an. „Bist du bereit, Ayron? Hast du alles Wichtige bei dir?“, fragte sie. Ayron nickte. Connie lächelte und holte einen Zettel aus ihrer Tasche. „Das ist die Nummer von meinem Holo-Log. Melde dich, wenn du deinen eigenen hast. Ich wünsche dir alles Gute und viel Glück, Bruderherz. Ich bin stolz auf dich, dass du eine Reise aufbrichst, aber gleichzeitig bin ich traurig, dass ich dich eine Zeit lang nicht sehen werde. Jetzt müssen wohl die anderen Trainer in der Arena deine Aufgabe übernehmen…“, murmelte sie.
„Ich bin mir sicher, dass sie das mit einer so guten Arenaleiterin wie dir hinkriegen werden. Du musst sie nur richtig drillen, so wie mich.“, erwiderte er grinsend. Connie umarmte ihren Bruder und drückte ihm einen Kuss auf die Wange. Ayron stieg die Schamesröte ins Gesicht und er löste sich schnell von ihr.
„Nicht doch vor den anderen… Jetzt hab ich Schwesterspucke im Gesicht, is ja widerlich….“, meinte er verlegen und wischte sich mit einem Ellbogen ab.
„Blödmann….“, sagte Connie liebevoll und knuffte ihm in die Seite. „Pass auf dich auf, du wirst mir fehlen, Nervensäge.“, sagte er weicher Stimme. „Du mir auch, Hitzkopf.“, antworte sie lächelnd, mit Tränen in den Augen. Er blickte kurz irritiert vor sich hin, fasste Connie um die Schulter und gab ihr schnell einen Kuss zurück. Dann drehte er sich hektisch um. „Es wird Zeit, wir müssen los, komm, Crix!“, meinte er mit roten Wangen und glänzenden Augen. Dann stiefelte er auch schon davon, bis er von einer Stimme aufgehalten wurde.
„Ayron, warte mal.“ Zu seiner Überraschung erblickte er seinen Meister, der sich der Gruppe näherte. „Meister, Ihr…?“
„Spar dir den Meister, ich bin dein Großvater. Bitte versteh mich nicht falsch, mein junger Recke: Ich gönne dir die Reise, ich mach mir nur einfach Sorgen um dich. Ich habe deinen Vater verloren, dich will ich nicht auch noch verlieren. Pass auf dich auf, mein Goldjunge…“ Combre umarmte Ayron und drückte ihn fest an sich. Den anderen fiel die Kinnlade herab, so einen Gefühlsausbruch hatten sie von dem ernsten, grummelnden Alten nicht erwartet. Connie war so gerührt, dass sie sich ein Taschentuch hervorholte, um sich die vielen Freudetränen abzuwischen, die ihr nun aus den Augen kullerten. Ayron erwiderte die Umarmung seines Großvaters. Er konnte nun einige Tränen auch nicht mehr zurückhalten.
„Hier, etwas gegen das anfängliche Heimweh.“, sagte Combre grinsend und holte einen silbernen Flachmann gefüllt mit Sake hervor.
„Was, aber, ich… ich darf nicht trinken, ich meine… ich trinke nicht…“, stammelte Ayron erschrocken. Combre lachte. „Glaubst du im Ernst, ich merke nicht, wie mein Fass in der Vorratskammer immer leerer wird? Soviel trinke ich alleine auch nicht.“ Alle lachten, während Ayron sichtlich gerührt den Flachmann entgegen nahm.
„Danke, Großvater. Pass auf dich auf. Und meldet euch, wenn ihr mich braucht. Ich werde da sein.“, versprach der braunhaarige Teenager. Combre und Connie nickten lächelnd. Sie verabschiedeten sich vom Rest der Gruppe und Ayron trat mit Ash, Serena, Citro und Heureka die Reise an. Combre hatte sich bereits umgedreht, da fiel ihm noch etwas ein.
„Ach, Citro mein Junge, komm doch mal bitte kurz zu mir.“, forderte er. Geht schon mal vor, ich komme gleich nach.“, meinte der blonde Brillenträger und kam der Bitte nach. Heureka blickte ihrem Bruder fragend hinterher. „Was haben die denn jetzt zu bereden? Komisch.“, meinte sie. Dedenne gab einen zustimmenden Laut von ihrem Kopf. Die Gruppe machte sich auf den Weg und winkte Combre und Connie dabei noch etwas zu.
Combre, Citro und Connie standen sich nun im Dreieck nachdenklich und ernst gegenüber. „Und, was hältst du von ihm?“, fragte der alte Mann.
„Ihr habt mir und dem restlichen Rat der Kalos-Wächter nicht zu viel versprochen, Meister. Ayron macht einen starken, mutigen und zielstrebigen Eindruck. Er könnte uns im Kampf gegen Team Flare tatsächlich eine große Hilfe sein.“
„Ich habe nur solche Angst um ihn. Hoffentlich passiert ihm nichts. Hoffentlich geht er kein zu großes Risiko dabei ein. Unsere Eltern…“, fing Connie an, kam nicht weiter, hielt sich die Hände vor das Gesicht und begann zu weinen. Combre legte tröstend eine Hand auf ihre Schulter.
„Diese Angst teile ich auch, Connie. Wir müssen wachsam bleiben. Es wird Krieg geben. Ich weiß nicht, wo, ich weiß nicht, wann und in welchem Maße, aber er wird kommen. Eine dunkle Aura umgibt die feindliche Organisation und wird sich erheben, das habe ich im Gefühl. Ich hoffe nur, dass wir bis dahin bereit sein werden… Citro, wenn euch irgendetwas Seltsames auf der Reise auffällt, melde dich bei uns. Und, bei Arceus, geht kein unnötiges Risiko ein! Halte vor allem Ayron zurück, bevor er irgendeine Dummheit begeht. Ich glaube, dass er sehr schnell den Helden spielen wird.“ „Natürlich, Meister.“, erwiderte Citro ernst nickend. Damit verabschiedeten sich Combre und Connie von Citro, und dieser machte sich auf, die Gruppe einzuholen.


Unheil volle Verheißungen ziehen wie dunkle Wolken über das Land
des Propheten Weissagung wie ein Schatten über seiner rechten Hand
bedrohlich anzukennt
zu vernichten…. unsere Welt.


Zuletzt von Ayron am Di 20 Sep 2016, 12:21 bearbeitet, insgesamt 18 mal bearbeitet

Ayron
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Re: The Ayron Saga

Beitrag von Ayron am Sa 11 Jun 2016, 12:12

Kapitel 4: Der Schutzpatron der Mähikel-Herde

Spoiler:
Pokemon-Opening: Die Johto-Reisen

Ayron, Serena, Ash, Citro und Heureka schlenderten gemütlich über die Route 12, die von saftigen Wiesen, bunten Blumenmeeren und üppig bewachsenen Feldern umgeben war. Die Route war bekannt für ihren Ackerbau und Viehzucht und das größte und idealste Gebiet dafür in der Kalosregion. Pikachu und Machollo liefen neben ihnen her. Ayron sperrte ihn nicht gerne in den Pokeball ein und wollte seinem Partner auch nicht die Gelegenheit nehmen, an der frischen Luft zu sein. Crix sprang vergnügt herum und schnupperte an den Blumen. Man sah, dass für ihn die freie Natur nach der langen Zeit im dunklen, stickigen Turm eine wahre Wohltat war. Ayron stoppte und hielt sich den Magen, der plötzlich zu knurren anfing.
„So‘n Mist. Bei dem ganzen Hin und Her mit Großvater und Sachen packen hab ich total vergessen, noch was zu futtern…“
„Was? Aber du hast doch erst vor vier Stunden was gefrühstückt und das auch sehr reichlich“ meinte Citro erstaunt. Ayron antwortete mit einer wegwerfenden Handbewegung.
„Wenn du wüsstest, wie anstrengend Kämpfen ist. Ich brauch was zwischen die Kiemen und zwar schnell.“
„Ich hab auch Hunger…. Serena, hast du noch was von deinen leckeren Makronen?“ wollte Ash wissen.
„Moment, ich schau mal…“ Serena öffnete ihre Tasche und kramte darin herum. Sie erschrak, als plötzlich eine kleine Gestalt daraus hervor sprang. Vor Schreck fiel sie nach hinten. Ayron reagierte sofort, hechtete zu ihr und fing sie in geknieter Hocke auf. Ganz kurz lächelten sich beide an, aber schon standen sie wieder und wollten wissen, was aus ihrer Tasche gekommen ist.
„Oh nein, Igamaro!“, rief Citro genervt. Das grünbraune Igelpokemon saß vergnügt mit Serenas Plastikbox am Boden und aß die letzte Makrone daraus. „Iga-iga-maro, maro, maro, maro!“, verkündete es fröhlich, was wahrscheinlich so viel heißen sollte, wie „Ich bin satt“. Anscheinend ist mindestens die halbe Box noch voll gewesen, denn Igamaro war kugelrund vollgefressen und legte sich schlafen. Pikachu und Machollo liefen zu ihm und schimpften, das Igamaro allerdings herzlich wenig interessierte. Die ganze Gruppe seufzte und Citro holte Igamaro in seinen Pokeball zurück. „Es muss sich vorhin befreit haben und an deinen Rucksack gegangen sein, als wir durch den Kampf von Ayron und Meister Combre abgelenkt waren. Tut mir leid, Serena...“, seufzte Citro und sah geknickt zu Boden.
„Das ist doch nicht so schlimm. Ich hoffe, es hat ihm geschmeckt.“, antwortete sie lächelnd. Ayron und Ash seufzten tief, ließen die Köpfe hängen und ihre Mägen knurrten nun fast schon dauerhaft synchron. „Seht mal, da!“, rief Heureka vergnügt und lief vor. Alle drehten sich um und folgten ihr. Heureka steckte ihren Kopf durch zwei Stahlbalken einer großen Absperrung.
„Da, seht ihr? Sind die nicht süß?!“ fragte sie strahlend. Die restliche Gruppe erblickte innerhalb der Absperrung einen großen Bauernhof, dort waren viele Mähikel zu sehen, die sich an den saftigen Wiesen genüsslich taten und gelegentlich blökten. „Ja, das ist die Mähikelfarm, die größte in der Kalosregion“, sagte Citro, der auf sein Holo-Log sah und tippte. Ayrons Augen begannen ebenfalls zu strahlen.
„Ja! Das trifft sich ja großartig! Wo es eine Farm gibt, gibt es auch einen Bauern. Und wo es einen Bauern gibt, da gibt es auch was zu essen!“, schlussfolgerte er. „Ja, toll, nur… das Tor ist verschlossen. Anscheinend darf hier grad niemand rein.“, meinte Ash. Ayron grinste breit. „Pille-Palle! Ich tu ja nix Böses, will nur den Bauern sprechen.“
Mit diesen Worten kletterte Ayron hoch, schwang sich über die Absperrung und sprang auf der anderen Seite herunter. Er sah sich um und erblickte ein Haus. „Da wird er drin sein.“ Er drehte sich um und winkte seinen Freunden zu. „Ich seh mir die Sache mal an! Wartet hier!“, meinte er und ging los. Die Gruppe warf ihm unsichere und skeptische Blicke zu. Auf seinem Weg kam er an mehreren Mähikel vorbei, die ihn fragend ansahen. „Keine Angst, ich tu euch nix. Schön brav weitermampfen…“, redete er ruhig und freundlich auf die Herde ein. Aber plötzlich hoben einige der plüschigen Ziegenpokemon den Kopf und gaben ein lautes Blöken von sich. Die anderen Mähikel stimmten mit ein. Ayron erschrak und sprach: „Keine Panik! Ich sagte doch, ich tu euch nix!“
„Das ist ein Hilferuf der Mähikel, das bedeutet nix Gutes…“, meinte Citro. Ein Rascheln in einem Gebüsch links von der Weide erregte seine Aufmerksamkeit. Und aus dem Gebüsch trat ein großes, muskulöses Tauros. Die Gruppe außen am Tor erschrak. Ayron hatte das Stierpokemon mit den drei Ruten noch nicht bemerkt, da er ihm den Rücken zukehrte und immer noch versuchte, die Mähikel zu beruhigen. „Ayron, hinter dir, pass auf!“, schrie Citro. Ayron drehte sich fragend um und keuchte vor Schreck, als er plötzlich den riesigen Bullen vor sich sah. Er war nur noch einige Meter von ihm entfernt.  Ayron hielt die Hände vor:
„Immer mit der Ruhe, Kumpel. Ich will nur zu deinem Bauern…“, meinte er. Tauros´ Blicke musterten Ayron argwöhnisch. Er schaute abwechselnd auf das gelbe Shirt, die orangene Sporttasche und die rote Hose. Dabei senkten sich die Augenbrauen des Bullen bedrohlich und er begann, aufgeregt zu schnauben und schabte dabei mit dem rechten, vorderen Huf über dem Boden.
„Oh nein, die Farben von Ayrons Klamotten machen ihn wütend! Schnell, Ayron, komm her! Er wird dich gleich angreifen!“, schrie Citro. Ayron schluckte und machte einen leichten Schritt zur Seite… und Tauros setzte sich in Bewegung.
Mit einer Geschwindigkeit, die seine massige Gestalt Lügen strafte, stürmte er nun mit gesenktem Kopf auf ihn zu. Ash, Serena und Heureka wurden panisch und schrien wild durcheinander. Der jugendliche Karateka zog reflexartig die Fäuste hoch und sprang zur Seite. Tauros rannte ganz knapp an ihm vorbei und in seiner Raserei stürmte er weiter auf den hölzernen Wassertrog der Mähikel zu. Die Mähikel liefen zur Seite und Tauros schlug mit den Hörnern auf den Trog ein, der dadurch in die Luft geschleudert wurde, an der Absperrung aufprallte und in mehrere Teile zerberstete. Ayron fluchte angesichts dieser Zerstörungskraft. Tauros drehte sich um,  schabte wieder ein paarmal über den Boden und stürmte auf ihn los.
Machollo wurde das zuviel. Er kletterte die Absperrung hoch und schwang sich in den Hof hinein. Dort angekommen, rannte er auf Tauros zu. Ash blickte sein Pikachu an: „Los, Pikachu, helf ihnen!“, meinte er. „Pika!“, stimmt die gelbe Elektromaus zu. Sie war klein genug, um sich zwischen die Stahlpfosten hindurch zu quetschen.
Der Bulle rannte ein weiteres Mal auf Ayron zu, den die Situation langsam zu nerven begann. "Jetzt hab ich hier aber langsam die Faxen dicke! Arkanifaust!“ Ayron fing mit den Händen Tauros´ Hörner ab und stemmte sich gegen ihn. Aber gegen diese riesige Masse, die in Bewegung war, reichte das nicht aus. Tauros schliff den Trainer einige Meter zurück, bis er plötzlich den Kopf hob und zur Seite warf. Ayron verlor den Halt, flog durch die Luft und fiel zu Boden, konnte sich aber noch abrollen. Benommen vom Sturz hielt er sich den Kopf und stöhnte, während Tauros zu einem neuen Sturmangriff ansetzte.
Da sprang Machollo vor Ayron hoch, drehte sich in der Luft und fiel mit ausgestrecktem Bein und angespanntem Fuß auf Tauros herunter. Der Fusskick traf den bulligen Berserker direkt am Auge. Tauros schüttelte sich im Rennen, verlor dabei leicht seine Koordination und lief knapp an Ayron vorbei, der sich freudig aufrappelte. „Sehr gut, Crix!“, rief er stolz. Machollo landete und ging in Kampfpose. Tauros machte kehrt und lief auf Trainer und Pokemon zurück. „Los, Crix, setz…“
„Los, Pikachu, Donnerblitz!“, wurde er von Ash unterbrochen. Pikachu war plötzlich da, ließ die Backen knistern und schickte Tauros ein Blitzgewitter entgegen. Tauros grunzte, muhte vor Schmerzen und fiel schließlich mit angesengtem Fell bewusstlos zu Boden. „Ja, gut gemacht, Pikachu!“, jubelte Ash. Serena legte ihre Hand auf seinen Oberarm und streichelte ihn. „Gut gemacht, Ash.“, lobte sie ihn mit glänzenden Augen. Ash lachte verlegen mit der rechten Hand am Hinterkopf.
Ayron hingegen beschoss ihn mit giftigen Blicken. Was fällt diesem kleinen Jungen ein, sich in seinen Kampf einzumischen? Er und Crix hätten Tauros ganz bestimmt allein geschafft. Ash hatte die beiden mit seinem ungebetenen Einschreiten um einen glorreichen Sieg gebracht. Der Teenager knirschte wütend mit den Zähnen und wusste nicht, ob es ihm egal sein sollte, dass das die Gruppe gerade nicht mitbekam.
Da knallte plötzlich etwas Metallenes auf seinen Hinterkopf. Die Gruppe außen am Zaun erschrak. Ayron fiel nach vorne auf die Knie, hielt sich den Hinterkopf und schrie vor Schmerz: „Auaaa!“ Er blickte sich um und sah hinter sich einen wütenden, dicken Mann mit Bart, einem Strohhut, blauem Hemd, grüner Latzhose und braunen Stiefeln, der eine Schaufel in der Hand hielt.

„Verschwinde von meinem Hof, du elender Dieb! Du kriegst keins von meinen Mähikel mehr!“, brüllte er und holte mit der Schaufel wieder aus. Ayron stand schnell auf und machte einen Satz rückwärts. „Nein, warten Sie doch! Ich bin kein Dieb!“, rief er empört. Der Bauer glaubte ihm kein Wort und ging auf ihn zu.
„Nein, schlagen Sie ihn bitte nicht mehr! Er sagt die Wahrheit!“, rief Serena am Zaun. Der Mann blickte erstaunt zum geschlossen Tor, wo die Gruppe stand.
Kurz darauf waren Ash, Citro, Serena und Heureka auch im Hof und redeten mit dem Bauern. „Achso, ihr seid nur wandernde Trainer, die Hunger haben? Es tut mir leid, dass ich dich für einen Dieb gehalten habe, Junge, aber warum kletterst du auch einfach über meine Absperrung?“, meinte dieser. „Es tut mir leid….“, murmelte Ayron. „Und wie ihr mein armes Tauros zugerichtet habt. Das finde ich auch nicht schön!“
„Ich werde mich um ihn kümmern.“, meinte Serena und ging auf den großen Bullen zu, der immer noch geschwächt am Boden lag. Heureka folgte ihr. Serena ging vor ihm in die Hocke und streichelte seine Stirn. Tauros hob den Kopf und konnte seine Augen nur halb öffnen. „Armes Ding“, meinte das blonde Mädchen mitleidig, kramte in ihrem Rucksack und holte ihre Beerenbox hervor. Daraus nahm sie zwei und hielt sie Tauros hin. Tauros schnüffelte zuerst ein paarmal, bis er den Mund öffnete und sich von ihr füttern ließ. Dabei wurde er von den beiden Mädchen gestreichelt. Bald darauf ging es ihm wieder besser und er stand auf. Der Bauer beobachtete dies und wurde durch Serenas Wohltat milder gestimmt.
„Kommt mit in mein Haus. Leider bin ich ein armer Bauer. Alles, was ich euch anbieten kann wäre etwas Brot und Mähikelkäse. Ich heiße übrigens Yoon Lehmfaust und lebe hier mit meiner Frau, Gina Lehmfaust. “ Ayron und Ash lief das Wasser im Mund zusammen. „Das wäre himmlisch.“, meinten die beiden, während sie und der Rest der Gruppe sich auch vorstellten.
…..
Alle saßen nun am Küchentisch des Bauern und seine Frau Gina im mittleren Alter mit grünem Kleid und weißer Küchenschürze erschien mit einem Tablett. „Hier für euch, ihr Wonneproppen. Lasst es euch schmecken.“, meinte sie schmunzelnd. Alle griffen erfreut zu. „Mhm, würzig!“, meinte Ayron zufrieden, als er sein Käsebrot probierte. Nach drei Happen war es weg und er machte sich ein Neues. Der Bauer lächelte kurz, sah aber dann wieder Ayron nachdenklich an.
„Ich wünschte, ich könnte euch mehr anbieten. Leider ist meine Farm gerade nicht so erträglich. Sie wird von Dieben heimgesucht, die meine Mähikel stehlen. Sie kommen nachts, wenn wir alle schlafen. Letzte Woche hab ich acht verloren, und genauso viele die letzten drei Tage auch schon wieder. Die anderen Mähikel bekommen das natürlich mit, sind nervös, fressen weniger und geben darum kaum noch Milch. Verdammt, diese Ganoven treiben mich noch in den Ruin!“, schrie er plötzlich und schlug frustriert mit der Faust auf den Tisch. Alle zuckten zusammen. Seine Frau legte ihm tröstend die Hand auf die Schulter. Ayron schob sich den Rest des vierten Brotes in den Mund, bevor er erwiderte: „Bauer Yoon, mit deiner Erlaubnis werden wir die Nacht hier verbringen. Ich nehm mir die Diebe mal zur Brust.“ „Ja und ich helfe ihm!“, meinte Ash.
„Aber ihr wisst doch gar nicht, wie viele und wie stark sie sind. Habt ihr denn keine Angst?“
„Angst!? Was ist das? Ich bin Kampfsportler, ich habe vor Nichts und Niemandem Angst.“, erwiderte Ayron breit grinsend. Yoon und Gina lächelten.
„Das ist wirklich nett von euch.“, meinte Yoon.
„Das ist ja wohl das Mindeste, um mich für eure Gastfreundschaft nach dem blöden Zwischenfall zu bedanken.“ Gina verschwand in der Küche und kam kurz darauf mit einem weiteren Tablett wieder.
„Eis!!!“, rief Heureka hoch erfreut und griff nach einer Eiswaffel. „Für so mutige, junge Leute wie euch wird doch mal mein geheimes Kühlfach geplündert.“, meinte sie lächelnd. „Danke, Bäuerin Gina!“, sagten auch Serena und Citro.
Es war schon später Nachmittag, als sie ihr Mahl beendeten. Ash ging hinter das Haus um seine Pokemon zu trainieren. Citro reparierte eine defekte Stromleitung im Haus. Serena und Heureka halfen Gina in der Küche beim Abwasch. Ayron  fühlte sich müde und ausgelaugt nach diesem anstrengenden Vormittag und legte sich deshalb in der Scheune auf dem Stroh hin, um etwas zu schlafen.
……
Ein plötzlicher Schrei ließ ihn aufschrecken. Er sprang hoch und lief nach draußen. Er sah, wie sich Yoon gekrümmt den Rücken hielt. Neben ihm lag eine Axt und ein paar Stücke Holz.
„Was ist passiert, Bauer Yoon?“
„Aua, mein Hexenschuss schon wieder… Ich wollte etwas Holz hacken, um den Mähikel einen neuen Wassertrog zu bauen, aber meine Gesundheit lässt mich gerade ab und zu im Stich…“
„Setz dich hin und ruh dich aus. Ich mach das schon.“, meinte Ayron, ergriff die Axt und legte sich das erste Stück Holz zurecht. Er nahm die Axt mit einer Hand und spaltete das Stück in zwei Scheite. Ayron nahm sich das Nächste, hackte, das Nächste, hackte, das Nächste, hackte…. In einer Minute hatte er schon einen beachtlichen Haufen an Holzscheite neben sich. Bauer Yoon staunte über seine Kraft und Schnelligkeit. Er brauchte beide Hände, um genug Kraft zum Hacken aufzuwenden, aber bei Ayron sah es spielend einfach aus.
„Wahnsinn, wie stark du bist, Junge. Ich sehe, was du vorhin meintest. Danke für deine Hilfe.“ „Ich danke für das gute Essen.“, erwiderte der braunhaarige Teenager augenzwinkernd. „Hey, ich will auch mal!“, rief Ash, der plötzlich da war. Ayron funkelte Ash leicht genervt an. Bauer Yoon verschwand in der Scheune und kam mit einer zweiten Axt wieder. „Kannst es ja gerne mal probieren, aber sei vorsichtig.“, meinte dieser. Ash krempelte sich motiviert die Ärmel zurück und drehte sich das Mützenschild nach hinten. „Danke, Bauer Yoon. Na klar, das mach ich schon.“
„Lass das lieber, bevor du dir noch wehtust. Das ist kein Spielzeug.“, meinte Ayron und grinste. „Du wirst schon sehen, ich kann das mindestens genauso gut wie du!“, antwortete Ash trotzig. Ayron prustete. „ Pffff! Na, wenn du meinst…“ Yoon ließ die Axt los und das ganze Gewicht fiel in Ashs Hände. Er keuchte und gab etwas nach unten nach. Dass eine Axt so schwer ist, damit hatte er nicht gerechnet. Er umgriff sie mit beiden Händen, holte aus und schlug zu. Die Axt spaltete nur zehn Zentimeter des Holzstückes. Ash furchte die Stirn und holte die Axt mit dem Stück Holz aus, da es sich nun darin verfangen hatte. Er verlor das Gleichgewicht und fiel mit einem Laut nach hinten um. Ayron sah das und lachte. „Hahahaha! Tja, ich sag ja nicht gern „Ich hab´s dir gesagt.“, aber…: Ich hab´s dir gesagt!“ Ash schnaubte wütend und stand auf. Er wollte etwas erwidern, wurde aber von Serena unterbrochen.
„Schaut mal, ich hab hier was für meine fleißigen Jungs.“, rief sie vergnügt und trug ein Tablett auf der eine Karaffe mit selbstgemachter Zitronenlimonade stand. Darin dümpelten einige Eiswürfel. „Herrlich!“, rief Ayron und ging zu ihr, wie auch Ash. Das blonde Mädchen füllte zwei Gläser, die sie dabei hatte. Ayron ignorierte sein Glas, packte die Karaffe und goss sie sich in den Schlund. Die Karaffe wurde leerer und leerer, und Ashs Augen größer und größer.
„Aaaah, hatte ich einen Brand. Echt lecker. Danke dir.“, sagte er zwinkernd zu Serena, die ihn verdutzt lächelnd ansah. „Heeey, ich wollte vielleicht auch noch was!“, beschwerte sich Ash. Ayron grinste. „Ich weiß gar nicht, was du willst, jeder von uns hat doch ein Glas.“, meinte er gelassen, nahm sich mit diesen Worten sein Glas und nippte genüsslich dran. Damit schlenderte er weg. „Hey, bleib hier, du blöder Egoist!“, rief Ash ihm wütend  hinterher. Das zeigte Wirkung. Ayron drehte sich zu ihm um und blickte ihn prüfend an. „Jetzt pass mal auf, Kleiner: Ich hab viel mehr gearbeitet als du, darum steht mir auch mehr zu! Und hör auf, dich in meine Angelegenheiten einzumischen, verstanden?! Der Kampf gegen Tauros war das erste Mal und jetzt schon wieder!“ Ayron ging auf Ash zu und tippte mit dem Zeigefinger drohend auf seine Brust.  „Lass mich das Holz allein hacken, dann bin ich eh viel schneller fertig! Ich brauch deine Hilfe nicht, merk dir das! Ein für alle Mal!“ Ash war schockiert. Noch nie hat ihn jemand, der ungefähr in seinem Alter war, so kritisiert wie Ayron. Ash fletschte die Zähne: „ Ach, darum geht’s dir? Du solltest mir dankbar sein, dass ich und Pikachu dir geholfen haben. Das Tauros hätte dich sonst zu Hackfleisch verarbeitet.“ Das war zuviel. Ayron packte Ash am Kragen und zog ihn zu sich. „Sag das nochmal.“ knurrte er dabei.
„Schluss jetzt, ihr zwei! Hört sofort auf zu streiten!“, kam es plötzlich von Serena, die sich zwischen die beiden drängte und sie auseinanderschob. „So was Blödes! Ich wollte euch was Gutes tun und dann sowas! Spart euch lieber eure Kräfte für heute Nacht auf!“, schimpfte sie weiter. Ayron schnaubte genervt, drehte sich um und ging. Crix und Pikachu standen schon einige Minuten da und blickten traurig ihre Trainer an. „Komm, Pikachu, wir trainieren weiter.“, meinte Ash und ging in die andere Richtung. Serena überlegte kurz und folgte ihm. Ayron bemerkte dies aus dem Augenwinkel und fluchte innerlich.
…………..
Ash und Serena saßen nun auf zwei Camping-Stühlen hinter dem Haus. „Was bildet sich dieser doofe Kerl überhaupt ein? Der spinnt doch!“, schimpfte Ash vor sich hin. „Er hat es bestimmt nicht so gemeint. Anscheinend glaubt er, dass er mir oder uns was beweisen muss, indem er alle Probleme allein bewältigen will. Ich denke, dass er es letztendlich nur gut meint. Wir müssen ihm deutlich machen, dass es wichtig ist, sich gegenseitig zu helfen und er auf unsere Hilfe zählen kann. Es ist die erste Reise seines Lebens, er weiß noch nicht genau, wie er sich in unserer Gruppe verhalten soll. “, versuchte Serena ihn zu beruhigen.
……………
Ayron hackte weiter Holz, als er bemerkte, dass Tauros sich ihm neugierig näherte. Er lächelte, stand auf, ging zu ihm und streichelte die Seite des Bullen. „Hey, Großer! Ich hoffe, du bist mir nicht mehr böse. Ich versuche heute Nacht die Diebe zu stellen und deine entführten Mähikel-Freunde zu finden. Magst du mir helfen?“ Tauros nickte schnaubend. Ayron schaute ihm nachdenklich tief in die Augen. „Du bist echt ein tolles Pokemon. Und so stark! Ich hoffe, dass ich mir mal so ein tolles Tauros wie dich fangen werde.“ Der Stier freute sich über das Kompliment und wippte vergnügt mit dem Kopf.
…………..
Schließlich wurde es spät und die Abendsonne tauchte die Farm in ein milchiges Orange. Die Gruppe aß mit dem Bauernpaar etwas und machte sich anschließend auf dem Weg vor die große Scheune, um die Lage zu besprechen. Die Mähikel befanden sich schon in ihr, bereit zum Schlafen. Tauros ging draußen auf und ab und sah sich um. Er war müde, aber er wollte dabei sein, wenn die unbekannten Diebe geschnappt werden.
„Die einfachste Methode wäre, die Nacht in mehrere Schichten aufzuteilen, in der jeder auf die Scheune aufpasst und die anderen schlafen können. Heureka hab ich ins Bett geschickt, ihr wollte ich die Sache nicht zumuten. Die Nacht hat acht Stunden. Wir sind zu viert. Acht geteilt durch vier macht zwei, das heißt, jeder von uns hat eine Schicht von zwei Stunden.“, erklärte Citro. Alle nickten, Ayron blickte dabei kurz zu Serena.
„Ich mach Serenas Schicht mit. Ich will sie draußen nicht allein lassen.“, meinte Ayron. Sie sah ihn an. „Danke, das ist lieb von dir, aber das brauchst du doch nicht. Fynx und ich können gut auf uns selber aufpassen.“ Ayron erwiderte ihren Blick ernst. „Wir wissen nicht, wie viele oder wie stark die Diebe sind. Ich hab kein gutes Gefühl dabei. Ich hab vorhin etwas geschlafen, für mich ises kein Problem, jetzt etwas länger wachzubleiben. Also…“ Ayron lächelte. „Ich mach deine Schicht mit dir. Keine Widerrede.“ Serena lächelte und ihre Wangen leuchteten rosig auf. „Na gut, wenn du darauf bestehst…“, entgegnete sie. Die vier Teenager einigten sich darauf, dass Ayron mit seiner Schicht begann, gefolgt von Serena, dann Ash und zuletzt Citro.
…….
Ayron stand nun draußen in der kühlen Nachtluft und ging mit verschränkten Armen auf und ab. Eine altmodische Laterne stand neben ihm am Boden und war die einzige Lichtquelle weit und breit. Er fröstelte, das T-Shirt, das er anhatte hielt ihn langsam nicht mehr warm. Nachdenklich schob er seine Hände in die Hosentaschen, dabei stieß er auf den silbernen Flachmann, den er von seinem Großvater bekommen hatte. Seine Familie vermisste er bereits jetzt schon. Ayron seufzte, holte die Flasche hervor und genehmigte sich einen ordentlichen Schluck.
„Heiß wäre der Sake besser…“, dachte er sich dabei. Ehe er sich versah, war die Flasche leer. „Am besten füll ich mir den mit einem Klaren auf, das Ding ist ja gleich leer…“. Gedankenverloren und traurig betrachtete er die leere Weide… und erschrak, als sich plötzlich etwas Warmes, Flauschiges um seine Schultern legte. Er fuhr herum.
„Keine Angst, ich bin´s nur. Ich hab dir eine Mähikelfelldecke mitgebracht.“ Ayrons Miene erhellte sich, als er Serena erkannte.
„Danke. Aber warum bist du wach? Leg dich doch etwas hin, deine Schicht mit mir beginnt erst in zwei Stunden.“ Serena antwortete mit einer wegwerfenden Handbewegung.
„Blödsinn. Wegen zwei Stunden geh ich nicht schlafen. Ich bin später fitter, wenn ich jetzt aufbleibe. Außerdem…“ Sie unterbrach sich, um einen nachdenklichen Blick zu Boden zu werfen. „Außerdem wollte ich dir etwas Gesellschaft leisten. Dein Streit mit Ash heute Nachmittag… Du darfst ihm nicht böse sein. Er wollte dir einfach nur helfen.“ Ayron runzelte die Stirn.
„Ich brauchte aber seine Hilfe nicht!“, schnappte er.
„Das mag ja sein, aber darum geht´s nicht. Es gehört einfach zum gemeinsamen Gruppenwohl, dass man sich gegenseitig hilft und Hilfe annimmt. Das ist kein Wettstreit, wer von euch beiden besser oder stärker ist. Und ich denke, es wird der Tag kommen, an dem du seine Hilfe mal brauchen wirst. War er es nicht, der dich ursprünglich auf die Reise eingeladen hat? Du könntest ruhig etwas netter zu ihm sein.“, erwiderte sie mit sanfter Stimme. Ayron ließ ihre Worte nachdenklich auf sich wirken.
„Auf eine Art sind wir Rivalen: Wir wollen beide Pokemonmeister werden. Aber du hast natürlich Recht, ich hätte es ihm netter sagen können…“ antwortete er. Serena nieste plötzlich, fröstelte und rieb sich ihre Oberarme. Ayron lächelte, hob einen Arm mit der Decke an, legte ihn um Serena und drückte sie an sich, so dass sie nun in die andere Hälfte der Decke gehüllt war. Beide erröteten und lächelten sich an. Ayron befürchtete, dass Serena vor der plötzlichen Nähe zurückweichen würde, aber sie ließ es zu, und das freute ihn sehr.
„Was ist dein Ziel der Reise? Und wie stehst du zu Ash?“, fragte er schließlich.
„Ich habe lange nachgedacht, aber jetzt bin ich mir sicher: Ich will eine Pokemonperformerin werden. Ash hab ich vor langer Zeit in einem Sommercamp kennengelernt. Als er vor zwei Wochen seine Pokemonreise in der Kalosregion begann, schloss ich mich ihm an und kurz darauf auch Citro und Heureka.“ Sie wollte ihm nicht sagen, dass sie in Ash verliebt ist und Ayron näher kennen lernen, ohne dass er es weiß. Sie wusste nicht genau warum, aber sie wollte es so. Abgesehen davon hat sie es ohnehin noch niemandem erzählt.
„Ein wirklich schönes Ziel. Wenn du mal meine Hilfe brauchst, sags mir einfach.“, bot Ayron ihr lächelnd mit zärtlicher Stimme an. Serena errötete und sah kurz verlegen zu Boden, dann aber erwiderte sie lächelnd seinen Blick und antwortete: „Das gleiche gilt auch für dich.“ So standen die beiden in der kalten Dunkelheit, eng umschlungen und eingewickelt in der großen Decke. Und schwiegen. Und genossen die Körperwärme des Anderen.
Darum bekamen sie nicht mit, dass drei Gestalten über die Absperrung der Farm sprangen und sich von hinten der Scheune näherten.
Die kleinere Gestalt sprang zum Schloss der Hintertür, fuhr eine Kralle aus und bohrte darin herum, bis es schließlich „Klick“ machte. Auf Zehenspitzen gingen sie in den Raum und keuchten kurz vor Schreck, als sie Ash, Citro und Pikachu am Boden schlafen sahen. „Die Knirpse! Das hat uns noch gefehlt!“, keuchte die Frau. „Nur keine Aufregung, ich mach das schon. Sarzenia! Setz Schlafpuder ein.“, befahl der Mann mit der blaugefärbten Frisur, befreite das Pflanzenpokemon aus dem Ball, das ein grünliches Puder in der ganzen Scheune verteilte, auch über die vielen schlafenden Mähikel.
„Gut gemacht, James. Nur schlafende Knirpse sind gute Knirpse.“, meinte das männliche Katzenpokemon, das aufrecht auf seinen zwei Hinterbeinen stand. Aus einem Pokeball der Frau mit der langen rötlichen Frisur befreite sich Woingenau, der Mauzi mit Begeisterung zustimmen wollte, aber sie hielt ihm dem Mund zu. „Woin…!“ „Sei still, du blöde Blubberblase, dich hat niemand nach deiner Meinung gefragt!“, fuhr sie ihn an. Das ovalförmige, blaue Pokemon mit dem großem Mund und den Schlitzaugen nickte. Jessie und James schlichen sich weiter, zu den Stallabteilen der Scheune, nahmen sich jeweils ein schlafendes Mähikel und schlichen damit wieder nach draußen. Vor der Hintertür parkte bereits ihr großer Schubkarren. Sie grinsten hämisch, waren sich ihrer Sache sicher. Doch plötzlich stürmte ein großes Pokemon von der Seite her und stieß den Schubkarren mit einem lauten Knall um. Jessy, James und Mauzi erschraken, als sie Tauros vor sich sahen, der wutschnaubend mit einem Huf am Boden scharrte.
Ayron und Serena zuckten zusammen und sahen Richtung Scheune. „ Hast du das gehört? Was war das? Das kam doch von da hinten!“, rief der braunhaarige Teenager, hob die Laterne auf und stürmte los. „Ja, hab ich.“, bestätigte sie und folgte ihm.
Jessy und James hielten ängstlich ihre Hände vor: „Braver Stier, ganz braver Stier…“, versuchten sie ihn zu beschwichtigen. Tauros wurde umso wütender und stürmte auf sie los. Jessy packte ihr Woingenau und warf es vor Tauros. „Setz Konter ein!“, befahl sie. Das blaue Pokemon umhüllte sich mit einem glänzenden Schleier und als Tauros es erfasste, bekam er die Hornattacke mit doppelter Kraft an die Stirn transportiert. Der Bulle wurde zurückgeschleudert und torkelte auf der Stelle. An seiner Stirn war eine große blaue Beule zu sehen, bevor er schließlich umfiel. Die Gruppe atmete erleichtert auf, als plötzlich Ayron mit Serena vor ihnen auftauchte.
„Ihr seid es also, der dem guten Bauer Yoon die Mähikel klaut? Wer zum Henker seid ihr?! Raus mit der Sprache!“, rief er wütend.

Team Rocket Theme (Johto-Version)

Daraufhin fingen die zwei Leute und das Mauzi an zu grinsen und sprangen in eine überhebliche Pose. Dann sagten sie einen Spruch auf, wobei sie sich bei jedem Satz abwechselten. Kurz darauf kamen sie zum Schluss.
„Ich bin Jessy!“
„Und ich James!“
„Und Mauzi, das bin ich!“
„Team Rocket-Flare brennt heißer als das Licht!“
„Gebt lieber auf und bekämpft uns nicht!“
„Nein! Nicht ihr schon wieder!“, rief Serena. Ayron schaute sie verdutzt an. „Du kennst diese Clowns?“ „Ja, das sind ganz miese Gauner, die anderer Leute Pokemon stehlen. Team Rocket…“
„Haaahaaa! Falsch, du Knirpsin! Ab dem heutigen Tag sind wir Team Rocket-Flare, schreibt euch das hinter die Ohren!“, rief die Rothaarige. „So ist es: Unser Boss hat sich mit dem Flare-Boss auf eine Fusion geeinigt. Auf das wir größer und mächtiger werden als jemals zuvor!“, erklärte James und vollführte einen ausgestreckten Arm am Satzende. „Und das bringt auch mehr Kohle! Heeheeeheee!“, ergänzte Mauzi. Woingenau sprang vor alle und bestätigte das Ganze mit einem Laut. Jessy musterte Serena, dann Ayron, dann wieder Serena und kicherte mit vorgehaltenem Mund. Serena merkte, dass es was mit ihr zu tun hatte und fragte genervt: „Was ist so lustig?“
„Sieht so aus, als ob unsere blonde Knirpsin einen weiteren Freund braucht. Einer allein reicht ihr wohl nicht. Was für ein kleines Flittchen. Das schickt sich nicht für eine Dame. Aber seit wann ist eine Knirpsin auch eine Dame? Mein Fehler… „, sprach sie und lachte. Serena stieg die Zornesröte zu Kopf. „Ach, du spinnst doch! So ist es gar nicht, du blöder Rotschopf!“, fauchte sie zurück. „Jaja, wer es glaubt. Du kannst der Wahrheit nicht…“
„SCHNAUZE HALTEN!!!“, brüllte Ayron genervt. Jessy erschrak und verstummte. Sie, James und Mauzi warfen ihm einen giftigen Blick zu. Ayron befreite sein Machollo „Crix“ aus dem Pokeball. „Ihr langweilt mich. Ergebt euch und ich werde euch der Polizei unversehrt übergeben. Ansonsten gibt’s eine auf‘n Deckel! Mit Typen wie euch mach ich kurzen Prozess, da fackel ich nicht lange! “, drohte er wütend, während er die rechte Faust in die linke Hand legte und die Knöchel knacken ließ. Crix stimmte ihm zu und spannte kampfbereit die Muskeln an. „Haha! So ein kleines Großmaul! Los, Smogmog!“, rief James und befreite das zweiköpfige, lilane Giftwolkenpokemon aus dem Ball. „Setz Rauchwolke ein!“ Smogmog holte tief Luft und spie Ayron, Serena und Machollo eine Ladung giftigen Rauch entgegen, die daraufhin einen Hustenanfall bekamen und die Hände schützend über Mund und Augen hielten. Ein brummendes Geräusch ließ Ayron aufhorchen. „Was ist das? Ein Auto?“, fragte er sich in Gedanken. Durch den Nebel aus Rauch meinte er die Silhouette eines Geländewagens zu erkennen, der einige Meter vor ihm hielt. Jessy, James und ihre Pokemon packten sich drei schlafende Mähikel und hievten sie auf die Schubkarre, die sie mit dem Fahrzeug verbanden. Kurz darauf fuhr der Wagen davon. „Oh nein, ihr entkommt mir nicht! Crix, zurück!“, befahl er, holte sein Pokemon in den Ball und rannte dem Laster hinterher. Er versuchte es zumindest. Nach einigen Schritten erkannte er, dass das Fahrzeug schon zu schnell war, um es zu Fuß einzuholen. „So ein verdammter Mist…“, knurrte er und sah sich hilfesuchend um.
Tauros war wieder bei Bewusstsein und näherte sich ihm. Da kam Ayron eine Idee. Er hob die Laterne vom Boden auf und sprang auf Tauros´ Rücken. „Kümmere dich um die anderen. Diese miesen Gauner kauf ich mir.“, meinte er zu Serena. „Nein! Ich komme mit!“, wiedersprach sie ihm und kletterte hinter Ayron auf den großen Bullen. Sie suchte Halt an Ayrons Oberkörper, beugte sich leicht zu ihm vor und sagte lächelnd. „Du sollst doch unsere Hilfe annehmen, schon vergessen?“
„Ja, aber…“
„Kein Aber! Ich kenne Team Rocket, oder Rocket-Flare, wie die sich jetzt nennen und du nicht! Du brauchst meine Hilfe!“ Ayron wusste, dass er keine Zeit hatte, um mit ihr zu diskutieren, darum nickte er knapp. „Los geht’s, Tauros, verfolge sie! Sie dürfen uns nicht entkommen!“, befahl er. Tauros muhte einen wütenden und zustimmenden Kampfschrei, bevor er mit Ayron und Serena losstürmte.
Der Wagen hielt vor einer verlassenen Lagerhalle, die in einem ländlichen Vorgebiet vor Tempera City lag. Jessy, James, ihre Pokemon und der Fahrer, der den orangenfarbenen Anzug von Team Flare trug, stiegen aus und brachten die Mähikel hinein. Im Inneren der Lagerhalle befand sich ein gigantischer Käfig, der hinten das halbe Gebäude einnahm. Drinnen saßen und lagen traurige Mähikel. Die tagelange Gefangenschaft hat sie so träge werden lassen, dass sie nicht mal mehr blökten, als sie Bekannte von sich wiedersahen und zu ihnen in den Käfig kamen. Nachdem die drei Rüpel die Tür wieder abgeriegelt hatten, betrachteten sie stolz ihr Werk. „Unsere Bosse werden zufrieden sein. Gute Arbeit, Jessy und James.“, meinte der Fahrer. Der Mann und die Frau lächelten. Ihr weißes Kostüm mit dem roten „R“ für Team Rocket hatte eine wellige Flamme als Unterstrich bekommen.
Alle drehten sich erschrocken um, als mit Karacho die Tür aufgestoßen wurde und Tauros mit den beiden Trainern hineinstürmte. „Hab ich euch, jetzt entkommt ihr mir nicht mehr!“, rief Ayron beim Absprung. „Gebt uns sofort die Mähikel zurück!“, rief auch Serena. „Oh nein, Knirpsalarm.“, meinte Mauzi. „Ich mach das schon. Los Leufeu, du bist dran“, rief der Fahrer und warf einen Pokeball, aus dem ein kleines, rotschwarzes Löwenpokemon erschien.“ Ayron und Serena konterten mit ihren Pokemon.
„Los, Crix, zeig dich!“ „Du bist dran, Fynx!“
„Flammenwurf!“, rief der Flare-Rüpel. „Ausweichen mit Sprung, und dann Karateschlag von oben!“, befahl Ayron und zeigte auf das Löwenpokemon. Machollo sprang auf Leufeu mit erhobener Handkante zu und verpasste ihm einen Schlag auf die Stirn, der das Pokemon zurückschleudern ließ. Der Flare-Anhänger keuchte erschrocken auf, als er bemerkte, dass sein Pokemon mit einem Schlag besiegt war. Er griff an den Gürtel und zog eine Pistole hervor, mit der er auf Ayron zielte. „Der Spaß ist vorbei! Verschwindet und lasst uns unsere Arbeit machen!“ Ayron und Serena blieben erschrocken stehen und rührten sich nicht. Machollo währenddessen, der nicht beachtet wurde, näherte sich von unten, sprang hoch und kickte dem Mann die Pistole aus der Hand. Mit einem Schrei stolperte er zurück und hielt sich die Hand, Ayron grinste.
„Irrtum, der Spaß fängt gerade erst an! Jetzt mach dir´n Tunnel ins Gesicht!“, drohte er, rannte auf den Anhänger zu, ballte die rechte Faust und schlug ihm eine Gerade mitten ins Gesicht. Durch die Wucht des Schlags wurde er nach hinten weggeschleudert, an Jessy und James vorbei und prallte an den Käfig der Mähikel auf, der erst in 20 Metern Entfernung lag. Ohnmächtig sank er davor zu Boden. Seine Nase hing schief und blutete, sie war gebrochen.
Serena, Jessy und James sahen ihn erschrocken an. Ayron war genauso überrascht von der Stärke seines Schlages wie die anderen und überlegte kurz. „Ja, jetzt verstehe ich! Das mörderische Training meines Großvaters, die endlosen Mühen und Strapazen… Er hat mich zu Tode geschunden und ich hab´s nie verstanden und mich beschwert…. Aber das hat mich wahnsinnig stark gemacht.“, überlegte er sich. Während er grinsend mit Crix an seiner Seite auf Jessy und James zuging, sah ihm Serena schweigend mit traurigen Augen hinterher. Die plötzliche Brutalität von Ayron, gepaart mit seiner Kraft, bereitete ihr Unbehagen, war aber trotzdem froh, dass er sie beschützte.
……………
Combre saß in der Mitte des Turms der Erkenntnis und meditierte. Seine Stirn furchte sich und die Brauen senkten sich über seine geschlossenen Augen. „Großvater, was ist los? Du siehst besorgt aus.“, fragte Connie, die mit Lucario hereingekommen war. Der alte Kampfmeister ließ einige Sekunden verstreichen, bevor er antwortete: „Ayron hat gerade herausgefunden, dass er übermenschliche Kräfte besitzt. Viel früher, als ich gedacht habe. Ich hoffe, dass ihm diese Erkenntnis nicht zu Kopf steigt und er nicht leichtsinnig wird…“
……………
„Ergebt euch endlich, oder ihr werdet es bereun!“, drohte Ayron. Jessy und Mauzi zitterten vor Angst und gingen einen Schritt zurück, aber James stellte sich ihm mit erhobenem Pokeball in den Weg. „Sieht so aus, als würd sich dieser Knirps für ein Kampf-Pokemon halten und gegen Kampf nimmt man am besten Psycho. Iscalar, du bist dran! Psystrahl, los!“ Das schwebende Kalmar-Pokemon erschien und feuerte einen glänzenden Strahl ab, der in allen Regenbogenfarben leuchtete. Ayron konnte gerade noch ausweichen, aber Machollo wurde direkt getroffen. Seine Muskeln verzerrten sich in dem Moment und es schrie vor Schmerz. „Nein, Machollo!“, rief Ayron besorgt, rannte zu ihm und nahm ihn in den Arm. Serena eilte mit Fynx an seine Seite.
„Los, Fynx, Flammenwurf!“, befahl sie.  Fynx holte Luft und spie ein flammendes Inferno auf Iscalar. Die Attacke war so stark, dass sie sich an Iscalar teilte und mehrere Feuerfunken auf Team Rocket flogen, deren Kleidung Feuer fing. Erschrocken warfen sie sich zu Boden und rollten herum, bis die Flammen erloschen. Als sie sich wieder aufrappelten und weglaufen wollten, rannte Tauros ihnen entgegen und rammte sie mit einem Bodycheck zurück. Auch sie prallten daraufhin am Käfig auf, stießen mit dem Hinterkopf dagegen und blieben ohnmächtig am Boden liegen.
„Gut gemacht, mein Großer! Und du auch, Crix.“, lobte Ayron, drückte Machollo in seinem Arm und streichelte mit der anderen Hand Tauros über die Flanke. Serena bemerkte einen Schlüsselbund, der an Jessies Hüfte hing. Sie nahm ihn an sich und befreite die Mähikel. Als sich die Tür öffnete, waren sie wieder voller Lebensfreude und sprangen und blökten in der Gegend herum. Auch Ayron und Serena waren erleichtert und lächelten sich gegenseitig an.
Über ihren Holo-Log hatte Serena Officer Rocky aus Tempera City benachrichtigt, die kurze Zeit später in einem Polizeiwagen erschien und die drei Leuten, die Ayron gefesselt hatte, hinen verfrachtete und mit ihnen wegfuhr. Von Mauzi fehlte jede Spur.
………
„Ich weiß nicht, wie ich euch danken soll. Ihr habt nicht nur die Diebe gefunden, ihr habt auch alle Mähikel zurückgebracht, die sie mir gestohlen haben. Danke, meine jungen Freunde.“, sagte Bauer Yoon mit strahlendem Gesicht.  „Ist doch Ehrensache, was ich verspreche, das halte ich auch.“, erwiderte Ayron stolz grinsend. Beide reichten sich die Hände, während Serena Ash, Citro und Heureka über den Vorfall berichtete.
„Oooh, Ayron hat es wirklich geschafft, Team Rocket zu fangen und der Polizei auszuliefern?“, staunte Ash. „Wie toll, dann werden die uns nie mehr auf die Nerven gehen.“, freute sich Heureka und wirbelte Dedenne in der Luft herum, das dabei vergnügt quiekte. „Wirklich bemerkenswert.“, ergänzte Citro und rieb sich nachdenklich das Kinn.
Ayron streichelte Tauros über das längliche Gesicht und sah ihn nachdenklich an. „Wenn ich dich als Teampartner hätte… das wäre echt großartig. Aber du wirst wahrscheinlich erst kämpfen wollen, und Machollo ist noch zu kaputt. Einen Kampf gegen dich will ich ihm jetzt einfach nicht zumuten. Und außerdem musst du doch Bauer Yoon und die Farm beschützen, wenn ich nicht mehr da bin…“, sprach er seine Gedanken aus, dabei aber so leise, dass es niemand außer Tauros mitbekam. Der große Bulle war auch etwas traurig, er hatte Ayron ins Herz geschlossen. „Kopf hoch, Großer. Wenn ich mal Zeit habe, schau ich bei euch vorbei. Ich komme wieder, das versprech ich dir.“, meinte der braunhaarige Karateka und versuchte dabei zu lächeln. Tauros nickte ihm zu.
Die Gruppe verabschiedete sich von Bauer Yoon und seiner Frau Gina. „Egal, ob ihr Hunger oder Durst habt, oder ich euch sonst irgendwie helfen kann: Auf meiner Farm seid ihr jederzeit willkommen!“, rief Yoon hinterher und winkte ihnen noch lange nach.
……
Ein Mann mit einer roten, löwenartigen Mähnenfrisur und einem schwarzen Anzug mit orangenen Streifen saß in einem teuer eingerichteten Büro, rauchte eine Zigarre und wählte eine Nummer auf seinem Telefon, dessen Sockel aus reinem Gold war. Nach dreimaligem Tuten meldete sich eine Stimme: „Rocket Hauptquartier, Sie sprechen mit dem Chef persönlich: Giovanni.“
„Flare-Boss Flordelis hier. Unser Deal ist geplatzt. Deine Leute können nicht mal einen so einfachen Auftrag wie Nutzvieh klauen ausführen und wegen deren Inkompetenz wurden sie und einer meiner Männer von der Polizei verhaftet. Ab sofort wird Team Flare auf eigene Faust handeln. Wenn deine Organisation sich uns in den Weg stellt, wird sie bedingungslos ausgelöscht. Die Weltherrschaft kann nur einem gehören.“ Mit diesen Worten legte er auf.


Zuletzt von Ayron am Di 27 Sep 2016, 19:43 bearbeitet, insgesamt 10 mal bearbeitet

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Re: The Ayron Saga

Beitrag von Ayron am Do 18 Aug 2016, 11:30

Kapitel 5: Der Meister der versteckten Waffen

Spoiler:


Ranma 1/2 Opening: Mit der Sonne

Das Dorf brannte lichterloh. Zwei Menschenmassen stürmten mit erhobenen Waffen aufeinander zu und metzelten sich gegenseitig nieder. Ayron geriet in Panik und rannte los. Er hatte schon mehrere Kilometer hinter sich, aber egal, wie schnell er auch rannte, die Flammen hinter ihm kamen näher und näher. Als er wieder nach vorn sah, blieb er erschrocken stehen. Ein großer Mann im roten Anzug und mit einer wallenden Haarmähne stellte sich einem Mann und einer Frau im mittleren Alter in den Weg. Ayron musterte sie und erkannte seine Eltern. „ Papa! Mama!“, rief er freudig und lief auf sie zu. Der Unbekannte vollzog eine Handbewegung und kurz, bevor Ayron seine Mutter erreichen konnte, sprang ein Hundemon sie an und zerfetzte ihr die Kehle.
Ayron und sein Vater schrien erschrocken auf, Letzterer stürzte sich auf das finstere Feuerpokemon und rang mit ihm verzweifelt am Boden. Das Hundemon befreite sich, indem er seinen Schwanz in das Gesicht des Mannes peitschte und machte einen Satz zu seinem unbekannten Trainer, der wieder ein Handzeichen gab. Hundemon holte tief Luft. „Schnell Ayron, lauf!“, schrie sein Vater und schubste ihn weg. Der kleine Junge landete ein paar Meter entfernt. Er rappelte sich auf und sah mit Entsetzen, wie sein Vater die Flamme des Höllenhundes abbekam. Unter grässlichen Schmerzenzschreien schmolz seine Haut und warf schreckliche Blasen. Die Muskeln und Knochen darunter verfärbten sich dunkel. Als von dem Mann nur noch ein deformierter, schwarzer Klumpen am Boden übrig blieb, stoppte Hundemon den Flammenwurf.
Ayron war fassungslos. Er starrte abwechselnd auf seine beiden Eltern, ohne begreifen zu wollen oder zu können, was gerade in den letzten fünf Minuten passiert ist. Als er es schließlich begriff, ließ er sich auf die Knie sinken, hob seinen Kopf und gab einen lauten Schrei von sich, in dem  sich Wut, Trauer, Verzweiflung und Schmerz vermischten. Er weinte laut und so lange, bis seine Stimmbänder versagten und er nur noch unter Tränen röcheln konnte. Das laute Lachen des Unbekannten dröhnte dabei in seinen Ohren.
…..
Schweißgebadet richtete Ayron sich auf. „Nein!“, schrie er dabei und keuchte schreckerfüllt. Er sah sich hektisch um und brauchte einige Sekunden um sich zurechtzufinden. Um ihn herum schliefen Serena, Ash, Citro und Heureka friedlich in ihren Schlafsäcken. Zwischen ihnen glühten die Reste des Lagerfeuers im kleinen Waldgebiet, worin sie die Nacht verbrachten. „Schon wieder dieser Traum...“, stöhnte er und rieb sich Augen und Stirn. Er leckte sich über Lippen und Mundwinkel und bemerkte salzige Nässe. Tränen. Schon wieder Tränen. Das darf Serena auf keinen Fall erfahren. Er war schließlich ein Junge und Jungs weinen nicht. Vor allem nicht vor Mädchen.
Er kramte in seiner Sporttasche und suchte den Flachmann. Er fand ihn, stellte aber fest, dass er leer war. Leise fluchend warf er ihn zurück, stand auf, zog sich Hose und T-Shirt an und ging.
….
Einige Meter entfernt des Lagers schlug und trat Ayron auf einen dicken Baumstamm ein. Dieser hatte bereits mehrere tiefe Krater unter den Angriffstechniken, aber der braunhaarige Karateka machte immer weiter. „Den Mörder meiner Eltern… Ich kriege ihn! Er gehört zu Team Flare! Ich weiß es! Ich weiß es einfach! Ich werde ihn finden und wenn ich diese ganze verdammten Organisation auseinander nehmen muss!“, dröhnten seinen Gedanken und provozierten ihn immer weiter.
„EYAAH!!!“ Mit einem rückwärts drehenden Fersenkick durchdrang er schließlich das große Gewächs, das mit einem krachenden Laut zu Boden ging. Ayron stockte, atmete tief durch und wischte sich mit dem Handrücken den Stirnschweiß ab. „Jetzt sollte ich weiterschlafen können…“, dachte er sich.
„Ayron, was machst du denn da für einen Krach? Es ist mitten in der Nacht.“ Heureka stand in ihrem Pyjama einige Meter entfernt und rieb sich verschlafen die Augen. „Ich konnte nicht schlafen. Tut mir leid, ich wollte dich nicht wecken.“ Ayron ging zu ihr und hielt ihr lächelnd seine Hand hin. „Komm, Kleine, wir gehn wieder schlafen, mir geht’s besser.“, meinte er. Heureka ergriff seine Hand, blieb aber stehen. Der Junge drehte sich fragend zu dem kleinen Mädchen um, das ihn mit großen Augen ansah. „Duuu, ich muss mal ganz dringend. Aber ich trau mich nicht allein weg. Kommst du bitte mit?“, fragte sie ihn weinerlich. Ayron lächelte. „Na klar.“

Sie gingen einige Meter und Heureka verschwand in einem großen Gebüsch. „Warte bitte auf mich. Aber nicht gucken!“, rief sie daraus hervor. „Ich warte hier auf dich, bis du fertig bist und gucke nicht, versprochen.“, bestätigte er ihr und wartete mit verschränkten Armen. Dabei schweifte sein Blick nachdenklich in die Ferne.
„Fertig!“, verkündete sie vergnügt, als sie hervortrat, nahm wieder Ayron´s Hand und ging mit ihm zurück zum Schlafplatz. „Warum konntest du denn nicht schlafen?“, wollte sie schließlich wissen.
„Ich hab schlecht geträumt.“
„Hmm… und was hast du geträumt?“ Ayron rieb nachdenklich mit der Hand über das Gesicht. „Is nich so wichtig. Wie gesagt, mir geht’s besser.“, meinte er und zwang sich zu einem Lächeln. Heureka sah ihn kurz fragend an und lächelte dann zurück.
„Weißt du, wenn ich schlecht geträumt hab, konnte ich auch nicht mehr einschlafen. Das hab ich dann Mama und Papa erzählt und die haben mich dann getröstet. So…“ Heureka ergriff sein T-Shirt, zog ihn zu sich herunter und drückte ihm einen dicken Schmatzer auf die Backe. Ayron errötete. „Jetzt kannst du bestimmt wieder schlafen.“, meinte sie lächelnd. „Ja, ganz bestimmt. Danke.“, erwiderte er sichtlich gerührt mit weicher Stimme und streichelte dem Mädchen über den Kopf.
Ayron half Heureka in ihren Schlafsack und zog den Reißverschluss bis zu ihrem Hals zu. „Jetzt wird aber geschlafen. Dein großer Bruder wird bestimmt böse, wenn er erfährt, das wir mitten in der Nacht auf waren.“, meinte Ayron grinsend. „Ja, okay…“, das Mädchen gähnte einmal ausgiebig.
„Gute Nacht, schlaf gut.“, sagte Ayron, beugte sich zu ihr herunter und küsste sie auf die Stirn. „Danke, du auch…“, murmelte sie und ließ den Kopf zur Seite fallen. Ihr leises, gleichmäßiges Atmen bestätigte Ayron, dass sie schon eingeschlafen war.
„Heureka ist so ein liebes, unschuldiges Mädchen. Hoffentlich bleibt sie das und kann noch lange ihre Kindheit genießen. Sie war jetzt wirklich Balsam für meine Seele.“, dachte er schmunzelnd und blickte sich im Nachtlager um, während er sich hinlegte. „Ich hab wirklich Glück, so nette Leute getroffen zu haben.“ Das war sein letzter Gedanke, bevor auch er einschlief.
….
Der Geruch von einem brennenden Lagerfeuer stieg Ayron in die Nase und er wachte auf. Schlaftrunken erhob er sich und rieb sich die Augen, während der Rest der Gruppe das Frühstück herrichtete. Als sie ihn bemerkten, begrüßten sie ihn mit einem herzlichen „Guten Morgen.“ „Morgen. Was gibt´s zum Frühstück?“, fragte er, während er den heißen Wasserkessel nahm und sich eine Tasse damit auffüllte. Dann nahm er aus seiner Tasche eine Dose mit löslichem Instant-Kaffe und rührte sich einen Löffel ins heiße Wasser. „Makronen! Ich hab noch welche in meinem Rucksack gefunden.“, verkündete Serena vergnügt. Ayron stöhnte auf. „Versteh mich nicht falsch, Serena, du machst die echt lecker, aber ich hab langsam keine Lust mehr auf das Zuckerzeug. Ich brauch was Richtiges. Ich brauche Fleisch!“ Serena ließ sich ihre kleine Verärgerung über diesen Kommentar nicht anmerken.  
„Da wirst du Pech haben, mein Lieber: Wir haben nichts anderes mehr da. Erst in der nächsten Stadt können wir wieder was einkaufen gehn.“ „Ich mach uns dann wieder leckere Sandwiches!“, fügte Citro hinzu. „Is ja alles schön und gut, aber ich hab jetzt Hunger.“, meinte Ayron, suchte sich einen faustgroßen Stein und entfernte sich.
„Wo willst du hin?“, fragte Ash verwundert. „Ich fang mir was zu essen.“, entgegnete Ayron. Heureka, die gerade mit Dedenne spielte, stand auf und sah ihn entgeistert an. „Du willst doch wohl nicht etwa ein Pokemon essen?“, fragte sie erschrocken. „Genau das ist der Plan.“, antwortete er ruhig und verschwand mit Machollo, den er gerade aus seinem Pokeball befreit hatte, im Dickicht.
…..
Kurze Zeit später drehte Ayron zufrieden ein erlegtes Groink am Spieß über dem Feuer und streute ab und zu eine Gewürzmischung darüber. Ein Apfel im Mund garnierte seine deftige Mahlzeit.
„Mörder!“, rief Heureka empört.
„Nein, Kleines: Ein Mörder tötet aus Habgier oder aus Wut. Ich töte aus Hunger, wie viele andere Pokemon auch.  Die Schwachen werden von den Stärkeren gefressen, das ist ein altes Naturgesetz.“, antwortete er gelassen und drehte weiter. Machollo saß neben ihm und leckte sich voller Vorfreude die Lippen. Serena wusste, dass Ayron Recht hatte, war trotzdem sichtlich enttäuscht und wandte sich ab.
Ayron bemerkte, dass Ash und Citro sich an sein Feuer gesellt hatten und den köstlichen Duft von gebratenem Fleisch schnupperten. Er grinste daraufhin. „Setzt euch, Freunde. Es ist genug für alle da.“ Dankbar folgten sie seiner Einladung und machten sich schließlich über den fertigen Braten her. „Hmm…. Ist das lecker!“, rief Ash. Citro bestätigte den Kommentar mit vollem Mund und nickend. „Außen wunderbar knusprig und innen schön zart und saftig.“, konnte er schließlich von sich geben. „So muss es sein.“, meinte Ayron lächelnd und riss sich einen Schenkel aus dem Braten heraus.
Das laute Schmatzen der Jungen drang bis zu Serena hinter, die verständnislos den Kopf schüttelte. „Wie die ausgehungerten Magnayen, furchtbar. Naja, wenigstens vertragen sich Ayron und Ash wieder. Hier, mehr für dich, Igamaro.“, bemerkte sie und gab dem kleinen Igelpokemon die letzten Makronen. „Ja, das hätte ich von meinem großen Bruder nicht gedacht.“, antwortete das kleine Mädchen, ebenfalls enttäuscht. „Aber ich mag sie trotzdem, vor allem Ayron…“, dachte Heureka schmunzelnd mit geröteten Wangen und warf nochmal einen schnellen Blick zu ihm.
Die Gruppe war schließlich fertig und machte sich auf den Weg. Die Sonne strahlte vom Himmel und eine feine Brise trug den salzigen Geruch des Meeres von der Küste zu ihnen. „Es ist so weit, bald erreichen wir die Hafenstadt Tempera City. Da gibt´s sogar eine Arena.“, verkündete Citro und tippte auf seinem Holo-Log herum. „Hast du das gehört, Pikachu? Zeit für einen neuen Arenakampf! Diesen werden wir gewinnen!“, freute sich Ash und  Pikachu stimmte ihm zu. „Und ich werde dich dabei kräftig anfeuern!“, meinte Serena lächelnd. Ash lachte, errötete leicht und fasste sich mit einer Hand hinter den Kopf. „Ja, das kann ich bestimmt gut gebrauchen.“, meinte er.
Ayron trabte gemütlich hinter der Gruppe mit den Händen in den Hosentaschen und in Gedanken versunken. Serena warf ihm fragende Blicke zu. „Irgendwas beschäftigt ihn… Er ist doch sonst nicht so still.“, überlegte sie sich. Ihr Gedankengang wurde unterbrochen, als plötzlich fünf Gestalten im orangenen Kostüm sich ihnen in den Weg stellten. Sie sprachen immer abwechselnd:
„Hände hoch und keine falsche Bewegung!“
„Das ist ein Überfall!“
„Rückt eure Pokemon raus!“
„Unterstützt Team Flare bei seinem Siegeszug!“
„Denn uns gehört die Zukunft der Welt!“
Dabei nahmen sie verschiedene Phosen ein. Die Gruppe war überrascht und sah die fünf kurz entgeistert an, aber dann erhoben Ayron, Ash, Serena und Citro ihre Pokebälle und bauten sich schützend vor Heureka und Dedenne auf.
„Das könnt ihr vergessen!“, rief Ash.
„Kaum ist Team Rocket im Gefängnis, kommen schon die nächsten miesen Typen.“, knurrte Citro.
Ayron fletschte die Zähne, während er knurrte: „Flare-Abschaum!“
…..
Pikachu, Machollo, Fynx und Igamaro besiegten die gegnerischen Pokemon, eins nach dem anderen. Team Flare holte sie in ihre Pokebälle zurück und trat ängstlich einige Schritte rückwärts.
„Sie sind gut.“ „Na, schön, diesmal lassen wir euch laufen.“ „Aber wir kommen wieder!“ Damit drehten sie sich um und rannten davon. Sie kamen allerdings nicht weit.
Serena bemerkte, dass Ayron immer wütender wurde, er sah so furchterregend aus, dass sie fast schon Angst vor ihm bekam. „Weglaufen, das könnte euch so gefallen! Nicht mit mir!“, rief er, stürmte los, sprang von hinten mit mehreren Saltos über die Gruppe darüber und landete vor ihr mit verschränkten Armen. „Sackgasse.“, verkündete er  und zog einen Mundwinkel grinsend nach oben.
Die Flare-Anhänger sahen ihn verdutzt an, bis einer plötzlich ängstlich mit dem Finger auf ihn zeigte.
„Da! Das ist dieser Spinner, der in die Lagerhalle eingedrungen ist, mich k. o. geschlagen und die Mähikel befreit hat.“ Auch Ayron erkannte ihn wieder. „Du schon wieder?! Glaubst du ernsthaft, dass du dich mit ein paar Hanseln mehr von euch  mit mir anlegen kannst?! Wenn ich mit eurer Visage fertig bin, könnt ihr euer Brötchen aus der Schnabeltasse lutschen!“
Mit diesen Worten ging er auf sie los und nahm sie nach allen Regeln der waffenlosen Kampfkunst auseinander. Ayron schlug und trat die Flare-Anhänger windelweich. Als  der letzte sich ihm von hinten näherte, fegte er diesen mit einem drehenden Rückwärtstritt gegen die Wange weg. Der Scherge prallte  an einem Baum auf und blieb bewusstlos liegen.
Ash, Citro, Serena und Heureka betrachteten das grausige Schauspiel mit Abscheu. Die zwei Jungen standen da, brachten kein Wort heraus. Die beiden Mädchen kauerten zusammengesunken am Boden und hielten sich gegenseitig fest.
Schließlich war keiner mehr übrig. Die komplette Flare-Mannschaft lag bewusstlos am Boden, mit schmerzverzerrten Gesichtern, blauen Flecken und blutenden Nasen. Die orangenen Anzüge waren dreckig, eingerissen und blutverschmiert.
……
Meister Combre hielt inne, atmete schwer und legte eine Hand auf seine Brust. „Nein, Ayron, bitte nicht… ich habe es befürchtet…“, murmelte er. „Großvater!“, rief Connie, lief zu ihm und stützte ihn. „Was ist denn passiert?“, wollte sie wissen. „Das ist der Preis, warum Ayron sein Mediationstraining am meisten vernachlässigt hat... Er wird von Gefühlen übermannt, hat sie nicht im Griff. Die Trauer über den Verlust eurer Eltern. Er steigert sich zu sehr hinein. Um Rache und Vergeltung zu üben, dafür ist meine Kampfkunst nicht vorgesehen, die ich lehre. Ich wusste es, ich hätte ihn niemals gehen lassen dürfen. Er ist einfach noch nicht emotional bereit, um sich seinen Feinden zu stellen.“
Connie überlegte kurz und erwiderte dann: „Du hast recht, aber du musst Ayron auch verstehn: Er war ein kleiner Junge und dabei, als unsere Eltern getötet wurden. Vor seinen Augen!“ Combre Augenbrauen zogen sich wütend nach unten. „Natürlich versteh ich ihn! Aber euch jungen Leuten fehlt mal wieder der Weitblick für die Dinge!“, fuhr er sie an.
Als er bemerkte, wie das blonde Mädchen sich erschrak, wurde er wieder ruhiger. „Es tut mir leid. Ich habe viele gute Kämpfer ausgebildet, die ich an die Finsternis verlor. Ich will meinen Enkel nicht auch noch verlieren. Ein erschütterndes Ereignis hat sie aus der Bahn geworfen. Schlimme Dinge passieren eben, aber man muss sich trotzdem dazu zwingen, über lange Zeit Frieden und Gelassenheit in seinem Herzen zu bewahren, sonst verfällt man dem Wahnsinn. Wenn man seinen negativen Gefühlen freien Lauf lässt, zerstören sie einem die Seele. Du bist noch jung, mein Mädchen, denke bitte auch du immer daran…“ Er richtete sich auf und sah ihr fest in die Augen.
„Trauer führt zu Wut, Wut führt zu Hass. Hass…!“ Er ließ seine Worte ein paar Sekunden wirken. „Hass führt zur dunklen Seite.“
Er kehrte ihr den Rücken zu und murmelte:  „Ich spüre große Trauer in Ayron …“  Connie legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Ich glaube nicht, dass Ayron so willensschwach ist, wie du meinst. Außerdem hat er doch noch seine neuen Freunde. Sie werden nicht zulassen, dass er sich auf den dunklen Pfad begibt.“ „Ich weiß nicht, was geschehen wird. Die Zukunft ist unmöglich vorherzusagen. Aber ich hoffe natürlich, dass du Recht hast. Das Rad des Schicksals ist immer in Bewegung…“, antwortete der alte Mann und ging nachdenklich weg.
……..
Ayron wühlte in den Hosentaschen seiner besiegten Gegner und fand einige Pokedollar, die er sich einsteckte.  „Das ist der Preis für unsere gestohlene Zeit. Der Gerechtigkeit wurde Genüge getan.“, sprach er, bevor er gemütlich zu seinen Freunden zurückschlenderte. Sie schauten den größeren Teenager prüfend an. „War das wirklich nötig? Sie so zuzurichten?“, fragte Citro. „Selber schuld, die hätten sich nicht mit uns anlegen sollen. Jetzt werden wir vor denen unsere Ruhe haben, ihr solltet mir dankbar sein.“
„Aber Ayron, du hast sie nicht nur verprügelt, sondern auch bestohlen, damit bist du nicht besser als die.“, meinte Serena. Ash trat an ihre Seite. „Ja, Serena hat recht. Ich finde es nicht ehrenhaft, wie du…“
„Komm mir nicht mit Ehre!“, fiel er Ash schreiend ins Wort und deutete mit dem Zeigefinger auf die Truppe. „Diese elenden Parasiten verdienen es nicht, mit Ehre behandelt zu werden!“ Er ballte die Fäuste und hob sie an, während er sich weiter hineinsteigerte. „Sie sind wie Monster! Und wie Monster werde ich sie alle fertig machen! Ich hasse sie!“
Heureka versteckte sich ängstlich hinter Citro. Serena stiegen Tränen in die Augen und sie umfasste Ayrons rechte Faust. „Bitte Ayron, beruhig dich. Heureka hat Angst vor dir und ich auch. Es ist gut, wir wollen dir doch nichts Böses. Bitte hör auf, uns anzuschrein. Ich vermisse den alten, gutgelaunten Ayron, den ich kennengelernt habe. Bitte gib ihn mir zurück.“
Der jugendliche Karateka hielt inne, als ihre weichen, zarten Hände sich um seine Faust schlossen, die sich daraufhin sofort entspannte und öffnete. Beeindruckt, was diese Geste für eine Wirkung auf ihn erzielte, beruhigte er sich und ließ beide Hände sinken. „Du hast Recht. Es tut mir Leid. Ihr könnt ja nix dafür…“, murmelte er und blickte beschämt zu Boden. „Was ist denn los mit dir? Seit heute Morgen bist du so komisch. Dabei warst du doch gestern noch so lieb.“, fragte Heureka schließlich, immer noch mit Tränen in den Augen.
Ayron legte seine Hand auf ihren Kopf und streichelte sie sanft, während er entgegnete. „Ich hatte einen Traum aus meiner Vergangenheit. Einen Alptraum, wie ich ihn fast jede Nacht träume. Ich glaub, es is am besten, wenn ich euch alles erzähl. Mein Großvater hat ja schon den Tod meiner Eltern angesprochen.“ So machte die Gruppe eine kurze Pause, setzte sich zu Boden und lauschte Ayrons Geschichte.
……..
“… und deswegen habe ich geschworen, den Mörder meiner Eltern zu finden, der höchstwahrscheinlich Team Flare angehört.“, beendete er seinen Bericht. Seine Freunde nickten ihm ernst zu. „Jetzt verstehe ich, warum du gleich so wütend wirst, wenn du auf Verbrecherorganisationen stößt, egal, ob Rocket oder Flare.“, meinte Ash. „Es tut mir Leid um deine Eltern, Ayron. Du hast das nicht verdient. Wenn du mal jemanden zum Reden brauchst, ich bin für dich da und ich helfe dir, wo ich kann.“, meinte Serena, umfasste seine Hände und sah ihm fest in die Augen. Als Ayron ihren Blick erwiderte, wurden seine Augen feucht. „Nein, Serena, nicht trösten, sonst…. Ich bin ein Mann, Männer zeigen vor Frauen keine Schwäche.“, schnappte er und riss ihr seine Hände weg. Die junge, blonde Frau ließ nicht locker, ging weiter auf ihn zu und nahm ihn in den Arm.
„Du redest dummes Zeug. Komm her.“ Als Serena ihn umarmte, löste das seine angespannte Wut und Trauer, die er jahrelang mit sich herumtrug und er begann zu schluchzen. Währenddessen nahm Heureka eine Hand von ihm, Ash und Citro legten jeweils eine Hand auf seine Schulter. „Wir sind Freunde. Es gibt nichts, wofür du dich vor uns schämen musst.“, meinte Citro. „Und nimm es uns nicht übel, wenn wir dir helfen wollen. Dafür sind Freunde da.“, ergänzte Ash. „Ich hab dich lieb.“, sagte Heureka und gab ihm einen Kuss auf die Wange. Sichtlich gerührt wischte Ayron sich die Tränen weg. „Ich danke euch, Leute…“, murmelte er, während er krampfhaft versuchte, seine Gefühle des Glücks zu bändigen, bevor ihm erneut die Tränen kamen.
…….
Flordelis saß an einem langen Tisch und sah sich die Nachrichten auf seinem riesigen Plasmafernseher an. Vor ihm auf dem Tisch befand sich ein Teller mit aufgeschnittenem Weichkäse und ein Glas Rotwein. Plötzlich klopfte es und die Tür ging auf. Ein Flare-Mitglied kam herein, der vor ihm salutierte. „Respekt und Robustheit, mein König.“ Flordelis sah genervt vom Fernseher weg.
„Hoffentlich ist das wichtig! Ich mag es nicht, wenn man mich beim Fernsehen stört!“, knurrte er.
„Die Einheit TF-37 ist von seiner Patrouille zurück und bittet um eine Audienz.“ Flordelis trank einen Schluck Wein und stellte das Glas scheppernd auf den Tisch zurück.
„Das ist dein wichtiger Grund?! Ich hoffe für dich, dass etwas Gravierendes passiert ist, wenn du deinen Job behalten willst!“
„Das ist es in der Tat, Eure Exzellenz. Die Einheit wird euch aufklären.“ Genervt machte der großgewachsene, rothaarige Mann eine wegwerfende Geste. „Na los, schick sie rein!“
Der Bote salutierte, verschwand und ein paar Sekunden später erschienen die fünf Mitglieder der Einheit. Als der Flare-Anführer sie sah, prustete er vor Schreck den Schluck Wein aus, den er gerade im Mund hatte.
„BEIM GROUDON, WAS IST DENN MIT EUCH PASSIERT?!“, schrie er fassunglos.
„Ef war wieder diefer verrückte Pokemontrainer mit feinem Machollo. Nach dem Pokemonkampf ging er auf unf lof, und…  ja, ihr feht ja daf Ergebnif. Entschuldigt bitte, daff ich fo nuschle, Eure Majeftät. Er hat mir einige Fähne aufgeschlagen.“
„FÜNF ERWACHSENE SCHAFFEN ES NICHT, SICH GEGEN EINEN KLEINEN JUNGEN DURCHZUSETZEN?! WOLLT IHR MICH AUF DEN ARM NEHMEN??!!“ Flordelis schlug mit der Faust auf den Tisch und das Weinglas kippte um. Das rote, alkoholische Getränk verlief an den Rand des Tisches und tropfte zu Boden.
„Bei allem gebührendem Refpekt, Euer Gnaden, diefer Teenager hat die Kraft von…“ Flordelis stand auf und blickte die Truppe wütend an.
„Ich will keine Ausreden hören! Verdammt, eine ganze Legion steht unter meinem Befehl, aber alles muss ich selber machen! Wofür bezahl ich euch überhaupt?! Los, verschwindet, ihr unfähigen Schwachköpfe!“ Einer der Leute trat vor.
„Was ist denn jetzt noch?!“, schrie Flordelis genervt.
„Euer Gnaden, wenn wir demütig um einige Pokedollar bitten dürften, um uns was zu essen zu kaufen… Dieser Junge hat uns den wöchentlichen Sold entwendet.“ Flordelis lief rot an und seine Augenbrauen zitterten. Er griff nach dem Käseteller und warf ihn auf den Bittsteller, der knapp an seinem Kopf vorbeirauschte und an der Wand zerbrach.
„ICH SAGTE RAUS!!“  Die Gruppe drehte sich erschrocken um und verschwand. Einer klaubte hastig den teuren Käse zwischen den Scherben heraus und machte sich ebenfalls davon. Als die Tür zuging, verschränkte Flordelis seine Arme hinter dem Rücken und ging wütend und nachdenklich auf und ab.
„So kann das nicht weitergehn. Wenn das die Öffentlichkeit mitbekommt, wie ein einzelner Teenager die Aktionen meiner Organisation vereitelt, werde ich noch zum Gespött der ganzen Region….“ Er hielt inne, als sein Blick auf das Telefon fiel. Er nahm den Hörer ab, wählte eine Nummer und wartete geduldig, bis sich jemand meldete.
„Ja, Flare-Boss König Flordelis hier. Ich hab einen Auftrag für dich. Komm so schnell her wie möglich, es eilt…. Ja, die Kosten deiner Anreise übernehme ich, Geld spielt keine Rolle.“ Damit legte er auf.
….
Schließlich trafen unsere Helden in Tempera City ein. Die Sonne schien hell über der prächtigen Hafenstadt. Am Pier lagen mehrere Schiffe an und am Strand spielten viele Paare, Kinder und Pokemon. Die Wingull kreisten über der Küste auf der Suche nach Nahrung und stürzten sich kopfüber in die Brandung, wenn sie ein kleines Goldini oder Fineon erblickten.
„Wie wunderschön es hier ist!“, riefen Serena und Heureka aus und klatschten begeistert in die Hände. Ayron und Crix sogen begierig die salzige Luft ein und fühlten sich fast wieder wie zuhause. „Das ist Tempera City. Hier bin ich schon öfter gewesen. Südlich von uns befindet sich die Illumina-Steppe, in der das Kraftwerk steht. Das Kraftwerk versorgt Tempera und Illumina  mit ausreichend Strom, um die beiden Großstädte mit all ihren Attraktionen am Leben zu erhalten. Ich will mich ja nicht brüsten, aber…“ Citro sprang nach vorne und vollführte eine umfassende Geste mit seinem Arm. Seine Brille spiegelte dabei das Sonnenlicht. „Ich war der Bauleiter dieses Kraftwerks, zusammen mit Professor Platan. Dieses Wunderwerk der Technik entspringt unserer Planung.“, rief er grinsend. Alle sahen ihn bewundernd darauf an, nur Ayron war plötzlich verschwunden. Die vier jungen Teenager sahen sich suchend um und erspähten ihn schließlich vor dem Supermarkt, in den er schnell hineinstürmte.
„Was hat er es denn so eilig? Los, sehn wir mal nach.“, meinte Ash und lief vor, die anderen hinterher.
„Ich wünsche Ihnen einen guten Tag, junger Mann, was….?“, begrüßte ihn der Verkäufer an der Theke. „Jaja! Schon gut!“, wimmelte Ayron ihn im schnellen Lauf ab und blieb begeistert vor der Kühltheke stehen.
„Alkohol! Endlich!“, rief er begeistert, nahm sich ein Dosenbier, riss es auf und schüttete es auf Ex runter. „Aaaahhh, köstlich! Das war sowas von nötig, nach der ganzen Aufregung in den letzten Tagen…“, murmelte er zufrieden und lehnte sich entspannt am Kühlschrank an.  Der Verkäufer näherte sich ihm stirnrunzelnd mit erhobenem Finger.
„Hey, hey! Hast du auch vor, das zu bezahlen?” „Natürlich, guter Mann. Das ist aber noch nicht alles….“ Der braunhaarige Teenager nahm sich eine Flasche Rum und ein Dutzend Dosenbier, das er in seiner Sporttasche zwischenlagerte und zur Kasse trug. Nachdem er bezahlt hatte und dem Verkäufer vor Freude ein saftiges Trinkgeld hinterließ, schlenderte er zufrieden aus dem Laden heraus.
Seine Freunde musterten ihn fragend und bemerkten, dass seine Tasche rappelvoll war. „Oh, hab was vergessen.“, fiel Ayron auf, ging in den Laden zurück und kaufte sich noch einige Pokebälle und Tränke. Der Verkäufer gewährte ihm für das große Trinkgeld von eben einen Rabatt und zusätzlich einen Premierball gratis. „Ich bin ja jetzt ein reisender Trainer. Da werd ich bestimmt vielen tollen Pokemon begegnen…“, überlegte er sich lächelnd. „Anscheinend hat er dringend einige Sachen gebraucht und macht einen Großeinkauf.“, meinte Citro lächelnd und ging mit den anderen in den Markt. Sie folgten Ayrons Beispiel und deckten sich ebenfalls mit verschiedenen Pokemonartikeln ein.
Danach suchten unsere Helden das Pokemoncenter der Stadt auf. Sie bemerkten, dass es von außen nur sehr schwach beleuchtet war. „Irgendwas stimmt da nicht…“, meinte Citro und öffnete die Tür. Es war niemand im Empfangsraum zu sehen, nicht mal Knuddeluff. „Haaaalloooo, Schwester Joooooy!“, rief Ash und sah sich mit den anderen um. Schließlich hörten sie Schritte und die Krankenschwester kam zu ihnen. „Hallo, entschuldigt bitte, dass ich nicht da war. Es gibt hier einiges zu tun, seit dem Stromausfall vor fünf Minuten. Außerdem ist das Pokemoncenter überfüllt, da der Heilungsgenerator ohne Strom nicht funktioniert und wir jedes verletzte Pokemon manuell behandeln müssen. Mit dem Notstromaggregat sorgen wir nur für Licht, weil wir nicht wissen, wie lange der Stromausfall noch anhalten wird. Alle Betten sind ebenfalls belegt.“ Als sie die Enttäuschung in den Gesichtern der Kinder sah, verbeugte sie sich beschämt und fügte hinzu: „Es tut mir leid, ich hätte euch lieber etwas anderes gesagt.“ Die Gruppe stellte sich kurz vor und Citro fragte: „Darf ich mir mal den Verteilerkasten ansehn? Vielleicht krieg ich´s ja wieder hin.“
„Gern, aber das wird nichts bringen. Der Strom ist nicht nur bei uns, sondern in der ganzen Stadt ausgefallen. Hier, seht doch mal nach draußen.“ Erst jetzt bemerkte die Gruppe, das in keinen der umliegenden Häuser Licht brannte und auch die Straßenlaternen waren dunkel, obwohl es schon Abend war und dämmerte. Citro legte überlegend Daumen und Zeigefinger an das Kinn. „Wenn der Stromausfall die ganze Stadt betrifft, muss was mit dem Kraftwerk nicht in Ordnung sein. Ich werde da mal nach dem Rechten sehen.“ Die Mägen von Ayron und Ash fingen plötzlich an zu knurren. Heureka war mittlerweile auf einem Stuhl eingeschlafen.
„Vielleicht solltet ihr euch trotz der Umstände diese Nacht ausruhen und erst morgen zum Kraftwerk aufbrechen. Von hier durch die Illumina-Steppe ist es ein schönes Stückchen.“ „Ja, Schwester Joy, Sie haben recht…“, stimmte Citro zu. „Haben Sie etwas zu Essen für uns? Bitte, nur einen Happen.“, fragte Ayron und hielt seinen Bauch, der nun im Fünf-Sekunden-Takt knurrte. „Ich habe noch etwas Suppe und Brot da. Setzt euch, ich bringe euch was.“ Sie lächelte und zwinkerte Ayron zu. „Zum Glück funktioniert das Gas noch, das ich euch wenigstens eine warme Mahlzeit anbieten kann.“
Sie bedankten sich und aßen. Da es eine klare Nacht war, entschied die Gruppe ihr Lager außerhalb der Stadt aufzuschlagen. Sie verabschiedeten sich von Schwester Joy und machten sich auf den Weg. Ayron lud sich die schlafende Heureka auf die Schulter und trug sie.  „Hätten wir nicht einfach unsere Schlafsäcke im Empfangsbereich des Pokemon Centers auslegen können?“, fragte Ash. „Möglicherweise, aber da hätten wir keine Ruhe gehabt, wenn Schwester Joy die ganze Nacht im Pokemon Center herumfuhrwerkt und noch andere Leute mit ihren verletzten Pokemon auftauchen. Sehn uns nicht im dunklen Bereich, stolpern über uns… das muss nicht sein.“, entgegnete Ayron.
„Gut mitgedacht.“, lobte Serena ihn und lächelte. Ayron grinste sie an. „Wenn ich schlafen will und meine Ruhe brauche, dann schalt ich schon mal mein Gehirn ein.“, meinte er und tippte sich mit einem Zeigefinger an den Kopf. Serena lachte und musterte ihn noch einige Sekunden, nachdem er sich von ihr weggedreht hatte. „Schön, dass er wieder bessere Laune hat.“, dachte sie sich lächelnd.
….
Sie entzündeten ein Lagerfeuer und ließen sich nieder. Citro rollte Heurekas Schlafsack aus und Ayron legte sie vorsichtig hinein. Die Gruppe ist auf dem Weg an einem Fastfood-Restaurant vorbeigekommen und Ayron hatte sich eine große Papiertüte mit Cheeseburger und Pommes mitgenommen. Als er mit Crix gemütlich am Feuer saß, teilte er mit ihm und ließ es sich schmecken. Ash beobachtete die beiden dabei. Ayron bemerkte das und streckte ihm die Tüte entgegen.
„Du siehst aus, als würde dir das bisschen Suppe und Brot auch nicht zum satt werden reichen. Komm her und nimm dir was.“ Ash folgte dankend seiner Einladung und setzte sich neben ihn. „Danke, echt nett von dir. Dachte schon, dass du mich gar nicht mehr leiden kannst, sooft wie du mich anschreist.“  
„Pffff, Blödsinn. Ich reg mich zwar manchmal schnell auf, aber mein es nicht so. Und nachtragend bin ich auch nicht. Jeder von uns macht mal Fehler.“ Ayron nahm den Flachmann aus seiner Tasche, den er mit Rum aufgefüllt hatte, setzte ihn an die Lippen und genehmigte sich einen ordentlichen Schluck. „Außerdem sieht es Serena gar nicht gern, wenn wir uns dauernd streiten. Was hältst du eigentlich von ihr?“, fragte er leise und warf einen Blick in ihre Richtung. Sie und Citro hatten sich schon hingelegt und schienen zu schlafen.
„Serena und mich verbindet eine jahrelange Freundschaft. Schön, dass ich sie wieder nach der langen Zeit getroffen habe. Ich mag sie sehr gern.“ „Ihr seid also Freunde?“, hakte Ayron nach, während er ein Dosenbier aus seiner Tasche nahm, es zischend öffnete und ein paar Schluck trank. Als er Ash fragend eine zweite Dose hinhielt, lehnte dieser ab.
„Ja, sehr gute Freunde. Sie ist eine tolle Reisegefährtin. Immer sehr nett und fürsorglich. Und sie kann gut backen.“ Ash gähnte plötzlich. „Uuaaaahh. Ich werd mich jetzt hinlegen. Schlaf gut.“, murmelte er. „Danke, du auch.“ Der junge Trainer ging zu seinem Schlafsack und legte sich hinein. Pikachu schlief schon seitlich daneben.


Zuletzt von Ayron am Di 27 Sep 2016, 19:41 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet

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Re: The Ayron Saga

Beitrag von Chimney am Do 25 Aug 2016, 01:14

So ich hab mir deine Fanfic mal durchgelesen und find die bisher ziemlich interessant, vor allem wegen dem Vorwort in dem du noch mal erläuterst was auf einen zukommt.
Aber ich bin ehrlich, die kommende Romanze bereit mir Magenschmerzen, aber mal sehen wie du die umgesetzt hast.

Sehr schön find ich auch die Idee mit der musikalischen Untermalung so kommen die Szenen, vor allem die Kämpfe, besser rüber bzw. ich stell sie mir so schöner vor.

Wo wir schon bei den Kämpfen sind: Ich find du schreibst die sehr toll, so dass man es nicht einfach runterließt sondern es sich gut vorstellen kann.

Wie gut du die Charaktere wiederspiegelst, kann ich leider nicht beurteilen, da ich die XY Serie nicht gschaut habe und somit die Charaktere nicht so kenne, aber ich finde dass du Ash bisher sehr gut getroffen hast und auch Connie bleibt sich noch selber treu, soweit ich mich richtig erinner wie sie in dem Game war.

Ich bin auf jeden Fall gespannt wie es weitergeht und hoffe du stellst hier bald das nächste Kapitel rein.

EDIT: Das Video vom letzten Link wurde vom Nutzer entfernt, wäre sehr nett wenn du zu einem alternativ Video verlinken oder den Link komplett entfernen würdest

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Re: The Ayron Saga

Beitrag von Ayron am Mo 12 Sep 2016, 11:53

Hi, vielen Dank für das Lesen, deine Rückmeldung und die ganzen Lobe, hab mich sehr gefreut. Lächeln Und freu mich auch, dass du dir die Musik mitanhörst.

Ich weiß schon, dass viele Männer net so auf Lovestorys stehen, ich schau mir selber auch keine an, wobei ich finde, dass es zu einer großen Fantasy-Story irgendwo dazugehört. Und damit will ich auch einige weibliche Leser in meinen Bann ziehen. Zwinkern Ich machs auch net zu schnulzig, versprochen. ^^

Und danke für den Tipp, hab den Musiklink akutalisiert. Kapitel 2 und 3 sind drin, viel Spaß und gute Unterhaltung.

Wie immer, Lob, Kritik, Anregungen, alles erwünscht. Zwinkern

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Re: The Ayron Saga

Beitrag von Chimney am Sa 17 Sep 2016, 15:03

Danke erstmal für die weiteren Kapitel, hatte wieder viel Spaß beim Lesen.
Mir haben die 2 OPs sehr gefallen und auch die Lieder haben wieder sehr gepasst, besonders "Wenn ich dich wieder seh" hat sehr gepasst (vor allem wegen des Textes)

Mir haben die beiden Kapitel sehr gefallen, musste jedoch bei der Szene wo Ayron plötzlich Rum trinkt bisschen Schmunzlen, war wohl nicht darauf vorbereitet gewesen.
Was ein weiterer Pluspunkt ist, find es sehr toll, dass du den Leser hier und da überrschachst und bin schon gespannt was für Überraschungen noch auf mich zukommen.

Den Kampf zwischen Meister und Schüler hat mir auch sehr gefallen, die Szene hat mich an Dragonball erinnert weswegen ich mir das auch im ähnlichen Stil vorgestellt habe. Fand ich sehr toll und lässt die Menschen neben den Pokemon nicht schwach aussehen.

Was mich jedoch irritiert hat war die Szene in der Connie geweint hat, wie gesagt ich hab die XY Serie nicht geschaut, aber mir Connie vorzustellen kam mir in dem Momenz ziemlich surreal und seltsam rüber. In der Szene war es aber eine total nachvollziehbare Reaktion.

Auf jeden Fall bin ich schon sehr gespannt wie es weitergeht.

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Re: The Ayron Saga

Beitrag von Ayron am So 18 Sep 2016, 12:05

Hey, danke, freut mich, dass dir die Story in Kombi mit den Songs so gefallen hat. Lächeln

Hehe, ja, mein Ayron trinkt gern mal etwas. ^^ Dragonball (Z) ist immer noch einer der besten Anime, hat mich sehr inspiriert. Werde auch weiterhin einige Ähnlichkeiten verwenden. Zwinkern

In der Serie hat Connie einen ähnlichen, bzw. fast identischen Charakter wie im Game: Mutig, selbstbewusst, eigentlich so wie Ayron. Trotdzem ist sie immer noch ein Mädchen und muss ja auch weiblich wirken, darum find ich´s auch nochvollziehbar u. passend, dass sie so reagierte. Ich meine sogar, sie hat in der Serie auch mal kurz geweint. Schau ich später mal, ob ich die Folge noch finde.

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Re: The Ayron Saga

Beitrag von Ayron am Mo 19 Sep 2016, 11:35

Kapitel 4 und 5 on. Aus technischen Gründen hab ich ein unteres Fenster überschrieben, ging irgendwie nimmer ins Gleiche rein, ka. Jedenfalls viel Spaß und gute Unterhaltung. ^^

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Re: The Ayron Saga

Beitrag von Chimney am Mo 19 Sep 2016, 19:25

Hey, ich hab die bzw. das neue/n Kapitel noch nicht gelesen.
Wollte dir aber sagen, dass

1. Beim 5. Kapitel fehlt der Text, ich seh nur das Opening, die Bilder und Überschrift

und

2. Ich würde dir raten, dass du die jetzigen Kapitel vielleicht einfach mal alle einzeln in einen Spoilern packst, weil so muss der Leser immer so weit runterscrollen und ich empfinde das schon bisschen nervig. Vielleicht lösen die Spoiler auch dein technisches Problem, wäre aber trotzdem auch für die Zukunft viel übersichtlicher

Ich meld mich dann wieder, wenn ich zum Lesen gekommen bin.

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Re: The Ayron Saga

Beitrag von Ayron am Di 20 Sep 2016, 11:55

Danke für deinen Tipp mit dem Spoiler, hab ich gemacht und finde auch, ist besser so. Kapitel 5 ist jetzt auch vollständig online. ^^

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